# taz.de -- Bewegungstermine in Berlin: Eine grüne Stadt für Alle
       
       > So geht Berlin: solidarisch feiernd beim Linienstraßenfest,
       > sozialökologisch transformierend auf der Spree und klar antifaschistisch
       > in der B-Lage.
       
 (IMG) Bild: Ein Hoch auf die Linie 206 und linke Freiräume. Ohne sie wäre die Stadt ein Jammer
       
       Was wäre Berlin ohne linke Freiräume? Vermutlich kaum mehr als nur eine
       weitere durchgentrifizierte, gesichtslose Metropole. Besonders deutlich
       wird das in Mitte, rund um den Rosenthaler Platz: gläserne Fassaden säumen
       die Straßen, Touris und Digitalarbeitende füllen sie, strömen umher
       zwischen teuren Restaurants und Klamottenläden, hippen Cafés und
       Start-up-Co-Workingspaces.
       
       Nachbarschaftliches Miteinander gibt es dort kaum mehr. Platz für
       solidarisches Leben und für zivilgesellschaftliche Initiativen ist rar.
       Ganz verloren sind Hopfen und Malz jedoch selbst um den Rosenthaler Platz
       noch nicht. Mit den Hausprojekten in der Brunnen- und Linienstraße gibt es
       glücklicherweise noch Orte im Kiez, die zeigen, dass es auch ganz anders
       geht. Die mit „Küchen für Alle“ (Küfas) und Solipartys Spenden sammeln für
       gute Sachen, die Mieter*innenberatungen organisieren und Raum geben,
       für alternatives Leben.
       
       Am kommenden Samstag [1][lädt die Linienstraße 206 nun zum Sommerfest] – um
       den Widerstand gegen die Stadt der Reichen zu feiern und die
       nachbarschaftliche Gemeinschaft zu stärken. Redebeiträge, Performances,
       Siebdruck und Kinderbetreuung versprechen kostenlosen Spaß für Groß und
       Klein. Leckeres Essen und kühle Getränke gibt’s auf Spendenbasis (Samstag,
       12. August, 14 Uhr, Linienstraße/Kleine Rosenthaler Straße).
       
       ## Klimagerechtigkeit und Antifaschismus für ein solidarisches Berlin
       
       Gegen die Stadt der Reichen hilft auch Klimagerechtigkeit. Wenn die Klima-
       und die soziale Frage nicht mehr gegeneinander ausgespielt werden, bedeutet
       nachhaltige auch sozialverträgliche Energieversorgung, bedeutet Klimaschutz
       auch Umverteilung. Um für eine sozialökologische Transformation zu
       streiten, geht es am Sonntag auf die Spree. Die [2][diesjährige „Climate &
       Boat“ ruft zur Bootsdemo] auf. Das Motto: „Volle Kraft voraus: Grüne
       Energie für Alle!“ Eigene Kanus, SUPs, etc. sind willkommen, aber kein
       Muss. [3][Um Anmeldung wird gebeten] (Sonntag, 13. August, 12 Uhr, East
       Side Gallery/Oberbaumbrücke).
       
       Eine solidarische, klimagerechte Stadtgesellschaft mit der AfD? Auf keinen
       Fall. Neoliberale, klimawandelleugnende, rechtsradikale und
       menschenverachtende Politik ist keine Zukunftsperspektive. Für eine
       lebenswerte, grüne Stadt für Alle zu kämpfen, heißt deshalb auch
       Antifaschismus – also allen voran die AfD genau im Blick zu haben. Was die
       aktuell in Berlin im Schilde führt, [4][erklären und diskutieren „Antifa in
       Praxis“ und „Kein Raum der AfD“] am Dienstagabend in der B-Lage (Dienstag,
       15. August 2023, 19:00, Mareschstraße 1).
       
       9 Aug 2023
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] https://stressfaktor.squat.net/node/289461
 (DIR) [2] https://www.bundjugend-berlin.de/termin/climate-boat-2023/
 (DIR) [3] https://www.bundjugend-berlin.de/anmeldung-climateboat-13-august-2023/
 (DIR) [4] https://stressfaktor.squat.net/node/290361
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Tobias Bachmann
       
       ## TAGS
       
 (DIR) taz Plan
 (DIR) Kolumne Bewegung
 (DIR) Recht auf Stadt
 (DIR) Hausprojekt
 (DIR) Schwerpunkt Klimawandel
 (DIR) Schwerpunkt AfD in Berlin
 (DIR) Schwerpunkt Antifa
 (DIR) Schwerpunkt Gentrifizierung in Berlin
 (DIR) Der III. Weg
 (DIR) Haushalt
 (DIR) Lesestück Recherche und Reportage
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
 (DIR) Dritter Weg in Berlin: Neonazis auf Konfrontationskurs
       
       Eine kleine Gruppe Neonazis des Dritten Weg verübt immer mehr Straftaten.
       Die Gesellschaft müsse einschreiten, fordern zivilgesellschaftliche
       Akteure.
       
 (DIR) Gesetzesentwurf für Sondervermögen: Mehr Dampf fürs Klima
       
       Der Senat hat sein Gesetz für das milliardenschwere
       Klimaschutz-Sondervermögen vorgelegt. Was konkret dabei herauskommt, weiß
       niemand genau.
       
 (DIR) 30 Jahre Hausbesetzungen in Ostberlin: Der Sommer der Anarchie
       
       Vor 30 Jahren wurden erste Häuser in Ostberlin besetzt – auch die
       Linienstraße 206, eine Art Denkmal für die linke Szene. Ex-BesetzerInnen
       erzählen.