# taz.de -- Von Shuttlebussen bis Reisetaschen: Trump-Firma meldet Markenrechte für Flughäfen an
       
       > Trump will, dass mehrere Flughäfen in den USA nach ihm benannt werden.
       > Die Trump Organization hat nun seinen Namen als Marke dafür schützen
       > lassen.
       
 (IMG) Bild: Im goldenen Rahmen: Porträt des amtierenden US-Präsidenten im Weißen Haus in Washington
       
       ap | Das Unternehmen der Familie von [1][Donald Trump] hat beim
       US-Patentamt beantragt, die Verwendung des Präsidentennamens auf Flughäfen
       als Marke schützen zu lassen. Die Trump Organization erklärte, dass sie
       vorerst keine Gebühren erheben wolle – zumindest nicht für eine geplante
       Umbenennung eines Flughafens in der Nähe seines Hauses in Florida. Die bei
       der Behörde eingereichten Anträge des Unternehmens zielen jedoch darauf ab,
       exklusive Rechte für die Nutzung des Namens auf Flughäfen und Dutzenden
       damit verbundenen Fahrzeugen und Gegenständen zu erhalten – von
       Shuttlebussen über Regenschirme bis hin zu Reisetaschen.
       
       Die Anträge erfolgten vor dem Hintergrund einer Debatte in Florida über
       einen Gesetzesvorschlag, den Flughafen Palm Beach nach Trump zu benennen.
       Daneben soll auf Trumps Wunsch auch der Dulles International Airport in
       Virginia seinen Namen tragen sowie ein Tunnel zwischen New York und New
       Jersey, über dessen Finanzierung zuletzt ein Streit entbrannt war.
       
       Die Trump Organization erklärte, die Anträge seien durch das
       Gesetzesvorhaben in Florida ausgelöst worden, und dass sie keinen Gewinn
       anstrebe – lediglich den Schutz vor „schlechten Akteuren“, da der Name
       Trump die „am meisten verletzte Marke der Welt“ sei. Diese Behauptung
       konnte von der AP nicht sofort überprüft werden.
       
       Das Unternehmen antwortete zunächst nicht auf Fragen, ob es in Zukunft für
       die Nutzung des Namens an anderen Flughäfen oder für die in den Anträgen
       geschützten Waren Lizenzgebühren erheben werde.
       
       ## Normalerweise müssen Präsidenten jahrelang warten, bis ein Flughafen
       nach ihnen benannt wird
       
       Josh Gerben, ein auf Markenrecht spezialisierter Anwalt, der die Anträge am
       Wochenende entdeckte, erklärte, dass dies die ersten ihrer Art seien, die
       ihm je begegnet seien. Noch nie habe ein amtierender Präsident im Vorfeld
       solcher Benennungen Markenrechte beantragt. Dies sei „völlig beispiellos“.
       
       Auf Kritik, er und [2][seine Familie würden von der Präsidentschaft
       profitieren], entgegnete Trump, dass sein Unternehmen in einem
       Treuhandfonds seiner Söhne gehalten werde und er selbst keine Verantwortung
       im Geschäft habe.
       
       Normalerweise müssen Präsidenten jahrelang warten, bis ein Flughafen nach
       ihnen benannt wird – oder gar sterben. Bill Clinton wartete 11 Jahre,
       Ronald Reagan 9 Jahre, Gerald Ford 22 Jahre. Im Fall John F. Kennedy
       erfolgte die Namensgebung am schnellsten – nur einen Monat nach seiner
       Ermordung 1963 trug ein Flughafen in New York seinen Namen.
       
       18 Feb 2026
       
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