# taz.de -- +++ Nachrichten im Ukraine-Krieg +++: Selenskyj drängt auf Freigabe von EU-Kreditpaket
       
       > Ungarn hält die Blockade von Ukraine-Finanzhilfe aufrecht. Großbritannien
       > verhängt neue Sanktionen. Der Kreml sagt, er habe seine Kriegsziele noch
       > nicht erreicht.
       
 (IMG) Bild: Selenskyj, von der Leyen, EU-Regierungschefs auf dem Maidan-Platz
       
       Selenskyj wirbt für Kreditpaket
       
       Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat auf die Verabschiedung
       des milliardenschweren Kreditpakets der Europäischen Union für die Ukraine
       gepocht, das Ungarn derzeit blockiert. „Dies ist eine echte finanzielle
       Garantie für unsere Sicherheit und unsere Widerstandsfähigkeit, und es muss
       umgesetzt werden“, sagte Selenskyj in einer Videoansprache vor dem
       Europäischen Parlament in Brüssel. „Ich danke allen, die daran arbeiten,
       dies möglich zu machen“, fügte er hinzu.
       
       Geplant war eigentlich, zum heutigen vierten Jahrestag der russischen
       Invasion den Weg für die Finanzhilfen endgültig freizumachen. Das
       EU-Parlament hatte bereits zugestimmt. Doch das Darlehen konnte an diesem
       Dienstag nicht vom Ministerrat gebilligt werden, weil Ungarn ein Veto
       einlegte. Die Regierung unter Ministerpräsident Viktor Orban begründet die
       Haltung damit, dass Ungarn derzeit über die durch die Ukraine führende
       Druschba-Pipeline kein russisches Öl mehr bekommt. Darüber hinaus
       verweigert das Land die Zustimmung zum 20. Sanktionspaket der EU gegen
       Russland.
       
       Die Unterstützung in Form von Darlehen soll sich bis Ende 2027 auf bis zu
       90 Milliarden Euro belaufen und der Ukraine eine Fortsetzung des
       Abwehrkampfes gegen die russischen Angreifer ermöglichen. Vermutlich wird
       nun bloß ein 100 Millionen Euro schweres Nothilfe-Paket für die
       Energiesicherheit der Ukraine angekündigt werden können. In seiner Rede
       betonte Präsident Selenskyj außerdem, dass es für die Ukraine wichtig sei,
       einen klaren Termin für einen EU-Beitritt zu erhalten. Eine Zusage für die
       Forderung nach einem Datum im nächsten Jahr gibt es seitens der EU bisher
       nicht. Die Spitzen der EU, die Kiew zum Kriegs-Jahrestag besuchten,
       bescheinigten der Ukraine lediglich Fortschritte bei den Reformen für einen
       EU-Beitritt und sicherten dem Land weitere Unterstützung auf dem Weg zu
       einer Mitgliedschaft zu. (dpa)
       
       Orban beharrt auf russischem Öl vor Ukraine-Hilfen
       
       Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban bekräftigt die Blockade wichtiger
       EU-Finanzhilfen für Kiew, solange sein Land kein russisches Öl über die
       durch die Ukraine führende Druschba-Pipeline bekommt. In einem Brief an den
       EU-Ratspräsidenten António Costa, den Orban auch in den sozialen Medien
       veröffentlichte, schrieb er: „Fakten sind Fakten: Es gibt keine technischen
       Hindernisse für einen Neustart der Öl-Lieferungen an Ungarn über die
       Druschba-Pipeline. Dazu ist nur eine politische Entscheidung der Ukraine
       notwendig.“
       
       Orban bezeichnete die Vorgänge und die Haltung der EU in dem Brief als
       „Absurdität“. „Wir (die EU) treffen eine für die Ukraine finanziell
       günstige Entscheidung, die ich persönlich missbillige, danach erschafft die
       Ukraine eine Notfallsituation auf dem Energiesektor in Ungarn und Sie
       verlangen von mir so zu tun, als sei nichts geschehen. Das ist nicht
       möglich“, schrieb er an Costa. „Ich bin nicht in der Lage, jedwede
       Entscheidung zugunsten der Ukraine zu unterstützen, bevor sie (die
       Ukrainer) zur Normalität zurückkehren.“ (dpa)
       
       Hilfsaktion für ukrainische Journalisten
       
       Die Journalistenorganisation „Reporter ohne Grenzen“ hat zu Spenden für
       Medienschaffende in der Ukraine aufgerufen. Es gehe um Schutzausrüstungen,
       Ersatz für beschädigtes Equipment und schnelle Nothilfe, teilte die
       Organisation am Dienstag in Berlin mit. Zudem würden unter anderem
       „Rückzugs- und Trainingsangebote mit individueller psychologischer
       Betreuung“ finanziert. Eine Schutzweste kostet demnach etwa 1.000 Euro, ein
       Helm rund 350 Euro und ein Erste-Hilfe-Set 50 bis 70 Euro.
       
