# taz.de -- Landtagswahl in Baden-Württemberg: Grüne gewinnen die Landtagswahl knapp vor der CDU
       
       > Grüne überholen CDU im Schlussspurt. Hagel gesteht Niederlage ein. AfD
       > holt ein Direktmandat in Mannheim. SPD-Landeschef tritt ab. Linke und FDP
       > nicht im Landtag.
       
 (IMG) Bild: Oprimist am Wahlabend: Cem Özdemir bei der Wahlfeier der Grünen in Stuttgart
       
       Und damit beenden wir den Liveticker zur Wahl in Baden-Württemberg und
       wünsche eine gute Nacht. 
       
       23.00 Uhr: Özdemir holt Stuttgarter Direktmandat mit weitem Vorsprung
       
       dpa | Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir hat auch seinen eigenen Wahlkreis
       in Stuttgart deutlich für sich entscheiden können und das Direktmandat für
       seine Partei in der Landeshauptstadt gewonnen. Nach dem vorläufigen
       Ergebnis gewann Özdemir 47,9 Prozent der Erststimmen im Wahlkreis Stuttgart
       II – das sind 9 Prozentpunkte mehr als sein Vorgänger,
       Grünen-Verkehrsminister Winfried Hermann, 2021 eingefahren hatte. Auf dem
       zweiten Platz folgt der Bruder des Stuttgarter Oberbürgermeisters Frank
       Nopper, Klaus Nopper, mit 25,0 Prozent.
       
       22.35 Uhr: CDU-Spitzenkandidat Hagel gesteht Niederlage ein
       
       dpa | Für die CDU im Südwesten ist das Abschneiden bei der Landtagswahl
       nach den Worten von Landeschef und Spitzenkandidat Manuel Hagel eine
       Niederlage. „Das Hauptziel war, dass wir stärkste Kraft in
       Baden-Württemberg werden und dass wir eine CDU-geführte Landesregierung
       bilden können“, sagte Hagel am Abend im ZDF. Dieses Ziel habe man – Stand
       jetzt – nicht erreicht. „Und da gibt's auch gar nichts drumrumzureden: Das
       ist eine Niederlage für uns.“
       
       Es sei ein Abend mit gemischten Gefühlen, sagte Hagel. Die CDU habe das
       beste Wahlergebnis seit 2011 erzielt. Man habe gewonnen und doch verloren.
       Den Auftrag zur Regierungsbildung sah Hagel bei den Grünen und deren
       Spitzenkandidaten Cem Özdemir. Sie hätten die Wahl gewonnen. „Es liegt
       nicht an uns, eine Landesregierung zu bilden. Den Auftrag haben am heutigen
       Abend andere erhalten“, sagte er.
       
       22.08 Uhr: AfD gewinnt Dirketmandat in Mannheim I
       
       taz | Am Ende hat der Rechtextreme die Nase vorn. Im Wahlkreis Mannheim I
       holt der Kandidat der AfD die meisten Stimmen und damit das einzige
       Direktmandat für seine Partei. Für den Zahnarzt Benhard Pepperl stimmten
       22,3 Prozent der Wähler:innen.
       
       Auf Platz 2 landete der CDU-Kandidat Lennart Christ mit 21,7 Prozent, auf
       Platz kam der Grüne Chris Riehm mit 21,6 Prozent. Der AfD-ler hatte nur 322
       Stimmen Vorsprung.
       
       Bei den Zweistimmen schnitten die Grünen deutlich besser ab und kamen mit
       27,6 Prozent klar auf den ersten Platz.
       
       21.45 Uhr: Grüne gewinnen die Landtagswahl
       
       taz | Noch immer fehlen ein paar Stimmzettel. Doch mittlerweile ist klar.
       Die Grünen haben die Landtagswahl gewonnen. Nach Auszählung von 99,7
       Prozent aller Wahlkreise kommen sie laut offiziellen Zahlen immernoch auf
       30,2 Prozent der Zweitsstimmen. Damit liegen sie stabil 0,5 Prozentpunkte
       vor der CDU, die 29,7 Prozent kommt. Daran wird sich auch durch die letzten
       für das amtliche Endergbenis fehlenden Stimmzettel nichts mehr ändern.
       
       Auch die neusten Hochrechnungen von ARD und ZDF sind sich jetzt einig:
       beiden sehen die Grünen 0,4 Prozentpunkte vor der Union.
       
       ## 21.45 Uhr: Hagel gewinnt seinen Wahlkreis mit großem Abstand
       
       afp | CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel hat zwar das Duell gegen Cem Özdemir
       (Grüne) knapp verloren, seinen Wahlkreis Ehingen aber klar gewonnen. Hagel
       lag hier am Sonntag nach vollständiger Auszählung mit 47,1 Prozent klar vor
       dem AfD-Bewerber Michael Scheffler mit 20,1 Prozent und Tobias Hocke-Beck
       von den Grünen mit 17,7 Prozent.
       
