# taz.de -- Studie zu Folgen des Klimawandels: Tage mit hohem Waldbrandrisiko haben sich fast verdreifacht
> Das Wetter begünstigt Waldbrände fast weltweit stärker als noch vor
> wenigen Jahrzehnten. Immer häufiger brennt es in mehreren Regionen
> gleichzeitig.
(IMG) Bild: Immer mehr Waldbrände gibt es auch in Brasilien, so wie hier bei Corumbá im Pantanal
Die Anzahl der Tage mit hohem Waldbrandrisiko hat sich weltweit in weniger
als 50 Jahren fast verdreifacht. [1][Das zeigt eine im Fachmagazin Science
Advances veröffentlichte Studie.] Der Anstieg sei zu großen Teilen auf
[2][den vom Menschen verursachten Klimawandel] zurückzuführen, heißt es.
Zwischen 1979 und 1994 gab es laut der Studie jährlich durchschnittlich 22
Tage mit hohem [3][Waldbrandrisiko]. Das sind Tage mit außergewöhnlich
trockenen, windigen und warmen Wetterbedingungen. 2023 und 2024 sei die
Zahl auf über 60 Tage gestiegen. In 10 von 14 untersuchten Gebieten zeigte
sich der klare Aufwärtstrend, besonders stark betroffen war Südamerika. Nur
in Regionen in Südostasien war ein Rückgang der sogenannten Feuerwettertage
zu verzeichnen.
Das steigende Waldbrandrisiko setzt sich dabei laut den
Wissenschaftler*innen aus mehreren Faktoren zusammen. Regnet es länger
nicht, fehlt den Böden in den oberen Schichten Wasser, was das Risiko
erhöhe. Es kommt aber auch auf die Gegebenheiten vor Ort an, auf die das
Wetter trifft: In monokulturellen Nadelwäldern wirke sich das noch deutlich
drastischer aus als in Mischwäldern.
Die voranschreitende Erderwärmung sorge dafür, dass unterschiedliche
Regionen zur gleichen Zeit dieselben Wetterbedingungen aufweisen.
Gemeinsamkeiten würden sich insbesondere zwischen Nordamerika, Europa,
Nordasien, dem Mittleren Osten und Südamerika abzeichnen. Laut der Studie
besteht dort an 30 Tagen pro Jahr ein hohes Risiko für Waldbrände in
mehreren Regionen gleichzeitig.
## Brandbekämpfung wird schwerer
Das wirke sich auch auf die Bekämpfung des Feuers aus, warnen die
Wissenschaftler*innen. Hilfe aus angrenzenden Gebieten ist schließlich
schwerer zu bekommen, wenn diese mit eigenen Bränden beschäftigt sind.
Als Lösung dafür sieht die Studie international koordinierte Bemühungen zur
Brandbekämpfung. Frühwarnsysteme sollen etwa Abhilfe schaffen. Gleichzeitig
müsse die Bevölkerung gezielt vor den Rauchschäden geschützt werden, denn
die Waldbrände sind nicht nur zerstörerisch, sondern beeinflussen auch die
Luftqualität dramatisch.
20 Feb 2026
## LINKS
(DIR) [1] https://www.science.org/doi/epdf/10.1126/sciadv.adx8813
(DIR) [2] https://climate.ec.europa.eu/climate-change/causes-climate-change_de
(DIR) [3] https://www.dwd.de/DE/leistungen/waldbrandgef/waldbrandgef.html
## AUTOREN
(DIR) Philipp Embach
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