       „Reporter ohne Grenzen“ unterstützt nach eigenen Angaben Medienschaffende
       in der Ukraine seit dem ersten Kriegsmonat 2022. Bislang hätten mehr als
       2.100 Journalistinnen und Journalisten sowie 230 Redaktionen Hilfe
       erhalten, allein im vergangenen Jahr 250 Medienschaffende. (epd)
       
       Großbritannien sanktioniert georgische TV-Sender wegen Desinformation
       
       Großbritannien verhängt Sanktionen gegen zwei regierungsnahe georgische
       Fernsehsender. Den Kanälen Imedi und Postv wird vorgeworfen, gezielt
       irreführende Informationen über den russischen Krieg in der Ukraine zu
       verbreiten. Die Maßnahmen sind Teil eines neuen britischen Sanktionspakets
       gegen fast 300 Personen und Institutionen anlässlich des vierten
       Jahrestages der Invasion. (rtr)
       
       Kreml sieht Kriegsziele in der Ukraine nicht erreicht
       
       Der Kreml hat eingeräumt, dass auch nach vier Jahren Angriffskrieg gegen
       die Ukraine die anfänglich gesteckten Aufgaben bisher nicht umgesetzt
       wurden. „Vollkommen, ja, sind die Ziele bisher nicht erreicht, deshalb geht
       die militärische Spezialoperation weiter“, sagte Kremlsprecher Dmitri
       Peskow der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge.
       Militärische Spezialoperation ist die offizielle Bezeichnung Moskaus für
       den Krieg gegen das Nachbarland. Zugleich sagte Peskow, dass Russland
       bereit sei, eine diplomatische Lösung bei den Verhandlungen mit der Ukraine
       zu finden. „Jetzt hängt alles von den Handlungen des Kiewer Regimes ab“,
       sagte Peskow. Russland habe seine Bedingungen auf den Tisch gelegt, sie
       seien hinreichend bekannt. (dpa)
       
       Briten verabschieden neues Sanktionspaket gegen Russland
       
       Die britische Regierung hat zum vierten Jahrestag des russischen Angriffs
       auf die Ukraine neue Sanktionen verhängt. Das Vereinigte Königreich stehe
       so lange, wie es nötig ist, an der Seite der Ukraine, sagte Premierminister
       Keir Starmer. Er würdigte die „unglaubliche Widerstandsfähigkeit“ des
       europäischen Partners. Das Sanktionspaket ist nach Angaben der Regierung
       das größte seit den frühen Monaten des Krieges. Es zielt insbesondere auf
       die Finanzierung der vom russischen Präsidenten Wladimir Putin angeordneten
       Invasion. Mit Sanktionen belegt wurden unter anderem der Pipeline-Gigant
       PJSC Transneft sowie 175 Unternehmen und 48 Öltanker der sogenannten
       Schattenflotte. Zu dieser gehören meist ältere Schiffe, mit denen Russland
       nach westlichen Angaben versucht, Sanktionen zu umgehen. Es sei kein Krieg,
       der weit vom Vereinigten Königreich entfernt sei, sagte Starmer. Es sei
       Putin, der einem möglichen Frieden im Wege stehe. Die britischen Sanktionen
       sollen auch Unternehmen treffen, die Teile für Drohnen liefern. Außerdem
       stehen Banken und Firmen aus der Kernenergie- und Gasindustrie auf der
       Liste. (dpa)
       
       Medien recherchieren Namen von 200.000 toten Soldaten Russlands
       
       Unabhängige Medien haben die Namen von mindestens 200.000 russischen
       Soldaten ermittelt, die im Angriffskrieg gegen die Ukraine gefallen sein
       sollen. Das russische Nachrichtenportal „Mediazona“ und die britische
       Rundfunkanstalt BBC werteten zusammen mit einem Team von Freiwilligen
       Medienberichte, Beiträge in sozialen Medien und Regierungswebsites aus.
       [1][Das Ergebnis ihrer Recherche veröffentlichten sie am Dienstag], dem
       vierten Jahrestag der russischen Invasion in die Ukraine. Insgesamt
       ermittelten sie die Namen von 200.186 getöteten Militärangehörigen im
       Zeitraum vom 24. Februar 2022 bis zum 19. Februar 2026.
       