       21.35 Uhr: Fotofinish in Mannheim I
       
       taz | Im [1][Wahlkreis Mannheim I zeichnet sich eine hauchdünne
       Entscheidung a]. Bei den Erststimmen wechselte im Laufe des Abends mehrfach
       die Fürhung: Mal lag der Kandidat der Grünen minimal vorn, aktuell ist es
       wieder der AfD-Kandidat. Nach Auszöhlung von 108 der 100 Wahllokal kommt
       die AFD hier auf 21,9 Prozent. Grüne und auch die CDU liegen mit je 21,8
       Prozent dicht dahinter. Bleibt es dabei, würde die AfD hier ganz im
       Nordwesten des Landes ihr einziges Dirketmandat gewinnen.
       
       Ginge es nach den Zweitstimmen wäre auch hier längst alles klar. Da liegen
       die Grünen mit 27,9 Prozent weit vor AfD (21,4) und CDU (20,0). Auch hier
       sieht man, dass viele Wähler:innen mit der Zweitstimme Cem Özdemir
       unterstützen wollten.
       
       ## 21.30 Uhr: Günther gratuliert Özdemir zum Wahlerfolg im Südwesten
       
       dpa | Der schleswig-holsteinische CDU-Landeschef, Ministerpräsident Daniel
       Günther, hat Cem Özdemir zu seinem Erfolg bei der Landtagswahl in
       Baden-Württemberg gratuliert. Er wünsche ihm eine glückliche Hand bei den
       anstehenden Gesprächen zur Bildung einer Regierung. Und: „In diese
       Gespräche können die CDU und Manuel Hagel selbstbewusst gehen.“
       
       ## 21.O5 Uhr: Grüne auch nach jüngsten Hochrechnungen vorn
       
       taz | Es scheint fast ein Fotofinish zu werden – doch die Grünen dürften
       sich knapp als Erste ins Zetten. Nach den jüngsten Hochrechnungen von ARD
       und ZDF ist der Vorsprung der Grünen auf 0,4 Prozentpunkte geschrumpft.
       
       Aber [2][laut offiziellen Zahlen] sind mittlerweile 99 Prozent aller
       Wahlkreise ausgezählt. Es kann also nur noch minimale Änderungen geben.
       Laut offiziellem Auszählungsstand haben die Grünen sogar 0,5 Prozentpunkte
       Vorsprung. Das sollte reichen.
       
       21.00 Uhr: Wähler wandern weg von SPD und FDP
       
       taz | Eine Analyse der Wählerwanderungen durch das Umfrageinstitut
       infratest dimap zeigt, dass sowohl Grüne, noch stärker aber die CDU
       ehamlige Nichtwähler:innen für sich begeistern können. Das Duell der
       beiden Spitzekandidat:innen hat wohl besonders viele mobilisiert –
       was sich ja auch in der deutliche gestiegenen Wahlbeteiligung zeigt.
       
       Aber auch die AfD hat deutlich von der gestiegenen Wahlbeteiligung
       profitiert.
       
       Die FDP zeigt extreme Verluste an die CDU – auch das ist ein Beleg für die
       Polarisierung auf CDU und Grüne.
       
       Auch das Desaster der SPD wird durch diese Grafik klar. Sie hat an alle
       Parteien mehr Anhänger:innen abgegeben als hinzugewonnen -am meisten
       noch an die Grünen. Vielen SPD-Wähler:innen war offenbar wichtiger, dass
       Özdemir gewinnt und nicht Hagel.
       
       20.50 Uhr: Vorsprung der Grünen scheint zu halten
       
       taz | Die Grünen können ihren Wahlsieg offenbar ins Ziel retten. [3][Laut
       offiziellen Zahlen sind mittlerweile mehr als 97 Prozent der Wahlkreise
       ausgezählt.] Und die Grünen liegen nun 0,4 Prozentpunkte vor der Union. Das
       ist minimal mehr als vor einer halben Stunde, das lagen sie nur 0,3 Punkte
       vorne.
       
       Die Zahlen des Statistische Landesamtes zeigen den tatsächlichen
       Auszählungsstand. Sie sind anders als die Zahlen von ZDF und ARD keine
       Hochrechnungen und können daher verzerrt sein. Bei einem Auszählungsstand
       von nahezu 100 Prozent dürfte es aber nur noch minimale Änderungen geben.
       
       Demnach dürfte auch klar sein, dass die SPD sicher im neuen Landtag ist.
       FDP und Linke liegen mit 4,5 Prozent klar unter den für den Einzug
       notwendigen 5 Prozent.
       
       20.20 Uhr: AfD bietet CDU Zusammenarbeit an
       
       taz | Der baden-württembergische AfD-Spitzenkandidat Markus Frohnmaier hat
       nach der heutigen Landtagswahl die CDU aufgefordert, über eine
       Zusammenarbeit mit seiner Partei nachzudenken. „Manuel Hagel hat immer noch
       die Chance, dafür zu kämpfen und zu arbeiten, dass hier in
       Baden-Württemberg eine konservativ-bürgerliche Politik gestaltet wird. Die
       AfD hat die Hand ausgestreckt“, äußerte sich Frohnmaier im Fernsehsender
       phoenix. Gemeinsamkeiten sehe er etwa beim Vorhaben einer Reduzierung von
       Bürokratie wie auch bei der Senkung von Energiepreisen.
       
