# taz.de -- Patriarchat
(DIR) Schutz für von Gewalt betroffene Frauen: Frauenhäuser ausgebaut, Täterarbeit im Probebetrieb
Während Berlin ein neues Frauenhaus eröffnet, schlagen Träger aus der
Täterarbeit Alarm. Sie fordern mehr Ressourcen für ihre Arbeit.
(DIR) Gewaltschutz mit GPS-Sender: Fußfessel hilft gegen gewalttätige Männer
Eigentlich kann die elektronische Fußfessel zum Schutz vor häuslicher
Gewalt erst ab Juli 2027 angeordnet werden. Dennoch gab es schon knapp 80
Fälle.
(DIR) Christopher Street Day: Gibt es zu viele freischwingende Schwänze auf dem CSD?
Am Samstag strömen wieder Hunderttausende zum CSD, dabei werden auch viele
Geschlechtsteile ausgehängt. Ist das übergriffig – oder befreiend?
(DIR) Frauenfeinde in Florida festgenommen: Die Taten von Tate und Tate
Die Influencer Andrew und Tristan Tate wurden in Miami festgenommen. Die
Liste ihrer mutmaßlichen Vergehen wird immer länger.
(DIR) Historiker über Faschismus auf Mallorca: „Es ging darum, das Patriarchat wiederherzustellen“
Das Buch „Mallorca 1936“ erinnert an die Kämpferinnen im Spanischen
Bürgerkrieg. Sie provozierten Faschisten und Konservative – und tun es bis
heute.
(DIR) Femizid-Debatte um RTL+-Show: Frauenhass als Entertainment
In der Reality-TV-Show „Bad Boyfriends“ erwähnt ein Teilnehmer einen
Femizid, jegliche Einordnung bleibt aus. Fans sind empört – und das ist gut
so.
(DIR) Fußball und Kunst: Feministisches Update für den Gästeblock
Aleen Solaris Ausstellung „Tribute to Bicce“ zeigt in der Kunsthalle
Osnabrück eine kluge, kühne Rauminstallation, die für Diversität kämpft.
(DIR) Feministin über das Gesellschaftssystem: „Wir sollten das Patriarchat auf die Couch schicken“
Das straff organisierte Patriachat ist für feministische Kräfte gefährlich.
Dagegen hilft die Suche nach Gemeinsamkeiten, glaubt Katharina Linnepe.
(DIR) Übergriffe am Filmset: Film brennt gut
Für realistische Reaktionen der Schauspielerinnen nutzten manche Regisseure
und Co-Stars Gewalt. Die Szenen blieben drin. Liebe Kritik daran reicht
nicht aus.
(DIR) Feministische Führungskräfte: „Feminismus bedeutet Aushandlung“
Sind Linke und FLINTA die besseren Chef*innen? Nein, sagen Steff Urgast und
Dana Müller in ihrem Buch. Feministische Institutionen wollen sie nicht
angreifen, sondern stärken.
(DIR) Wim Wenders und die Nacktszenen: Es ist nicht kompliziert
Die Debatte über Wim Wenders’ Film „Falsche Bewegung“ ist einfacher gelöst
als gedacht. Nacktszenen mit Kindern sollte es damals wie heute nicht
geben.
(DIR) Härtere Strafen für Femizide: Gegen patriarchales Besitzdenken
Femizide sollen künftig generell als Mord bestraft werden. Bisher gelten
sie häufig als Totschlag. Das könnte das Verständnis solcher Taten
verbessern.
(DIR) Soziologe und Comedian über Männlichkeit: „Glücklich ohne Lamborghini“
Ein Gespräch mit dem Comedian Aurel Mertz und dem Soziologen Aladin
El-Mafaalani über große Egos, fehlende Selbstliebe und gefährliche Trends.
(DIR) Trend des Gürtels: Ein dominierendes Accessoire
Ob schmal oder breit, geflochten oder seitlich gebunden: Gürtel tragen ist
in. Sind sie bloß weitere Requisiten des GenZ-Körperkultes oder mehr?
(DIR) Anna Dushime Buch „1000 letzte Dates“: Eine Mogelpackung mit System
Anna Dushime datet sich für ihr Buch „1000 letzte Dates“ durch Tinder & Co
und folgert: Die heteronormative Beziehung ist zum Scheitern verurteilt.
(DIR) Walpurgisnacht in Berlin: Keine Nacht ohne Macker
Bei der „Take back the night“-Demo demonstrieren in Berlin 3.000
Feminist*innen gegen patriarchale Gewalt. Die Demo ist cis-männlicher
als früher.