       Weder Moskau noch Kiew liefern zeitnahe Daten zu ihren militärischen
       Verlusten. Zudem sind beide Seiten bemüht, die Verluste der Gegenseite
       möglichst hoch erscheinen zu lassen. Die US-Denkfabrik CSIS hatte die obere
       Grenze der geschätzten Zahl der getöteten, verwundeten oder vermissten
       Soldaten auf beiden Seiten in einem Bericht im Januar mit etwa 1,8
       Millionen angegeben. Für die russische Seite gingen die Autoren von
       mindestens 325.000 getöteten Soldaten zwischen Februar 2022 und Dezember
       2025 aus. Die Zahl der im Kampf gefallenen Ukrainerinnen und Ukrainer wurde
       auf bis zu 140.000 geschätzt. (ap)
       
       Merz: Trauern mit Ukraine um Tote
       
       In einer Videobotschaft an das ukrainische Volk hat Bundeskanzler Friedrich
       Merz der Ukraine weitere Hilfe zugesagt. „Deutschland verneigt sich heute
       vor Ihrem unverwüstlichen Mut, Ihrer unerschöpflichen Kreativität und Ihrer
       ansteckenden Zuversicht“, sagt der Kanzler in der Videobotschaft zum
       vierten Jahrestag des ‌russischen „barbarischen Angriffs“ auf das
       Nachbarland. Die Ukraine verteidige die gemeinsame europäische Ordnung und
       die Freiheit. „Mit Ihnen trauern wir an diesem Tag um Ihre Toten. Wir
       weichen nicht von Ihrer Seite.“ Deutschland leiste der Ukraine mehr Hilfe
       als jedes andere Land. Ziel sei eine freie Ukraine in einem sicheren
       Europa. „Hellere Tage werden kommen. Die Ukraine hat sie verdient“, sagt
       Merz. (rtr)
       
       Deutsche Regas importiert US-LNG für Weitertransport in die Ukraine
       
       Das Unternehmen Deutsche Regas importiert über sein LNG-Terminal auf der
       Ostseeinsel Rügen Flüssigerdgas aus den USA für den Weitertransport in die
       Ukraine. Es handle sich um „die erste Lieferung von wiederverflüssigtem LNG
       aus Deutschland in die Ukraine“, erklärte Regas-Chef Ingo Wagner am
       Dienstag. „Wir sind besonders stolz darauf, als einziger privat
       finanzierter und betriebener LNG-Terminal in Deutschland einen direkten
       Beitrag zur Energiesicherheit der Ukraine zu leisten.“
       
       Das Erdgas wird den Angaben nach über Pipelines durch Polen in die Ukraine
       geleitet. Importeur ist der staatliche Energiekonzern Naftogaz. „Dieser
       Winter ist aufgrund des ständigen Beschusses der Gasinfrastruktur und der
       extremen Kälte der schwierigste seit Kriegsbeginn“, erklärte Naftogaz.
       „Diese neue Partnerschaft eröffnet der Ukraine für das laufende Jahr eine
       neue zuverlässige Importroute, und diese Vereinbarung ist nur der erste
       Schritt auf dem Weg zu einer langfristigen Partnerschaft.“ (afp)
       
       Ukraine importiert weiter Strom trotz slowakischer Drohung
       
       Die ‌Ukraine importiert ‌trotz Drohungen aus dem EU-Staat Slowakei
       weiterhin Strom aus ihren Nachbarländern. Der ukrainische Netzbetreiber
       Ukrenergo teilte am Dienstag mit, der Strom fließe entsprechend der
       Kapazitätsauktionen aus allen angrenzenden EU-Staaten sowie der Republik
       Moldau. Hintergrund ist ein Streit um russische Öllieferungen. Der
       slowakische Ministerpräsident Robert Fico hatte am Montag angekündigt, sein
       ‌Land werde keinen Notstrom mehr in die Ukraine exportieren, solange kein
       Öl durch die Druschba-Pipeline in sein Land fließe.
       
       Ukrenergo bezeichnete den slowakischen Schritt als praktisch bedeutungslos.
       Die Ukraine beziehe Strom entweder über reguläre kommerzielle Verträge oder
       als Nothilfe. Letztere werde nur selten und in geringem Umfang für kurze
       Zeiträume benötigt – zuletzt vor über einem Monat. Kommerzielle Lieferungen
       liefen dagegen weiter, was auch Daten des slowakischen Netzbetreibers
       bestätigten. Nach Einschätzung der ‌Beratungsfirma ExPro sind die Importe
       aus der Slowakei und Ungarn für die Ukraine jedoch essenziell: Sie machen
       rund 70 Prozent der gesamten Energieeinfuhren aus. (rtr)
       
       Nordeuropäische Regierungschefs bekräftigen Unterstützung für Ukraine
       
       Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat zum Jahrestag des
       Kriegsbeginns den Abwehrkampf der Ukrainer gegen die russischen Invasoren
       gewürdigt. Die Ukrainer hätten sich in den vergangenen vier Jahren für die
       Freiheit aller Europäer eingesetzt, sagte Frederiksen am Dienstag in Kiew.
       „Ihr Mut und ihre Stärke strahlen im Kampf gegen Putins Dunkelheit. Und sie
       geben denen von uns Hoffnung, die sich ein Europa in Frieden wünschen.“ Ihr
       schwedischer Amtskollege Ulf Kristersson sagte, noch sei der Ausgang des
       Krieges unklar, aber er werde auch Auswirkungen auf Schwedens Sicherheit
       für mindestens die nächste Generation haben. „Und deshalb ist unsere
       andauernde Unterstützung so entscheidend.“
       