       20.15 Uhr: Der Vorsprung der Grünen schmilzt etwas
       
       taz | Der Vorsprung der Grünen ist im Laufe des Abends etwa
       zusammenegschmolzen. Laut der neusten Hochrechnung des ZDF liegen die
       Grünen nur noch 1,0 Prozentpunkte vor der CDu. Bei der ARD ist es noch
       knapper, dort führen die Grünen mit nur noch 0,7 Prozentpunkten.
       
       [4][Laut Landeswahlleiter] sind allerdings auch schon über 90 Prozent der
       Wahlkreise ausgezählt.
       
       ## 🐾 20.13: Özdemir – Der neue Kretschmann
       
       taz | Özdemir hat es geschafft: Die Grünen haben die Wahlen in
       Baden-Württemberg auch ohne den langjährigen grünen Ministerpräsidenten
       Kretschmann gewonnen, [5][kommentiert taz-Parlamentskorrespondent Tobias
       Schulze.]
       
       ## 20.10 Uhr: Wahlforscher: Grüne punkten mit Kandidat und CDU mit
       Kompetenz
       
       dpa | Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg haben die Grünen nach
       Einschätzung von Wahlforschern mit dem besseren Kandidaten und die CDU mit
       ihrer Sachkompetenz gepunktet. Der Analyse der Forschungsgruppe Wahlen
       zufolge waren die Grünen bei der Frage nach dem gewünschten
       Ministerpräsidenten klar im Vorteil. Bei der Kompetenz im wichtigsten Thema
       Wirtschaft lag die CDU aber ebenso vor den Grünen wie beim zweitwichtigsten
       Thema Bildung und Schule.
       
       SPD und FDP litten nach der Beobachtung der Wahlforscher unter der
       schwarz-grünen Zuspitzung. Sie hätten aber auch große eigene Defizite
       gezeigt. Die AfD werde politisch nicht als Alternative wahrgenommen,
       erklärten sie. Gewählt werde sie nach Ansicht von 62 Prozent der Befragten
       „als Denkzettel“ und nach der Meinung von nur 32 Prozent wegen ihrer
       politischen Forderungen.
       
       🐾 20.00 Uhr: Rehaugen verhageln der CDU den Sieg
       
       taz | „Ich werd’s nie vergessen. Er hieß Cem.Schwarze Haare. Rehbraune
       Augen“, titelt die taz ihre ePaper-Ausgabe am Montag – und zeigt ein Foto
       des jungen Özdemir.
       
       Kurz vor der Wahl war ein Video aufgetaucht, dass CDU-Spitezenkandidat
       Manuel Hagel bei einem TV-Interview vor 9 Jahren zeigte. Darin erzählte er
       von einem Besuch in einer Schule und schwärmte von einer unvergesslichen
       Schülerin. Das hatte ihm viel Kritik eingebracht.
       
       20.00 Uhr: FDP-Landeschef kündigt Rücktritt an
       
       dpa | Nach dem voraussichtlichen Scheitern der FDP an der
       Fünf-Prozent-Hürde bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg hat Landeschef
       Hans-Ulrich Rülke seinen Rücktritt vom Landesvorsitz angekündigt. Das
       erklärte der 64-Jährige in Stuttgart.
       
       ## 🐾 19.50 Uhr: CDU: Vorsprung verhagelt
       
       taz | Spitzenkandidat Manuel Hagel erreicht mit seiner CDU zunächst nur
       Platz 2. Er unterliegt dem weit erfahreneren Cem Özdemir, [6][berichtet
       taz-Parlamentskorrespondention Sabine am Orde.]
       
       ## 19.40: FDP-Chef Dürr: Bitterer Wahlabend
       
       dpa | FDP-Chef Christian Dürr spricht nach dem enttäuschenden Ergebnis für
       die Liberalen bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg von einem „bitteren
       Wahlabend“. Die Partei sei wegen des Kopf-an-Kopf-Rennens zwischen CDU und
       Grünen unter Druck geraten, sagte er in der ARD. Die FDP dürfte den
       Hochrechnungen zufolge mit 4,4 Prozent erstmals in ihrem Stammland aus dem
       Landtag fliegen, dem sie seit mehr als 70 Jahren angehört.
       
       ## 🐾 19.40 Uhr: Grüne gewinnen mit Palmer und mit Blaskapelle
       
       taz | Grüne können doch noch Wahlen gewinnen: Cem Özdemir hat einen
       zweistelligen Rückstand in einen leichten Vorsprung verwandelt. Und Grenzen
       ausgetestet, [7][berichtet taz-Korrespondent Benno Stieber aus Stuttgart.]
       
       19.30 Uhr: Hagel gratuliert Özdemir
       
       afp/taz | CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel hat seinem Konkurrenten Cem
       Özdemir gratuliert – noch nicht zum Wahlsieg, aber die Grünen hätten
       „deutlich zugelegt“, dafür gratuliere er der Partei und Özdemir
       „persönlich“, sagte Hagel im ZDF.
       
