# taz.de -- Dortmund untersagt AfD-Veranstaltung: Kein Bock auf Björn Höcke
> Der CDU-Oberbürgermeister von Dortmund will verhindern, dass der
> rechtsextreme Thüringer AfD-Chef eine Rede im Rathaus hält. Die AfD will
> klagen.
(IMG) Bild: Rechtsextremist: Thüringens AfD-Landeschef Höcke
dpa/taz | Die Stadt Dortmund hat der AfD-Ratsfraktion verboten, ihren
Neujahrsempfang mit dem rechtsextremen thüringischen AfD-Landeschef Björn
Höcke im Rathaus zu veranstalten. Oberbürgermeister Alexander Kalouti (CDU)
habe die für Sonntag geplante Veranstaltung im Rathaus „für nicht zulässig
erklärt“, teilte die Stadt mit. Es gehe darum, das Rathaus als „zentralen
Ort der Demokratie in Dortmund“ zu schützen.
Mit der „Einladung von Herrn Björn Höcke als Gastredner ist der Charakter
eines Neujahrsempfangs einer Fraktion im Rat der Stadt Dortmund nicht mehr
gegeben“, schrieb Kalouti zur Begründung an die AfD. Höcke gebe dem Empfang
vielmehr den Charakter einer Parteiveranstaltung. „Diese sind im Rathaus
jedoch generell nicht zugelassen“, argumentierte [1][der
christdemokratische Rathauschef].
Die AfD prüft nun weitere Schritte. „Wir werden versuchen, uns mit allen
juristischen Mitteln gegen die Untersagung zu wehren“, sagte Fraktionschef
Heiner Garbe auf Anfrage. „Die Stadt hat offensichtlich versucht, einen
juristischen Dreh zu finden, um unseren Neujahrsempfang zu verhindern.“
Dass eine Fraktion einen externen Redner einlade, ändere nichts am
Charakter der Veranstaltung, sagte AfD-Mann Garbe. „Nach außen haben wir
auch in keiner Weise mit der Einladung von Herrn Höcke geworben.“
## AfD-Gegner:innen hatten Demo geplant
Zahlreiche Parteien und Gewerkschaften hatten zuletzt schon gegen den
Neujahrsempfang der AfD protestiert, [2][die aktuell vor allem durch
exzessive Vetternwirtschaft in ihren parlamentarischen Reihen von sich
reden macht – auch in Nordrhein-Westfalen]. Für Sonntagabend war eine
Demonstration vor dem Rathaus geplant.
Die Stadtverwaltung hatte bislang immer argumentiert, sie könne den
Neujahrsempfang der AfD nicht unterbinden, da alle Ratsfraktionen
gleichermaßen das Recht hätten, das Rathaus für ihre Veranstaltungen zu
nutzen.
Der Thüringer AfD-Chef Höcke ist zweimal wegen der Verwendung einer
verbotenen Nazi-Parole rechtskräftig verurteilt worden. In Thüringen wird
die AfD vom dortigen Landesverfassungsschutz als gesichert
rechtsextremistisch eingestuft und beobachtet.
Zuletzt [3][hatten bayerische Behörden versucht], zwei Wahlkampfauftritte
des Frontmanns des offiziell aufgelösten völkisch-nationalistischen
„Flügels“ im Allgäu und in Oberfranken zu verhindern. Sie scheiterten vor
Gericht. Höcke und die AfD konnten ihre Veranstaltungen durchziehen.
20 Feb 2026
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