(DIR) Berliner Projekt gegen digitale Gewalt: Wenn der Ex-Partner im Stofftier mitreist
Ein landesweites Projekt soll Fachkräfte gegen Stalker-Softwares und
Tracking schulen. Die Polizei stecke oft noch im digitalen Gestern fest,
monieren Expert:innen.
(DIR) Urteil gegen Autofahrer: Sie waren sofort tot
Ein SUV, ein schwerer Fahrfehler und ein Mann, der in Esslingen eine Mutter
und zwei Kinder totfuhr. Wie das Gericht entschieden hat.
(DIR) Polizeiliche Kriminalstatistik: Die Verbrecher sind alle Männer
Ob Sexualdelikte oder Gewässerverschmutzung. Die meisten Verbrechen werden
von Männern begangen. Besser, man kommt ihnen nicht zu nah.
(DIR) Schau über eine frühe Frauenkunstschule: Frauen am Rande der Wahrnehmung
Eine Ausstellung in Stade erinnert an eine frühe private Kunstschule für
Frauen. Ab Ende des 19. Jahrhunderts ermöglichte sie professionelle
Ausbildung.
(DIR) Sexualisierte Gewalt: Das Patriarchat schlägt brutaler denn je zurück
In den Jahren vermeintlicher Gleichstellung schien die Maskulinistenszene
an den Rand gedrängt. Aber sie war nie weg, agierte nur weniger öffentlich.
(DIR) Kuku Schrapnell „Gender Punks“: Schon immer Punk
Queere Ikonen seit 1750: Kuku Schrapnell erzählt in „Gender Punks“
Geschichten von transgeschlechtlichen Personen vergangener Jahrhunderte.
(DIR) Thessaloniki: Frauenstatue mit christlicher Parole beschmiert
Unbekannte haben in Thessaloniki eine feministische Statue beschmiert. Die
„Frau im Bus“ steht erst seit Mai 2025 in Griechenlands zweitgrößter Stadt.
(DIR) Rassismus im Hamburger Amt für Migration: Mitarbeiterin hält Gewalt gegen Frauen für „importiert“
In einer Schulung soll eine Behördenmitarbeiterin Gewalt gegen Frauen auf
die Herkunft zurückgeführt haben. Frauenhäuser werfen dem Amt Verharmlosung
vor.
(DIR) Autorin über Feminismus und Freiheit: „Mit High Heels hat man keine Standfestigkeit“
Feministin Antje Schrupp hat ein neues Buch geschrieben. Ein Gespräch über
Tradwives, weibliches Begehren und was es für Veränderung bräuchte.
(DIR) Dokumentarfilm „Bucks Harbor“: Das ist eine Männerwelt
Der amerikanische Dokumentarfilm „Bucks Harbor“ von Pete Muller begleitet
Fischer in Maine. Ihre raue Schale müssen sie sich oft zulegen.
(DIR) Eheschließungen auf Rekordtief: Das Fehlen der feministischen Männer
Wer den Trend zu weniger Hochzeiten stoppen will, muss sich die Männer
vorknöpfen. Mehr Respekt und Zugewandtheit heben die Chance auf das Jawort.
(DIR) Anwältin über die Dunkelfeldstudie: „Das Ausmaß der Gewalt ist erschütternd“
Frauen und Männer erfahren laut einer Studie etwa gleich viel Gewalt in
Beziehungen. Stimmt das? Die Anwältin Christina Clemm ist skeptisch.
(DIR) Zu viel Böses ist männlich: Der Tod, ein bitteres Lebenselixier
All die scheinbar großen Männer – am Ende werden auch sie nur abkratzen,
weiß unser Kolumnist. Was also haben wir zu verlieren?
(DIR) Neue Studie zu Femiziden: Warum Männer Frauen töten
Gewalt gegen Frauen ist trotz ihrer Häufigkeit kaum untersucht.
Wissenschaftler:innen haben nun Beweggründe für Femizide umfassend
analysiert.
(DIR) Schriftsteller Altıntaş über Trauer: „Ich bin mit bestimmten Männlichkeitsbildern aufgewachsen“
Der Schriftsteller Fikri Anıl Altıntaş setzt sich in seinem Roman mit dem
Tod seiner Mutter auseinander und wie Trauer patriarchal geprägt ist.
(DIR) Neuer Roman von Nina George: Flucht aus einem Frauenleben
Nina Georges Roman „Die Passantin“ ist ein hartes Buch, voller Wut über
patriarchale Gewalt. Die Autorin beherrscht ihre Geschichte souverän.
(DIR) Essay über Dick Pics: Symbolisch flexible Pimmel
Der Penis als Bildmotiv. Die Publizistin Sarah Koldehoff untersucht in
einem lehrreichen Essay das Phänomen des Dick Pics.