       Bei Bestätigung der Hochrechnungen bei der Landtagswahl in
       Baden-Württemberg siehr Hagel den Auftrag zur Regierungsbildung bei den
       Grünen. „Wenn sich das Wahlergebnis so bewahrheitet, dann liegt der
       Regierungsbildungsauftrag bei Bündnis 90/Grünen“, sagte er am Sonntag im
       ZDF. „Dort liegt der Ball.“
       
       ## 19.30 Uhr: Nächste Koalition wohl wieder Grün-Schwarz
       
       taz | Nach der Landtagswahl wird sich wohl eins Baden-Württemberg nicht
       ändern. Das Land wird weiter von einer grün-schwarzen Koalition regiert
       werden.
       
       Rechnersich möglich wäre zwar auch ein Bündnis von CDU und AfD oder von
       Grünen und AfD. Doch beide ist politisch ausgeschlossen. Grün-Rot oder
       Schwarz-Rot sind wegen des schwachen Abschneidens der SPD weit von einer
       Mehrheit entfernt.
       
       ## 19.24 Uhr: Wahlsieg der CDU laut ZDF unwahrscheinlich
       
       taz | Laut einer neuen Hochrechnung des ZDF verfestigt sich das
       Wahlergebnis. Die Grünene liegen fest rund 1,5 Prozentpunkte vor der Union.
       Es sei unwahrscheinlich, dass sich das noch dreht.
       
       Die SPD wird mit 5,4 Prozent wohl knapp der Wiedereinzug in den Landtag
       schaffen.
       
       Die FDP wird mit 4,4 Prozent erstmals nicht mehr im Stuttgarter Landtag
       vertreten sein.
       
       Die Linkspartei wird mit ebenfalls 4,4 Prozent den Traum vom ersten Einzug
       in den Landtag nicht realisieren können.
       
       ## 19.15 Uhr: Kretschmann: „Ich bin froh, dass ich jetzt aufhören darf“
       
       rtr | Der scheidende Ministerpräsident Winfried Kretschmann übergibt nach
       eigenen Worten ein gut bestelltes Haus an seinen Parteifreund Cem Özdemir.
       „Ich bin froh, dass ich jetzt aufhören darf“, sagte er in der ARD. „Und
       wenn man solch einen talentierten Nachfolger hat, der so viel Erfahrung,
       Weitsicht und Umsicht hat, dann geht man auch gerne aus dem Amt.“
       
       19.01 Uhr: Neue Hochrechnung sieht Linke und FDP klar nicht im Landtag
       
       taz | Das Scheitern von FDP und Linkspartei wird immer klarer. Laut einer
       neuen Hochrechnung des ZDF liegen beide jetzt nur nochj bei 4,4 Prozent. Es
       geht also eher weiter nach unten als Richtung 5-Prozent-Hürde.
       
       Die Grünen bleiben stärkste Partei, sie liegen rund 1,5 Prozentpunkte vor
       der CDU.
       
       ## 19.00 Uhr: Hagel sagt, klares Ziel war stärkste Partei zu werden
       
       taz | CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel beton im ZDF, seine Verantwortung
       für das Wahlergebnis. Klares Ziel sei gewesen, stärkste Partei zu werden
       und den Ministerpräsidenten zu stellen. Welche Folgen das für ihn hat, wenn
       es beim aktuellen Ergebnis bleibt, ließ er offen.
       
       18.59 Uhr: SPD-Chef Klingbeil hofft auf Rheinland-Pfalz
       
       rtr | Die SPD-Spitze blickt nach der Wahlniederlage in Baden-Württemberg
       bereits auf die kommende Landtagswahl in Rheinland-Pfalz. SPD-Chef und
       Vize-Kanzler Lars Klingbeil verweist im ZDF auf steigende Umfragewerte und
       den Charakter der SPD als Volkspartei in dem Bundesland. Das Ergebnis in
       Baden-Württemberg nennt er ein „unglaublich schlechtes Ergebnis“.
       Co-Parteichefin Bärbel Bas sagt, man müsse sich auch auf Bundesebene
       stärker auf arbeitende Menschen mit geringerem Verdienst konzentrieren. Es
       gehe vor allem um den Schutz von Industrie-Arbeitsplätzen, sagt sie in der
       ARD.
       
       18.45 Uhr: FDP-Spitzenkandidat will „Verantwortung“ übernehmen bei
       Landtags-Aus
       
       afp | FDP-Spitzenkandidat und -Landeschef Hans-Ulrich Rülke hat angesichts
       der ersten Hochrechnungen zur Landtagswahl in Baden-Württemberg
       Konsequenzen angekündigt. Es gelte erstmal abzuwarten, was der Abend noch
       bringe, sagte Rülke im ZDF. Es könne jedoch sein, dass die FDP aus dem
       Landtag ausscheide. Für diesen Fall kündigte Rülke an, „die entsprechende
       Verantwortung“ zu übernehmen.
       
       Rülke zufolge wäre der verpasste Parlamentseinzug auch „ein Rückschlag“ für
       die FDP im Bund. Er betonte aber: „Wir wollen das Ergebnis zunächst mal
       abwarten, bevor wir die Schicksalswahl bewerten.“
       
       ## 🐾 18.43 Uhr: AfD, rechtsextrem und normalisiert
       
       taz | Trotz Skandalen um Filz und Vetternwirtschaft: Die AfD erzielt ein
       Rekordergebnis im Südwesten. Dennoch hatten manche in der Partei mehr
       erwartet, [8][berichtet taz-Redakteur Gareth Joswig.]
       
