# taz.de -- Landwirtschaft und Ernährung in der EU: Kommission stellt heute „Vision“ vor
       
       > Die EU-Kommission präsentiert heute, wie sie sich die
       > Landwirtschaftspolitik der Zukunft vorstellt. Auf dem Spiel stehen
       > Klimaschutz und viel Geld.
       
 (IMG) Bild: Die Landwirtschaft könnte durch Bodenschutz einen großen Teil zum Klimaschutz beitragen
       
       Brüssel afp/taz | Die EU-Kommission stellt am Mittwochnachmittag ein
       Strategiepapier zur gemeinsamen Agrarpolitik vor.
       EU-Vizekommissionspräsident Raffaele Fitto und Agrarkommissar Christophe
       Hansen wollen die „Vision für Landwirtschaft und Ernährung“ gemeinsam
       präsentieren.
       
       Erwartet werden erste Hinweise, wie künftig die milliardenschweren
       EU-Agrarsubventionen verteilt werden könnten. Für die laufende
       Förderperiode bis 2027 sind rund 365 Milliarden Euro eingeplant. Die
       Ausgaben für Agrarsubventionen machen ein Drittel des EU-Haushaltes aus.
       
       Umweltschützer warnen davor, die Auflagen zum Klima- oder Tierschutz für
       die Landwirte deutlich zu senken. Dies fordern Bauernverbände. Sie
       begründen dies mit einem zu großen Bürokratieaufwand und der Notwendigkeit,
       die Ernährungssicherheit Europas angesichts des Ukraine-Kriegs zu sichern.
       
       Im vergangenen Jahr hatten mehrfach Landwirte in Brüssel demonstriert.
       Daraufhin [1][lockerte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen
       bereits erste Auflagen].
       
       Die Landwirtschaft ist für etwa ein Zehntel der europäischen
       Treibhausgasemissionen verantwortlich. Außerdem sind viele [2][europäische
       Böden, Seen und Flüsse in schlechtem Zustand], unter anderem weil
       Landwirt*innen zu viel Dünger nutzen oder ihn in Gewässer einleiten.
       
       In Deutschland hat ein Gericht kürzlich die Bundesregierung dazu
       verpflichtet, die Klimaschutzanstrengungen im sogenannten LULUCF-Bereich zu
       erhöhen. LULUCF steht für Landnutzung, Landnutzungsveränderung und
       Forstwirtschaft. Dazu gehören auch die Emissionen aus der Landwirtschaft.
       
       Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) war gegen das Urteil nicht in
       Revision gegangen, hat aber auch bislang nicht das geforderte
       Klimaschutzprogramm vorgelegt. Die Deutsche Umweltfhilfe hat deshalb Anfang
       Februar [3][einen Vollstreckungsantrag beim zuständigen Ministerium
       eingereicht].
       
       19 Feb 2025
       
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