# taz.de -- Bewegungstermine in Berlin: Für Ayşe, Bahide, Yeliz und Silvio
> Die ganze Woche steht im Zeichen der Antifaschistischen Aktionswoche
> „Kein Vergeben! Kein Vergessen!“. Am Wochenende gibt es mehrere Demos.
(IMG) Bild: Die traditionelle Silvio-Meier-Demo im Nordkiez vor einigen Jahren
Egal, ob hierzulande oder anderswo: Es sitzen eine Menge
Antifaschist:innen in Gefängnissen. Beim Podium [1][von den North East
Antifascists (NEA)] mit dem [2][Titel „Free all Antifas!“] soll über die
Situation der Gefangenen und deren Verfahren gesprochen werden. Die
Veranstaltung will vernetzen und bietet Raum für Fragen. Sie ist auch Teil
der Mobilisierung für die Aktionswoche „Kein Vergeben. Kein Vergessen!“. Es
wird beim Podium einen Infotisch mit Stickern und Postern zum Mitnehmen
geben (Montag, 17. November, Schönhauser Allee 26a, 20 Uhr).
Einen Ritt durch die Historie der Neonazi-Szene in Berlin verspricht die
Veranstaltung [3][„Nazis in Berlin 1990 bis 2025“]. Darin geht es um
Entwicklungen in der Berliner Neonazi-Szene, um ausgewählte Einzelpersonen,
sowie um Wahlerfolge, Angriffe und Morde durch Neonazis in der Hauptstadt.
Im Anschluss gibt es einen Austausch zu Möglichkeiten der Gegenwehr – die
weiter dringend nötig bleibt. Vor der Diskussion gibt es Essen gegen
Spende, die Veranstaltung selbst ist kostenfrei (Dienstag, 18. November,
Linienstraße 206, 18:30 Uhr).
Vor 33 Jahren wurde Silvio Meier am U-Bahnhof Samariterstraße im Norden
Friedrichshains von Neonazis ermordet. Meier war Hausbesetzer und
Antifaschist und wurde gerade einmal 27 Jahre alt. Seinem grausamen Tod
durch mehrere Messerstiche in die Brust wird jedes Jahr gedacht. Auch
dieses Jahr [4][gibt es eine Mahnwache]. Es wird unter anderem Redebeiträge
von antifaschistischen Initiativen geben (Freitag, 21. November,
Silvio-Maier Straße / Rigaer Straße, 18 Uhr).
## Gemeinsam nach Mölln
Unter dem Motto „Kein Vergeben – Kein Vergessen!“ zieht am Tag darauf eine
Antifa-Demo in Gedenken an alle Opfer rechter Gewalt durch Lichtenberg, wo
Vorfälle rechter Gewalt stark zunehmen. Wer selbst Betroffener von
rassistischer Gewalt geworden ist, kann das in Berlin zum Beispiel [5][hier
melden]. Die Veranstalter:innen der Demo bitten darum, dass
aufeinander geachtet werden soll. Auf der Demo gibt es keinen Platz für
Sexismus, Antisemitismus, Trans- oder Queerfeindlichkeit (Samstag, 22.
November, Bahnhof Lichtenberg – Vorplatz, 14 Uhr).
Auch der rassistische Brandanschlag durch Neonazis im
Schleswig-Holsteinischen Mölln jährt sich am Wochenende zum 33. Mal.
[6][Zum Gedenken an die Opfer Ayşe Yilmaz, Bahide Arslan und Yeliz Arslan]
fährt [7][der Soli-Bus] von Kreuzberg nach Mölln, um dort die Familie
Arslan zu unterstützen, die dort jährlich ein selbstorganisiertes Gedenken
auf die Beine stellt. Zwischen 15 und 25 Euro für das Busticket werden
empfohlen. Die Rückfahrt nach Berlin wird spät stattfinden (Sonntag, 23.
November, Parkplatz Züllichauerstraße, Abfahrt 12 Uhr).
17 Nov 2025
## LINKS
(DIR) [1] https://antifa-nordost.org/
(DIR) [2] https://stressfaktor.squat.net/node/322345
(DIR) [3] https://berliner-register.de/artikel/vortrag-nazis-in-berlin-1990-bis-2025-643/
(DIR) [4] https://stressfaktor.squat.net/node/322481
(DIR) [5] https://berliner-register.de/
(DIR) [6] https://keinvergebenkeinvergessen.noblogs.org/29/23-november-gemeinsam-aus-berlin-zum-gedenken-in-molln/
(DIR) [7] https://soli-bus.org/
## AUTOREN
(DIR) Desiree Fischbach
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