       ## [9][🐾] 18.42: FDP komplett rasiert
       
       taz | Die FDP fliegt voraussichtlich knapp aus dem Stuttgarter Landtag.
       Wäre mit einer anderen Spitzenkandidatin mehr drin gewesen?, fragt
       taz-Korrespondent Benno Stieber.
       
       ## 18.42 Uhr: Frohnmaier sieht AfD als relevanteste Oppositionskraft
       etabliert
       
       afp | Nach deutlichen Zugewinnen seiner Partei bei der Landtagswahl in
       Baden-Württemberg sieht Spitzenkandidat Markus Frohnmaier die AfD als
       wichtigste Oppositionspartei in Baden-Württemberg. „Wir haben uns im Grunde
       als die relevante Oppositionskraft im Südwesten etabliert“, sagte
       Frohnmaier am Sonntagabend in der ARD. „Darauf sind wir natürlich stolz.“
       
       ## 18.40 Uhr: Özdemir bietet CDU „Partnerschaft auf Augenhöhe“ an
       
       rtr | Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir reicht der CDU die Hand zu einer
       Neuauflage der Koalition. „Es muss eine Partnerschaft auf Augenhöhe sein“,
       sagte Özdemir.
       
       ## 18.37 Uhr: Linken-Chef van Aken freut sich über „Wahnsinnsleistung“
       
       afp/taz | Linken-Bundeschef Jan van Aken tut sich offenbar schwer, das
       enttäuschende Abschneiden seiner Partei als solche einzugestehen. Er sei
       zufrieden mit dem Abschneiden seiner Partei bei der Landtagswahl in
       Baden-Württemberg, sagt van Aken am Abend. Die Linke habe am Sonntag das
       bislang beste Ergebnis in dem Bundesland geholt, was eine
       „Wahnsinnsleistung“ sei, sagte van Aken in der ARD.
       
       Nach den ersten Hochrechnungen kommt die Linkspartei bei der Wahl in
       Baden-Württemberg laut ARD und ZDF auf 4,5 Prozent. Damit wäre die Partei
       nicht im Landtag vertreten.
       
       Van Aken sagte mit Blick auf die weitere Stimmenauszählung, er sei „gar
       nicht so pessimistisch“. Die Chancen, dass die Linke doch in den
       Stuttgarter einziehe, liege bei „fifty-fifty“.
       
       18.35 Uhr: Özdemir spricht über „fulminante Aufholjagd“
       
       taz | „Was für ein Wahlkampf! Was für eine fulminante Aufhohljagd“, sagt
       Spitzenkandidat Cem Özdemir bei der Wahlfeier der Grünen unter dem Jubel
       seiner Anhänger:innen. Er habe die Zahlen gesehen, aber für eine endgültige
       Bewertung sei es noch zu früh, in Baden-Württemberg sei man immer etwas
       skeptisch.
       
       18.30 Uhr: SPD-Generalsekretär: „Sehr bitteres Wahlergebnis“
       
       dpa | SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf hat den Ausgang der Wahl in
       Baden-Württemberg als „sehr bitteres Wahlergebnis für uns“ bezeichnet. Der
       SPD habe eine Polarisierung geschadet: Im Wahlkampf habe es eine Zuspitzung
       auf die Frage gegeben, ob der Grünen-Kandidat Cem Özdemir oder der
       CDU-Kandidat Manuel Hagel gewinnen werde. Dies sei zulasten der SPD
       gegangen, sagte Klüssendorf der ARD. Nun hoffe er, dass dieser Effekt bei
       der bevorstehenden Landtagswahl in Rheinland-Pfalz wieder eintrete – nur
       dieses Mal zugunsten des SPD-Spitzenkandidaten, Ministerpräsident Alexander
       Schweitzer, sagte Klüssendorf.
       
       18.24 Uhr: Hochrechnung der ARD sieht Grüne klar vor der CDU
       
       taz | Laut der ersten Hochrechnung der ARD kommen die Grüne auf 31,8
       Prozent der Stimmen und liegen damit klar vor der CDU, die hier nur auf
       29,8 Prozent kommt.
       
       Auch die ARD sieht die SPD knapp über, Linke und FDP unter der
       5-Prozent-Hürde.
       
       18.23 Uhr: Erste Hochrechnung des ZDF sieht Grüne klarer vorn
       
       taz | Laut der ersten Hochrechnung des ZDF kommen die Grüne auf 31,7
       Prozent der Stimmen und liegen damit etwas nun deutliche vor der CDU, die
       auf 30,3 Prozent kommt.
       
       SPD muss mit nur 5,4 Prozent weiter um den Einzug zittern.
       
       FDP und Linke scheitern mit jeweils 4,5 Prozent an der 5-Prozent-Hürde.
       