(DIR) Pendo Zawose über Musik in Tansania: „Nachts aufzutreten, wird für Frauen als riskant betrachtet“
Musik ist in Tansania eine Männerdomäne. Die Zawose Queens brechen damit.
Pendo Zawose über Tradition und die allmähliche Anerkennung von
Musikerinnen.
(DIR) Buch über den Pelicot-Prozess: Diskutieren ohne Männer
Bei der Buchpremiere von „Mit Männern leben“ über den Pelicot-Prozess wurde
deutlich: Sexuelle Gewalt empört vor allem Frauen.
(DIR) Bekämpfung patriarchaler Strukturen: Die echten Feministen
Beim „profeministischen Kongress“ in den Mehringhöfen in Berlin-Kreuzberg
beschäftigen sich cis-Männer kritisch mit ihrer Männlichkeit und
Profeminismus.
(DIR) Die Wahrheit: Superheld in Adiletten
Immer noch unterwegs: Nachfolgend und letztgültig die Typenbeschreibung zum
PATRIARCHAT-MANN. Still ist es um ihn geworden, kein Wunder das.
(DIR) USA-Geschichtsklassiker auf Deutsch: Geschichte entzündet sich an Erfahrungen der Entrechteten
Howard Zinns „Eine Geschichte des amerikanischen Volkes“ ist das wichtigste
Gegen-Geschichtsbuch der USA. Es liegt jetzt in deutscher Übersetzung vor.
(DIR) Reaktionäres US-Frauenmagazin „Evie“: Glanz, Glamour, Gehorsam
Das US-Magazin „Evie“ gibt sich unpolitisch. Doch die Lektüre zeigt
reaktionäre Frauenbilder: kein Sex vor der Ehe, zu Hause bleiben statt
arbeiten.
(DIR) Anti-Feminismus auf dem Land: „Schiefheilung“ bedrohter Männlichkeit
Die Ablehnung von Feminismus geht oft einher mit der Idealisierung
ländlicher Idylle. Über die Verbindungen von Autoritarismus und
„Provinzialität“.
(DIR) Muscle Gap: Der Bizeps gehört dem Patriarchat
Das Maßregeln weiblicher Muskeln dient dem patriarchalen Machterhalt. Denn
eine schwache Frau lässt sich besser kontrollieren.
(DIR) Theaterautor Roland Schimmelpfennig: Die Schönheit des Traurigen
Roland Schimmelpfennig gehört zu den meistgespielten Theaterautoren.
Zuletzt eröffneten die Nibelungenfestspiele mit einem Text von ihm. Ein
Porträt.
(DIR) Ideen für den Fußball der Frauen: Alter Sexismus in neuem Gewand
Wieder mal macht ein Mann Vorschläge zur Verbesserung des Frauenfußballs.
Die Idee, Drittel statt Halbzeiten zu spielen, bevormundet Frauen.
(DIR) Frauenmord vor Berliner Gericht: Für die Anklage nur Routine
Nach einem mutmaßlichen Femizid wollen Staatswanwaltschaft und Verteidigung
sich über das Strafmaß einigen. Von patriarchaler Gewalt ist keine Rede.
(DIR) Tod von Nadja Abd el Farrag: Vom Patriarchat gefressen
Die Entertainerin Nadja Abd el Farrag, bekannt als Naddel, ist verstorben.
Zuvor litt sie an Leberzirrhose. Doch auch Presse und Patriarchat sind
schuld.
(DIR) Youtube-Wettrennen „The Race“: Frauen können nicht gewinnen
In der Roadtrip-Serie „The Race“ hat eine Frau gewonnen. Was die
Zuschauer:innen daran kritisieren ist weit enternt vom eigentlichen
Problem.
(DIR) Theodora Becker über Prostitution: „Die Grenzen verschwimmen“
Theodora Becker untersucht den aufgeladenen Prostitutionsdiskurs seit dem
18. Jahrhundert und erklärt, was an der Tätigkeit zu retten wäre.
(DIR) Theateradaption von „Und alle so still“: Ein Experiment mit dem Schweigen
Das Schauspiel Hannover zeigt Mareike Fallwickls Roman als
Empowerment-Stück über Ausbeutung. Glorifiziert wird die Verweigerung der
Figuren nicht.
(DIR) Femizide in Deutschland: „Das größte Sicherheitsproblem ist patriarchale Gewalt“
In Deutschland gibt es fast einen Femizid pro Tag. Bei einer
taz-Veranstaltung in Hamburg fragten die Sprecherinnen: Wann schlagen wir
das Patriarchat zurück?
(DIR) frauentaz: Das Matriarchat der Texte
Die Idee einer emanzipierten, solidarischen, gerechten Welt steht im Feuer.
Was ist die Antwort auf Hierarchie, Hass, Hetze und zunehmenden
Antifeminismus?