# taz.de -- Versorgungslage bei Abtreibungen: Die Regierung kümmert’s nicht
> Die Koalition wollte eigentlich die Versorgungslage für ungewollt
> schwangere Frauen verbessern. Konkrete Maßnahmen sind bisher aber nicht
> geplant.
(IMG) Bild: Ungewollt schwanger – insbesondere in ländlichen Gegenden ist die Versorgungslage oft schlecht
epd | Bei der Versorgung von ungewollt schwangeren Frauen sind derzeit
keine Verbesserungen vonseiten des Bundes in Sicht. „Es ist eine umfassende
Prüfung notwendig“, erklärte das Gesundheitsministerium am Donnerstag auf
Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd). Die Beratungen darüber, in
welcher Form die entsprechenden Passagen des Koalitionsvertrags umgesetzt
werden, seien innerhalb der Regierung noch nicht abgeschlossen. Das
[1][Gesundheitsministerium] stehe dazu im Austausch mit dem
Familienministerium.
Im Koalitionsvertrag hatten CDU, CSU und SPD vereinbart, ungewollt
schwangeren Frauen „Zugang zu medizinisch sicherer und wohnortnaher
Versorgung“ zu ermöglichen. Außerdem werde „die Kostenübernahme durch die
gesetzliche Krankenversicherung über die heutigen Regelungen hinaus“
erweitert.
Ein weiterer Punkt ist das Vorhaben, die medizinische Weiterbildung zu
Schwangerschaftsabbrüchen zu stärken. Hier verweist das
Gesundheitsministerium aber auf die Zuständigkeit der Länder, die wiederum
die Aufgabe an die Ärztekammern übertragen hätten. Die Frage nach der
Verankerung des Schwangerschaftsabbruchs als Bestandteil der fachärztlichen
Weiterbildung sei daher „insbesondere von den Ärztekammern zu prüfen“,
teilte das Ministerium dem epd mit.
Wie schwierig es für [2][ungewollt schwangere Frauen sein] kann, eine
Abtreibung zu organisieren, [3][hatte im vergangenen Sommer das
Forschungsprojekt „Elsa“ gezeigt]. Demnach ist die Versorgungslage regional
weiter sehr unterschiedlich und insbesondere in ländlichen Gegenden oft
schlecht.
5 Feb 2026
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(DIR) [1] /Bundesministerium-fuer-Gesundheit/!t5571830
(DIR) [2] /Studie-zu-Schwangerschaftsabbruechen/!6103252
(DIR) [3] https://www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/meldungen/studien-ungewollte-schwangerschaft-veroeffentlicht.html
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