       ## 18.22 Uhr: Hagel übernimmt Verwantwortung für das Wahlergebnis
       
       taz | CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel hat die Verwantwortung für das
       Wahlergebnis übernommen. Von einer Niederlage sprach er allerdings nicht.
       Es gelte die Entwicklung der Ergebnisse im Laufe des Abends abzuwarten.
       
       18.15 Uhr: SPD-Landeschef tritt zurück
       
       taz/rtr | Nach dem desatrösen Abschneiden bei der Wahl hat
       SPD-Landesparteitchef und Spitzenkandidat Andreas Stoch seinen Rückzug
       angekündigt.
       
       Die SPD führt ihre Wahlschlappe zu großen Teilen auf den Zweikampf zwischen
       CDU und Grünen in Baden-Württemberg zurück. SPD-Generalsekretär Tim
       Klüssendorf bezeichnet das Ergebnis seiner Partei bei der Landtagswahl als
       „sehr bitter“. Die SPD sei ‌in dem Zweikampf zwischen den Spitzenkandidaten
       von CDU und Grünen, Manuel Hagel und Cem Özdemir, „unter die Räder
       gekommen“. Diese Polarisierung habe der SPD massiv geschadet. Wähler seien
       von der SPD zu den Grünen gewandert.
       
       ## 18.15 Uhr: Grünen-Chef freut sich über den Start ins Wahljahr
       
       rtr | Co-Parteichef Felix Banaszak sieht seine grüne Partei durch das
       Abschneiden in Baden-Württemberg im Aufwind. „Dieses Ergebnis bringt uns so
       ‌einen Rückenwind“, sagte er. „Mit den Grünen ist zu rechnen in diesem
       Land.“ Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Ricarda Lang sprach von einem
       „historischen Ergebnis“. „Ich bin total überwältigt“, sagte sie in der ARD.
       
       ## 18.07 Uhr: CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hofft noch
       
       rtr | CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann gibt die Wahl für seine Partei
       noch nicht verloren. Der Abend bleibe spannend, sagte er in der ‌ARD. Man
       warte auf die erste Hochrechnung. „Natürlich hoffen wir noch“, sagte
       Linnemann. Nach ersten Prognosen liegen die ⁠Grünen leicht vor der CDU.
       
       ## 18.05 Uhr: Spahn will noch nicht über Pleite reden
       
       taz | Jens Spahn, Fraktionschef der Union im Bundestag, will noch im ZDF
       nicht über eine Niederlage seiner Partei spekulieren. Die Ergebnisse
       könnten sich im Laufe des Abends noch ändern, so Spahn. Sicher sei nur,
       dass Cem Özdemir erfolgreich sei, weil er alles Grüne an sich versteckt
       habe.
       
       18.02 Uhr: ARD sieht Grüne deutlicher vorn
       
       taz | Bei der ersten Prognose der ARD liegen die Grünen klar vor der CDU.
       Sie kommen dort auf 32 Prozent, die CDU auf 29 Prozent.
       
       Auch bei der ARD muss die SPD zittern, sie liegen bei 5,5 Prozent.
       
       FDP und Linkspartei droht auch laut der ARD die Pleite. Beide werden mit
       4,5 Prozent unter der 5-Prozent-Hürde gesehen.
       
       Die AfD kommt bei der ARD auf 17,5 Prozent.
       
       18.01 Uhr: Grüne laut ZDF knapp vor der CDU
       
       taz | Nach einem sensationellen Schlussspurt haben die Grünen in
       Baden-Württemberg die CDU offenbar doch noch überholt. Laut einer
       unmittelbar nach Schließung der Wahllokale im ZDF veröffentlichen Prognose
       kommen die Grünen auf 31,5 Prozent, die CDU liegt mit 30,5 knapp dahinter.
       
       Die AfD holt ihr bisher bestes Ergebnis in einem westdeutschen Bundesland.
       Mit 18 Prozent bleibt sie aber unter den 20 Prozent, bei denen sie
       zwischenzeitlich in Umfragen gesehen worden waren.
       
       SPD, FDP und Linkspartei leiden unter der Polarisierung zwischen Grünen und
       CDU. Die SPD kommt nur noch auf 5,5 Prozent.
       
       Die FDP kommt auf 4,5 Prozent und muss erstmals fürchten aus dem Landtag zu
       fallen.
       
       Die Linke holt 4,5 Prozent und könnte den lange sicher geglaubten Einzug
       ins Parlament ebenfalls verpassen.
       
       ## 15.35 Uhr: Jede Stimme zählt
       
       afp/taz | Landeswahlleiterin Nesch rief „alle Wahlberechtigten, die ihre
       Stimmen bislang noch nicht abgegeben haben, dazu auf, von ihrem Wahlrecht
       Gebrauch zu machen“. Die Wahllokale sind noch bis 18.00 Uhr geöffnet.
       
       Tatsächlich gilt bei dieser Wahl wie selten zuvor der Spruch, dass jede
       Stimme zählt. Denn laut letzten Umfragen lagen nicht nur Grünen und CDU
       gleichauf. Die stärkere Partei von beiden wird aller Vorraussicht nach den
       Minsterpräsidenten stellen.
       
       Unten müssen zudem FDP und Linke um den Einzug in den Landtag zittern.
       Beide wurden zuletzt bei knapp über 5 Prozent gesehen.
       
