# taz.de -- Nach Grönland-Krise: Nato startet Mission zur Sicherung der Arktis
> In der Arktis erhöht die Nato ihre Militärpräsenz und startet die Mission
> Artic Sentry. Die Bundeswehr beteiligt sich mit vier Eurofightern.
(IMG) Bild: Das Militärschiff HDMS Knud Rasmussen der Königlich Dänischen Marine bei Nuuk, Grönland (15.1.2026)
rtr/afp | Die Nato hat als Reaktion [1][auf die Spannungen um Grönland]
einen neuen Einsatz zur Stärkung ihrer Präsenz in der Arktis begonnen.
Dieser werde die zunehmende Militärpräsenz der Nato-Verbündeten in der
Region koordinieren, teilte das Militärhauptquartier des Bündnisses am
Mittwoch mit. Auch Deutschland wird sich beteiligen.
Arctic Sentry ist Teil einer Vereinbarung, die auch die Spannungen
innerhalb der Allianz entschärfen soll. Ausgelöst wurden diese durch den
Wunsch von US-Präsident Donald Trump, dass [2][die USA das zu Dänemark
gehörende Grönland] erwerben.
Arctic Sentry betont die Verpflichtung des Bündnisses, seine Mitglieder zu
schützen und die Stabilität in einem der strategisch bedeutsamsten und
ökologisch anspruchsvollsten Gebiete der Welt zu wahren“, sagte
US-Luftwaffengeneral Alexus Grynkewich, der Oberbefehlshaber der Nato in
Europa. Im Auge hat die Nato vor allem russische, aber auch chinesische
Aktivitäten in der Region.
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sagte, in einem ersten
Schritt werde sich die Bundeswehr mit vier Eurofightern und
Luft-Betankungsoptionen am Einsatz beteiligen. „Was darüber hinaus in der
Folgezeit passieren wird, wird innerhalb der Nato zwischen den Partnern
dann morgen und übermorgen abgestimmt.“
## Weiter Gespräche mit USA, Dänemark und Grönland
Nato-Generalsekretär Mark Rutte betonte vor dem
Nato-Verteidigungsminister-Treffen in Brüssel am Donnerstag, Trump habe zu
Recht auf die Sicherheitsrisiken in der Arktis hingewiesen. „Das bedeutet,
dass die Russen und die Chinesen dort zunehmend aktiver werden, und deshalb
müssen wir sehr wachsam und nicht naiv sein“, erklärte Rutte. Rutte zufolge
laufen parallel zur Nato-Mission weitere Gespräche zwischen Dänemark,
Grönland und den USA. Dabei gehe es darum, Investitionen in Grönland
langfristig zu sichern und den wirtschaftlichen Zugang Chinas zu
verhindern.
Großbritannien kündigte an, eine entscheidende Rolle bei Arctic Sentry zu
spielen. Die von London geführte Militärallianz Joint Expeditionary Force
(JEF) plane für September zudem eine größere Übung im hohen Norden mit
Hunderten Soldaten in Island, den dänischen Meerengen und Norwegen. Der
JEF gehören neben Großbritannien auch Dänemark, Estland, Finnland, Island,
Lettland, Litauen, die Niederlande, Norwegen und Schweden an.
Der Einsatz steht unter dem direkten Kommando des Nato-Oberbefehlshabers
und wird an das Kommando in Norfolk delegiert. Er soll Aktivitäten mit
dem nordamerikanischen Luft- und Weltraumverteidigungskommando (NORAD)
sowie dem Nord- und Europakommando der USA abstimmen. Zudem soll das
Nato-Kommando für Transformation (ACT) neueste Technologien einbringen, um
Fähigkeitslücken zu erkennen und zu schließen.
11 Feb 2026
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