       Die beiden gehörten einer Delegation europäischer Regierungschefs und
       Spitzenpolitiker an, die nach Kiew reiste, um zum vierten Jahrestag der
       russischen Invasion in die Ukraine ihre Unterstützung für das angegriffene
       Land zu bekunden. Auch der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski war in
       Kiew und sagte dort, sein Land werde weiter felsenfest hinter dem
       ukrainischen Volk stehen und sich für einen dauerhaften Frieden einsetzen.
       „Nach einigen Tagen sollte hier eine Siegesparade stattfinden“, sagte
       Sikorski mit Blick auf Russlands ursprüngliche Pläne einer schnellen
       Übernahme der Ukraine. „Stattdessen verteidigt sich Kiew auch vier Jahre
       später noch immer.“ (ap)
       
       Bundespolitik demonstriert Schulterschluss mit Kiew und würdigt
       Durchhaltewillen
       
       Zum vierten Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine hat die
       deutsche Bundespolitik den Schulterschluss mit Kiew demonstriert und dazu
       aufgerufen, bei der Unterstützung nicht nachzulassen.
       Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) würdigte zugleich am
       Dienstag den „unglaublichen Durchhaltewillen“ der Menschen in der Ukraine.
       Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) zeigte sich zuversichtlich, dass
       Russland nach vier Jahren Krieg „merkt, dass es am Ende nicht richtig
       Erfolg hat“. Vergangenes Jahr habe Russland ein Prozent des ukrainischen
       Territoriums zusätzlich erobert, „bei riesigen Verlusten“, sagte er RTL. Er
       glaube zudem, dass die wirtschaftliche Situation in Russland mittlerweile
       „schwierig genug“ sei, dass auch Putin sich Gedanken machen werde, „ob es
       Sinn macht, diesen Krieg in dieser Form weiterzuführen“.
       
       Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) versicherte, Deutschland stehe „weiter
       fest an der Seite der Ukraine“. Es geht nicht nur um die ukrainische,
       sondern auch um die europäische Sicherheit. „Putin sollte sich keinerlei
       Illusionen machen, dass unsere Unterstützung für die Ukraine bröckeln
       könnte“, erklärte der Finanzminister und SPD-Parteichef weiter. „Es liegt
       an Russland, endlich ein ernsthaftes Interesse an einem gerechten Frieden
       zu zeigen.“ Die Grünen forderten „mehr und entschlossene Unterstützung“ für
       die Ukraine. Das bedeute härtere Sanktionen und ein konsequentes Vorgehen
       gegen Russlands Schattenflotte, erklärten die Fraktionschefinnen Britta
       Haßelmann und Katharina Dröge. Zudem gehe es um „verbindliche Zusagen, wie
       Deutschland und Europa die Ukraine jetzt konkret unterstützen werden –
       militärisch, diplomatisch und finanziell“.
       
       Linken-Chef Jan van Aken drang erneut darauf, China stärker in eine
       Friedenslösung für die Ukraine mit einzubinden. „Wenn Xi Jinping ruft,
       würde Putin kommen“, sagte er dem Portal t-online. „Genau dieses besondere
       Verhältnis ist in den Bemühungen um den Frieden in der Ukraine ein Gewinn
       und keine Bürde.“ Kanzler Friedrich Merz (CDU) müsse nun „einen Schritt auf
       China zugehen“. Die AfD forderte unterdessen, Deutschland und Frankreich
       müssten zusammen mit Großbritannien „alles dafür tun“, um die
       Friedensbemühungen der USA zu unterstützen und „im Sinne der europäischen
       Souveränität eigenständige Gespräche mit Russland führen“. Das müsse in
       Koordination und Absprache mit den US-Partnern geschehen, erklärte der
       Außenpolitiker Markus Frohnmaier. (afp)
       
       Macron: Ukraine-Krieg ist „dreifaches Versagen für Russland“
       
       Der französische Präsident Emmanuel Macron sieht die Ambitionen Moskaus in
       der Ukraine auf ganzer Linie gescheitert. Der Angriffskrieg gegen die
       Ukraine habe die Fragilität des Imperialismus ein weiteres Mal schonungslos
       offengelegt, erklärte Macron zum vierten Jahrestag des russischen
       Einmarschs auf der Plattform X. „Dieser Krieg ist ein dreifaches Versagen
       für Russland: militärisch, wirtschaftlich und strategisch.“ Der Krieg habe
       die Nato gestärkt. Und er habe die Europäer mobilisiert, statt sie wie von
       Moskau angestrebt zu schwächen, schrieb Macron. (ap)
       