       ## 15.30 Uhr: Wagenknecht will AfD-Regierung
       
       afp/taz | BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht hat für mehr Zusammenarbeit mit
       der AfD sowie eine Regierungsbeteiligung der Rechtsextremen geworben.
       „Ächtung und Ausgrenzung fördern Radikalisierung, Regierungsaussichten
       fördern Anpassung“, schreibt Wagenknecht in einem Gastbeitrag für die
       „Ostdeutsche Allgemeine“. Die sogenannte Brandmauer sei „ein demokratischer
       Irrweg“, der nur der AfD helfe.
       
       Das BSW hat in Baden-Württemberg laut allen Umfragen keine Chance auf den
       Einzug in den neuen Landtag.
       
       15.20 Uhr: Hohe Wahlbeteiligung bis 14 Uhr
       
       afp | Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg zeichnet sich eine hohe
       Wahlbeteiligung ab. Bis Sonntag 14.00 Uhr gaben 41,34 Prozent der
       Wahlberechtigten, die nicht Briefwahl beantragt hatten, in den Wahllokalen
       ihre Stimme ab, wie Landeswahlleiterin Cornelia Nesch in Stuttgart
       mitteilte. Bei der Landtagswahl 2021 hatte die Wahlbeteiligung der
       Urnenwähler zum selben Zeitpunkt nur bei 30,57 Prozent gelegen – allerdings
       gab es damals deutlich mehr Briefwähler.
       
       In diesem Jahr beantragten von den 7,7 Millionen Wahlberechtigten in
       Baden-Württemberg nach Angaben der Wahlleiterin rund zwei Millionen
       Briefwahl, also rund jeder und jede Vierte. Im Jahr 2021 hatte aufgrund der
       Corona-Pandemie mehr als jeder dritte Wahlberechtigte Briefwahl beantragt.
       
       Damals lag der Briefwähleranteil schließlich offiziell bei 51,5 Prozent,
       denn bei Briefwählern liegt der Anteil derer, die ihre Stimmte tatsächlich
       abgeben in der Regel bei knapp100 Prozent.
       
       ## 🐾 15.00 Uhr: Die möglichen Koalitionen
       
       taz Drei Stunden vor Schließung der Wahllokale wird es mal Zeit, über
       mögliche Regierung zu spekulieren. Mit dem Koalitionsrechner lässt sich mit
       wenigen Klicks anzeigen, welche Parteienbündnisse eine Mehrheit im neuen
       Landtag hätten. Dabei wird klar, dass rein rechnerisch auch Koalitionen mit
       der AfD eine Mehrheit ergeben würden. Faktisch haben das aber alle anderen
       Parteien ausgeschlossen. Damit bleibt wahrscheinlich nur die Frage, welche
       der beiden aktuell regierenden Parteien CDU und Grüne am Ende vorne liegt
       und dann den Ministerpräsidenten stellen darf.
       
       ## 🐾 10.30 Uhr: Warum die Wahl in Baden-Württemberg auch Menschen in
       anderen Bundesländern interessieren sollte
       
       taz | Bei der Wahl in Baden-Württemberg geht es nur um den Landtag?
       Keineswegs! Annika Reiß vom taz-Klimahub erklärt [10][hier auf Instagram],
       warum und vor allem, was die baden-württembergischen Wahlen mit der
       gesamtdeutschen Energiezukunft und Verkehrswende zu tun haben.🔌🚗
       
       ## 10.20 Uhr: Kretschmann gibt seine Stimme ab
       
       dpa | Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat seine
       Stimme für die Landtagswahl abgegeben. Begleitet von seiner Frau Gerlinde
       und seinem Sohn Johannes kam der 77-Jährige zum Wahllokal in Sigmaringen.
       Der Grünen-Politiker tritt bei der Wahl nicht mehr an.
       
       08.00 Uhr: Wahllokale haben geöffnet
       
       taz | Die Wahllokale in Baden-Württemberg haben seit 8 Uhr morgens
       geöffnet. Noch bis 18 Uhr können die 7,7 Millionen Bürger Wahlberechtigten
       ihre Stimme abgeben. Bei der Landtagswahl 2021 waren die Grünen stärkste
       Partei geworden. Sie regierten zusammen mit der CDU unter Ministerpräsident
       Winfried Kretschmann, [11][der nach 15 Jahren im Amt nicht mehr antritt].
       
       07.45 Uhr: Neues Wahlrecht in Baden-Württemberg
       
       taz | Erstmals dürfen in dem Bundesland auch schon 16- und 17-Jährige
       wählen. [12][Neu ist auch, dass alle Wähler:innen – wie etwa bei der
       Bundestagswahl – zwei Stimmen haben.] Die Erststimme entscheidet über die
       Vergabe der Direktmandate in den einzelnen Wahlkreisen. Noch wichtiger ist
       die Zweitstimme, denn sie entscheidet über die Größe der Fraktionen im
       neuen Landtag.
       
