# taz.de -- Podcast „East Side Stories“: Annäherung statt Streit
       
       > „East Side Stories“ widmet sich der DDR-Historie aus zwei Perspektiven:
       > einerseits tiefgründig, andererseits unterhaltsam.
       
 (IMG) Bild: Alltag in der DDR: Straßenszene in Leipzig 1974
       
       Viele Westdeutsche verbinden mit der [1][DDR vor allem Klischees]: Stasi,
       FKK, gemeinsames Topfen in der Kita. Darüber ärgern sich die meisten
       Ostdeutschen, weil ihr Leben im untergegangenen Land selbstredend mehr war,
       als diese banalen Zuschreibungen es nahelegen.
       
       Aktuelle Bücher wie jene des Germanisten Dirk Oschmann und der Autorinnen
       Katja Hoyer und Anne Rabe versuchen, DDR-Biografien auf jeweils eigene
       Weise ins Spiel zu bringen. Auch Podcasts zur [2][DDR-Historie] gibt es
       mittlerweile einige. Jetzt hat auch die Heinrich-Böll-Stiftung sich ans
       Hörfunkformat gewagt mit einer ersten Staffel „East Side Stories“.
       
       Annette Männel, Journalistin und Kommunikationschefin der Stiftung, und
       Lukasz Tomaszewski, Autor und Hörfunkmoderator, erinnern sich an ihre
       Kindheit und Jugend in zwei Ländern, die es so nicht mehr gibt.
       
       Männel, 1964 in Dresden geboren, ist dabei häufig Stichwortgeberin für
       Gesprächsthemen wie Ofenheizung und Außenklo, das Kinderbuch „Hirsch
       Heinrich“, Ossi-Witze und blühende Landschaften. Tomaszewski ergänzt diese
       politischen wie persönlichen Rückblenden mit seinen Erzählungen aus einem
       anderen Blickwinkel, er ist 1982 im polnischen Mińsk Mazowiecki zur Welt
       gekommen.
       
       ## In der zweiten Staffel geht es um Punk und Mode im Film
       
       Dabei geht es ihnen um die sogenannten Zwischentöne, um Annäherung statt
       Streit. Das alles ist nicht nur tiefgründig und unterhaltsam, sondern auch
       wohlkomponiert.
       
       Um nicht allein zu sein mit ihren Erinnerungen, haben sie sich Experten
       eingeladen, darunter die Autorin [3][Annett Gröschner], den Regisseur
       Thomas Wendrich, den Designprofessor Hans-Georg Barber, den die meisten
       eher unter seinem Künstlernamen Atak und als einstigen Punk kennen, oder
       den Kulturwissenschaftler Thomas Flierl, der mal Kultursenator in Berlin
       war. In der zweiten Staffel soll es unter anderem um Punk, Mode und Frauen
       im Film gehen.
       
       22 Aug 2023
       
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