       Nato-Chef: Ukraine braucht wirksame Sicherheitsgarantien
       
       Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat zum vierten Jahrestag des russischen
       Angriffs auf die Ukraine wirksame Sicherheitsgarantien für einen
       dauerhaften Frieden gefordert. „Wenn die Kämpfe endlich aufhören, muss der
       Frieden Bestand haben“, sagte Rutte im Nato-Hauptquartier in Brüssel. Dafür
       brauche es starke ukrainische Streitkräfte und Sicherheitsgarantien von
       Europa, Kanada und den Vereinigten Staaten, fügte der Niederländer hinzu.
       Rutte lobte den Mut der ukrainischen Bevölkerung und Soldaten. „Die Ukraine
       ist eine Nation stiller Helden.“ Es sei unerlässlich, dass die Ukraine
       weiterhin die militärische, finanzielle und humanitäre Hilfe erhalte, die
       sie benötige. Die Ukraine brauche mehr Unterstützung. „Denn ein Versprechen
       von Hilfe beendet keinen Krieg.“ (dpa)
       
       Bericht: Russland exportiert mehr Öl als 2021 – aber verdient weniger
       
       Russland hat im vergangenen Jahr einer Untersuchung zufolge trotz der
       westlichen Sanktionen mehr Erdöl als vor seinem Angriff auf die Ukraine
       exportiert. Allerdings sanken die Einnahmen Moskaus daraus, wie die
       finnische Denkfabrik Zentrum für Energie- und Luftreinhaltungsforschung
       (Crea) am Dienstag berichtete. 93 Prozent des russischen Öls gehen demnach
       nach China, Indien und in die Türkei.
       
       Den Berechnungen der Experten zufolge lag die Exportmenge an russischem Öl
       in den zwölf Monaten bis zum diesjährigen 24. Februar rund sechs Prozent
       über dem Niveau des Vergleichszeitraums bis Februar 2022 – dem Beginn des
       russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Im Vergleich zu den zwölf
       Monaten bis Februar 2025 ist das allerdings ein Rückgang um sechs Prozent.
       Die Einnahmen aus dem Ölverkauf sanken in den zwölf Monaten bis zum
       diesjährigen 24. Februar sogar um 18 Prozent auf rund 85,5 Milliarden Euro.
       (afp)
       
       Moskau meldet Einnahme von Dorf in Region Saporischschja
       
       Das russische ‌Verteidigungsministerium meldet die Einnahme des Dorfes
       Risdwjanka in der zentralukrainischen Region Saporischschja. Die
       ukrainischen Streitkräfte seien aus der Ortschaft verdrängt worden,
       berichtet die amtliche Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf das
       Moskauer Ministerium. Die Angaben lassen sich von Reuters unabhängig nicht
       überprüfen. (rtr)
       
       EU-Sanktionen scheitern an Ungarn
       
       Der EU ist es nicht gelungen, vor dem vierten Jahrestag der russischen
       Invasion in die Ukraine den Weg für neue Sanktionen gegen Moskau und
       milliardenschwere Finanzhilfen für Kyjiw freizumachen. Wie die Deutsche
       Presse-Agentur von EU-Diplomaten erfuhr, [2][blockiert insbesondere Ungarn
       weiter die notwendigen Beschlüsse dafür]. Alle Versuche, Ministerpräsident
       Viktor Orbán zum Einlenken zu bewegen, seien bislang erfolglos geblieben,
       hieß es.
       
       Für die EU ist die Blockade ein bitterer Rückschlag. Sie hatte zum heutigen
       Jahrestag eigentlich ein starkes Signal der Unterstützung an die Menschen
       in der Ukraine senden wollen, bekräftigt durch einen Besuch der EU-Spitzen
       in der Hauptstadt Kyjiw. Den Ukrainern sollte gezeigt werden, dass sie sich
       im Abwehrkampf gegen Russland auf die Hilfe der EU verlassen können.
       Zugleich war es das Ziel, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vor
       Augen zu führen, dass er nicht auf das Nachlassen der europäischen
       Solidarität setzen und stattdessen an den Verhandlungstisch kommen sollte.
       
       Vermutlich wird nun bloß ein 100 Millionen Euro schweres Nothilfe-Paket für
       die Energiesicherheit der Ukraine angekündigt werden können. Dies ist auch
       ohne Einwilligung Ungarns möglich. Bis heute hat die EU nach jüngsten
       Angaben rund 11.000 Stromerzeugungsaggregate und 7.000 Transformatoren in
       die Ukraine geliefert, um die Folgen der zerstörerischen russischen
       Luftangriffe abzufedern. (dpa)
       
       Von der Leyen und europäische Staatenlenker treffen in Kyjiw ein
       
       EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und mehrere Staats- und
       Regierungschefs nordeuropäischer Länder und der baltischen Staaten sind am
       vierten Jahrestag des Beginns des Ukraine-Krieges in dem von Russland
       angegriffenen Land eingetroffen. Sie sei in Kyjiw, um „unseren anhaltenden
       Einsatz für den gerechten Kampf der Ukraine zu unterstreichen“, erklärte
       von der Leyen am Dienstagmorgen im Onlinedienst X. Sie wolle „dem
       ukrainischen Volk wie dem Aggressor“ eine „deutliche Botschaft“ senden:
       „Wir werden nicht nachgeben, bis der Frieden wiederhergestellt ist. Frieden
       zu den Bedingungen der Ukraine.“
       