       07.30 Uhr: Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Özdemir und Hagel
       
       taz | Laut letzten Umfragen zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen
       CDU und Grünen ab. Im [13][am Donnerstagabend veröffentlichten
       ZDF-Politbarometer] standen beide Parteien bei 28 Prozent. Da eine erneute
       Koalition der beiden als wahrscheinlich gilt, ist entscheidend, welche der
       beiden Parteien am Ende vorne liegt. Denn die stärkere wird das Recht für
       sich beanspruchen, den Ministerpräsidenten zu stellen.
       
       Der CDU scheint auf den letzten Metern des Wahlkampfes die Puste
       auszugehen. Denn bis zuletzt hatte sie jahrelang in den Umfragen teils sehr
       klar vor den Grünen gelegen. Allerdings war Cem Özdemir bei den
       Wähler:innen viel beliebter als Manuel Hagel. Gut möglich, dass das am
       Ende den Ausschlag gibt.
       
       Offensichtlich ist diese Frage auch den Wähler:innen bewusst. Sie
       scheinen sich auf die Spitzenkandidat:innen Cem Özdemir oder Manuel
       Hagel zu fokussieren, beziehungsweise auf Grüne und CDU. Denn obwohl die
       Grünen in Umfragen zuletzt deutlich zulegen konnte, hat die CDU nicht
       verloren – im Gegenteil.
       
       🐾 07.30: Umfragen sind der Motor für die Wahlentscheidung
       
       taz | Kurz vor dem Wahlsonntag liegen Grüne und CDU laut Umfragen gleich
       auf. Das zeigt auch, wie sehr sich Wähler:innen an Umfragen orientieren.
       [14][Ein Kommentar von Gereon Asmuth.]
       
       07.30 Uhr: Linke und FDP müssen zittern
       
       taz | Unter dem Spitzenrennen leiden die anderen Parteien. SPD, Linke und
       auch die FDP sind zuletzt in den Umfragen klar abgesackt. Linke und FDP
       müssen daher sogar um den Einzug in den neuen Landtag zittern. Die FDP, die
       2021 noch bei über 10 Prozent lag, würde erstmal an der 5-Prozent-Hürde
       scheitern. Die Linkspartei könnte umgekehrt erstmals im Stuttgarter Landtag
       vertreten sein, wenn sie über 5 Prozent kommt.
       
       🐾 07.30: Was ein AfD-Direktkandidat so alles auf Telegram chattete
       
       taz | Der taz liegen Chats des AfD-Kandidaten Sebastian Ruth vor. Der
       20-Jährige leitete eine Telegram-Gruppe, in der gefordert wurde, „Asylheime
       anzuzünden“. [15][Ein Bericht von Gareth Joswig.]
       
       07.30 Uhr: Fast nur Männer im Rennen
       
       afp/taz | Es sind fast nur Männer, die in Baden-Württemberg bei der
       Landtagswahl am Sonntag nach der Macht greifen – und das am 8. März, der
       international als Frauentag gefeiert wird.
       
       Grüne, CDU, SPD, FDP und AfD ziehen mit männlichen Spitzenkandidaten in die
       Wahl. Nur bei der Linken gibt es ein Frauentrio. Dies sind die Kandidaten
       der laut Umfragen aussichtsreichsten Parteien:
       
       Die Grünen ziehen mit Cem Özdemir (60) in die Wahl. Die CDU will mit
       [16][Manuel Hagel] als Spitzenkandidaten nach der Ära des scheidenden
       Grünen-Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann das Amt zurückgewinnen.
       Hagel ist erst 37 Jahre alt, er würde bei einem Wahlerfolg der jüngste
       Ministerpräsident seit Bestehen der Bundesrepublik werden.
       
       Für die [17][SPD ist Andreas Stoch] Spitzenkandidat, genau wie bei der
       Landtagswahl 2021. Stoch ist seit zehn Jahren SPD-Landtagsfraktionschef und
       seit 2018 auch Landesvorsitzender.
       
       Die FDP will mit Hans-Ulrich Rülke als Spitzenkandidat wieder in den
       Landtag.
       
       Die [18][AfD] machte Markus Frohnmaier zu ihrem Frontmann. Der erst 35
       Jahre alte Frohnmaier will zwar Ministerpräsident werden, in den Landtag
       strebt er aber nicht. Frohnmaier hat ein Bundestagsmandat und ist dort
       stellvertretender Fraktionschef.
       
       Nur [19][bei der Linken] soll ein Frauentrio als Spitzenkandidatinnen für
       den erstmaligen Einzug in den Stuttgarter Landtag sorgen. Kim Sophie
       Bohnen, Amelie Vollmer und Mersedeh Ghazaei wurden im vergangenen Jahr von
       einem Landesparteitag gewählt. Das Trio soll ein feministisches Zeichen
       gegen die männlichen Spitzenkandidaten der anderen Parteien sein.
       
       🐾 07.30 Uhr. Autoindustrie in Baden-Würrtemberg: Isch over?
       
       In Stuttgart geraten Autoindustrie und Stadtkasse unter Druck. Absatzkrise,
       Transformation und Sparzwang treffen eine Region, die vom Erfolg lebte.
       [20][taz-Wirtschaftsredakteurin Anja Krüger hat sich vor Ort umgesehen.]
       
       8 Mar 2026
       
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