# taz.de -- taz-Männer machen mobil: Frauentag, ach Menno! Jetzt wird zurückgestreikt
> Internationaler Frauentag, feministaz und taz-FLINTA*-Streik machen
> Männer mobil. Es gilt, die fatalen Prozesse aufzuhalten.
(IMG) Bild: Mannomann: Diese U-Bahnstation heißt eigentlich „HERR“ „MANN“-Platz. Am Frauentag wurde sie umbennant
Es hat ein bisschen gedauert, sie sind halt etwas langsam. Aber knapp eine
Woche nach dem Internationalen Frauentag, der feministaz und dem
taz-FLINTA*-Streik scheinen auch die Cis-Männer in der taz allmählich zu
begreifen, was die Stunde geschlagen hat.
„Wir können uns da nicht mehr einfach heraushalten und die Flintas alleine
kämpfen lassen. Es wird Zeit, dass wir endlich auch was tun, um die
Missstände zu beheben“, hört man Redakteure flüstern, die schlechten
Gewissens auf den Raucherbalkonen herumschleichen, während die vom Streik
zurückgekehrten Kolleg*innen längst wieder arbeiten und die nächste
Zeitung produzieren.
„Stimmt, so wie bisher kann es wirklich nicht weitergehen“, jault ein
Cis-Kollege, dem die Sache spürbar nahegeht. „Jeden zweiten Tag eine
Sonderausgabe für FLINTA*, also für alle außer uns, das ist doch
himmelschreiend ungerecht, wo ist da die Balance?“ „Hier jedenfalls nicht“,
jammert ein Höhenängstlicher auf dem Balkon. „Spätestens ab dem vierten
Stock wird’s mit dem Gleichgewicht kritisch.“
In der Tat lässt sich nicht bestreiten, dass viele Ressortleitungen, die
halbe Geschäftsführung und [1][alle drei Sessel in der Chefinnenredaktion]
weiblich besetzt sind. „Das geht doch nicht“, flucht einer der
unterdrückten Männer. „Frauen an der Macht, so was gibt’s sonst nur bei
Rechtsextremen, die Weidel, Meloni und Le Pen als Chefinnen haben.“ In
allen ordentlichen linken Organisationen hingegen würden traditionell
Frauenrechte hochgehalten und Männer aufgestellt.
## Schaut auf die SPD
Dass ausgerechnet die taz dieses eherne linke Gesetz missachte, sei „ein
Skandal und ein historischer Fehler, der uns in den Abgrund führt“. Wie man
es als Linke richtig macht, zeige [2][zum Beispiel die SPD], die noch nie
eine Frau an die Macht gebracht und mit dieser genialen Strategie
nachweislich viel Erfolg hat. „Das hat man doch bei allen Wahlen in den
letzten Jahren gesehen!“
Noch bessere Vorbilder seien nur die USA, Russland, Israel und Iran. Die
legten schließlich gerade ganz ohne Frauen, geschweige denn FLINTA*, die
Welt höchst erfolgreich in Schutt und Asche. „Genau! Daran sollten wir uns
orientieren“, ruft ein bisher passiv leidender taz-Cis-Mann. „Wir müssen
uns organisieren und zurückstreiken!“ Nur einen Namen braucht die
[3][Männerbewegung] noch. Im Gespräch ist MENNO*.
14 Mar 2026
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## AUTOREN
(DIR) Lukas Wallraff
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