       Es handelt sich bereits um von der Leyens zehnten Besuch in Kyjiw seit
       Kriegsbeginn. Die seit 2019 amtierende Kommissionschefin reist mit
       EU-Ratspräsident António Costa. Die EU-Spitzenvertreter werden an der
       zentralen Gedenkzeremonie in der ukrainischen Hauptstadt teilnehmen und
       auch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj treffen, wie die
       EU-Kommission mitteilte. Zudem ist ein Besuch einer Energieanlage geplant,
       die von russischen Angriffen beschädigt wurde. Neben von der Leyen reisten
       nach Angaben aus Kyjiw auch mehrere Staats- und Regierungschefs nordischer
       und baltischer Länder in die Ukraine, darunter die dänische
       Regierungschefin Mette Frederiksen, der finnische Präsident Alexander Stubb
       und der schwedische Regierungschef Ulf Kristersson. (afp)
       
       Selenskyj: Putin hat Kriegsziele nicht erreicht
       
       Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat zum vierten Jahrestag des
       russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine erklärt, der russische
       Präsident Wladimir Putin habe seine Kriegsziele nicht erreicht. „Er hat die
       Ukrainer nicht gebrochen. Er hat diesen Krieg nicht gewonnen“, sagte
       Selenskyj in einer am Dienstag veröffentlichten Videobotschaft. „Wir haben
       die Ukraine bewahrt und werden alles tun, um Frieden zu erreichen – und um
       sicherzustellen, dass Gerechtigkeit herrscht.“
       
       Russland war am 24. Februar 2022 – vor genau vier Jahren – in der Ukraine
       mit dem Ziel einmarschiert, die Führung in Kyjiw zu entmachten und weite
       Teile des Landes zu erobern. Nach vier Jahren Krieg hält die russische
       Armee rund 20 Prozent des ukrainischen Territoriums besetzt. In dem Krieg
       wurden hunderttausende Soldaten und zehntausende Zivilisten getötet.
       
       Seit dem Wiedereinzug von Donald Trump ins Weiße Haus drängen die USA auf
       ein schnelles Ende des Krieges. Der US-Präsident übte dabei auch
       erheblichen Druck auf die Ukraine aus. In einem Interview mit dem US-Sender
       CNN rief Selenskyj Trump am Montag auf, an der Seite der Ukraine zu
       bleiben. Die Vereinigten Staaten sollten an der Seite „eines demokratischen
       Landes bleiben, das gegen eine Person kämpft“, fuhr er mit Blick auf
       Kreml-Chef Putin fort. Auf die Frage, ob er glaube, dass Trump genug Druck
       auf Putin ausübt, antwortete Selenskyj: „Nein.“ Zu Putin sagte er weiter:
       „Wir können ihm nicht einfach alles geben, was er will. Denn er will uns
       besetzen. Wenn wir ihm alles geben, was er will, werden wir alles verlieren
       – wir alle, die Menschen werden fliehen müssen oder Russen werden.“ (afp)
       
       ## EU-Ratspräsident macht Orbán schwere Vorwürfe
       
       Ratspräsident António Costa äußerte seinen Unmut über die ungarische
       Blockade am Montag in einem Brief an Orbán und warf diesem einen Verstoß
       gegen den Grundsatz der loyalen Zusammenarbeit in der EU vor. „Keinem
       Mitgliedstaat darf gestattet werden, die Glaubwürdigkeit der vom
       Europäischen Rat kollektiv getroffenen Entscheidungen zu untergraben“,
       schrieb der frühere portugiesische Ministerpräsident.
       
       Er verwies dabei auf eine Grundsatzvereinbarung für die neuen
       Ukraine-Hilfen, die bereits bei einem EU-Gipfel am 18. Dezember getroffen
       worden war. Die Unterstützung in Form von Darlehen soll sich bis Ende 2027
       auf bis zu 90 Milliarden Euro belaufen und der Ukraine eine Fortsetzung des
       Abwehrkampfes gegen die russischen Angreifer ermöglichen. Öffentlich
       begründet Orbáns Regierung die Blockade damit, dass Ungarn über die durch
       die Ukraine führende Druschba-Pipeline derzeit kein russisches Öl mehr
       bekommt. Die Führung in Budapest wirft dem Nachbarland vor, die Nutzung der
       Leitung absichtlich und aus politischen Gründen zu blockieren. Nach
       ukrainischen Angaben sind die Öllieferungen hingegen wegen russischer
       Bombardierungen seit Ende Januar unterbrochen. Reparaturarbeiten seien im
       Gange, wegen der feindlichen Luftangriffe aber gefährlich. (dpa)
       
       Slowakei blockiert Russland-Sanktionen ebenfalls
       
       Neben Ungarn blockiert auch die Slowakei, die [3][bis zuletzt ebenfalls
       noch russisches Öl über die Druschba-Pipeline bezog], die
       Russland-Sanktionen. Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico kündigte
       zudem an, die Notstromlieferungen seines Landes an die Ukraine
       einzustellen, bis der Öltransit in die Slowakei wieder aufgenommen wird.
       Bislang beteiligt sich Fico allerdings nicht an der Blockade des
       Ukraine-Darlehens. (dpa)
       
       Pistorius: Frieden in der Ukraine nur durch Stärke erreichbar
       
       Frieden in der Ukraine ist nach Einschätzung von
       Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) nur durch eigene Stärke
       erreichbar. Daher seien auch die Unterstützer der Ukraine weiterhin in der
       Pflicht, dem Land beizustehen und Stärke zu zeigen, sagte Pistorius am
       Dienstag im Deutschlandfunk. Diese Stärke gelte es dann für Verhandlungen
       zu nutzen. Vor genau vier Jahren hatte Russland seinen völkerrechtswidrigen
       Angriffskrieg gegen das Land begonnen. Inzwischen sei daraus schon seit
       geraumer Zeit ein Abnutzungskrieg geworden, „es gibt kaum nennenswerte
       Bewegung auf dem Gefechtsfeld“, sagte Pistorius. Auch sei militärisch in
       absehbarer Zeit keine Entscheidung zu erwarten.
       
       Der Minister würdigte den „unglaublichen Durchhaltewillen“ der
       Ukrainerinnen und Ukrainer sowie deren „Stärke und Moral“. Umgekehrt werde
       die wirtschaftliche Lage Russlands schwieriger. Daher sei es umso
       wichtiger, an der Unterstützung der Ukraine festzuhalten. „Jetzt ist der
       Zeitpunkt, um den Kurs erst recht zu halten“, betonte der Minister. Mit
       Blick auf die Lieferung deutscher Taurus-Marschflugkörper äußerte sich
       Pistorius allerdings erneut zurückhaltend. Er wies darauf hin, dass die
       Ukraine längst selbst über weitreichende Waffensysteme verfüge. Auch leiste
       Deutschland umfangreiche militärische Unterstützung. (afp)
       
       Friedensgebet für die Ukraine mit Steinmeier und Wadephul
       
       Zahlreiche Politikerinnen und Politiker haben sich zum vierten Jahrestag
       des russischen Angriffs auf die Ukraine in Berlin zu einem Friedensgebet
       versammelt. Unter den Teilnehmern der Andacht am Dienstagmorgen in der
       Französischen Friedrichstadtkirche waren unter anderem Bundespräsident
       Frank-Walter Steinmeier, Außenminister Johann Wadephul (CDU), der
       ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev, sowie Mitglieder
       des Bundestagspräsidiums.
       
       Die Bevollmächtigte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in
       Berlin, Anne Gidion, betonte das andauernde Leid der Ukraine: „So lange
       schon wird das Land verwüstet und ausgelaugt, die Stromversorgung
       zerstört.“ Es seien „vier Jahre Verzweiflung und zugleich Mut zum Leben,
       Hoffnung auf Frieden, Kraft zur Verteidigung gegen die ständigen Angriffe“.
       (epd)
       
       Merz: „Das Schicksal der Ukraine ist unser Schicksal“
       
       Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat zum vierten Jahrestag des russischen
       Angriffs auf die Ukraine [4][erneut den Zusammenhalt der Europäer
       beschworen]. „Seit vier Jahren ist jeder Tag und jede Nacht für die
       Ukrainerinnen und Ukrainer ein Albtraum. Und nicht nur für sie, sondern für
       uns alle. Denn der Krieg ist zurück in Europa“, schrieb Merz auf der
       Plattform X. „Nur mit gemeinsamer Stärke werden wir ihn beenden. Denn das
       Schicksal der Ukraine ist unser Schicksal.“ (dpa)
       
       Ukraine: Fünf Verletzte bei russischen Drohnenangriffen auf Saporischschja
       
       Bei nächtlichen russischen Drohnenangriffen auf die südostukrainische Stadt
       Saporischschja sind am vierten Jahrestag des Kriegsbeginns nach
       Behördenangaben fünf Menschen verletzt worden. Die ukrainische
       Katastrophenschutzbehörde (DSNS) schrieb am Dienstag von Angriffen auf
       „zahlreiche Einrichtungen“ in der Stadt, unter den Verletzten sei ein Kind.
       An einem der Einschlagsorte sei eine Drohne in eine an ein neunstöckiges
       Wohngebäude angrenzende Fabrik eingeschlagen. Der dadurch ausgelöste Brand
       habe sich über 200 Quadratmeter ausgebreitet. Ein weiterer Angriff traf
       demnach unbebautes Gebiet in der Nähe von Wohnhäusern und beschädigte fünf
       Gebäude und mehrere Autos, die in einem Innenhof geparkt waren.
       
       Saporischschja liegt unweit der südlichen Front im Ukraine-Krieg, die
       russische Armee greift die Stadt nahezu täglich mit Drohnen oder Raketen
       an. Am Montag waren laut Behörden in Saporischschja und der
       Schwarzmeerhafenstadt Odessa drei Menschen bei russischen Angriffen getötet
       worden. (afp)
       
       Ukraine-Krieg verursacht in vier Jahren immense Klimaschäden
       
       In den vier Jahren des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine sind nicht
       nur Hunderttausende Menschen getötet und verletzt worden – auch die Umwelt
       und das Klima wurden massiv geschädigt. Seit Februar 2022 sind 311
       Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente ausgestoßen worden – das sind
       halb so viel klimaschädliche Treibhausgase, wie Deutschland jährlich
       freisetzt. Dies zeigen neue Berechnungen der Initiative zur
       Treibhausgasbilanzierung von Kriegen (IGGAW).
       
       Ein gutes Drittel (37 Prozent) der Gase kam demnach durch den Krieg selbst
       in die Atmosphäre, etwa durch die enormen Mengen an Kerosin, Öl und Diesel,
       die Jets, Schiffe und Panzer verbrennen. Ein weiterer wichtiger Faktor sind
       vom Krieg entfachte Wald- und Buschbrände, die für ein knappes Viertel der
       Emissionen verantwortlich sind. Sie wüteten mehrheitlich an den oder nahe
       der Frontlinien oder in Grenzgebieten.
       
       Die Ukraine fordert von Russland Schadenersatz für während des
       Angriffskriegs erlittene Klimaschäden. Damit soll ein umweltfreundlicher
       Wiederaufbau nach dem Krieg finanziert werden, wie das Land auf der
       UN-Klimakonferenz im November in Brasilien gefordert hatte. Die Summe
       beträgt inzwischen 57 Milliarden US-Dollar. Die Ansprüche sollen beim
       Schadensregister für die Ukraine des Europarats eingereicht werden. (dpa)
       
       Sprengstoffanschlag in Moskau: Zwei Tote und mehrere Verletzte
       
       Ein Angreifer hat in der russischen Hauptstadt Moskau einen Sprengsatz in
       der Nähe eines Polizeistreifenwagens gezündet und dabei einen Polizisten
       und sich selbst getötet. Zwei weitere Beamte seien verletzt und ins
       Krankenhaus gebracht worden, teilte das Innenministerium in Moskau mit. Der
       Anschlag ereignete sich wenige Minuten nach Mitternacht in der Nähe des
       Sawjolowski-Bahnhofs im Stadtzentrum. Laut Ministerium näherte sich der
       Angreifer einem Verkehrspolizeiwagen und zündete den Sprengsatz.
       
       Das russische Ermittlungskomitee erklärte, eine Untersuchung des Anschlags
       eingeleitet zu haben. Weitere Details wurden nicht genannt. Der Anschlag
       ereignete sich am vierten Jahrestag der russischen Invasion in die Ukraine.
       (ap)
       
       UN-Chef: Ukraine-Krieg ist Schandfleck für kollektives Bewusstsein
       
       Anlässlich des vierten Jahrestags des russischen Angriffs auf die Ukraine
       hat UN-Generalsekretär António Guterres zu einem sofortigen und
       bedingungslosen Waffenstillstand aufgerufen. „Dieser verheerende Krieg ist
       ein Schandfleck für unser kollektives Bewusstsein und stellt weiterhin eine
       Bedrohung für den regionalen und internationalen Frieden und die Sicherheit
       dar“, hieß es in einer Mitteilung des UN-Generalsekretärs.
       
       Guterres stellte die vielen zivilen Opfer in den Vordergrund: „Die
       Zivilbevölkerung trägt die Hauptlast dieses Konflikts; das Jahr 2025
       verzeichnete die bislang höchste Zahl getöteter Zivilisten in der Ukraine.
       Das ist schlicht inakzeptabel.“ Das russische Militär hat in den
       vergangenen Monaten verstärkt zivile Ziele in der Ukraine angegriffen. An
       diesem Dienstag (24. Februar) geht der russische Angriffskrieg in sein
       fünftes Jahr. (dpa)
       
       Slowakei: Öllieferungen sollen am 25. Februar wieder anlaufen
       
       Die unterbrochenen Öllieferungen über die Druschba-Pipeline ‌in die
       Slowakei sollen am Mittwoch wieder aufgenommen werden. Über diese
       Verzögerung habe die ukrainische Seite den Netzbetreiber Transpetrol
       informiert, teilt das slowakische Wirtschaftsministerium mit. Die Regierung
       in Bratislava hatte im Streit über die Lieferungen die Einstellung der
       Nothilfe für das ukrainische Stromnetz angeordnet. (rtr)
       
       24 Feb 2026
       
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