# taz.de -- Podcast über Frauen im HipHop: Mit den Queens am Mic
       
       > Weibliche MCs stehen in der Rezeption weiter im Schatten ihrer männlichen
       > Kollegen. Musikjournalistin Nina Damsch bittet sie nun zum Gespräch.
       
 (IMG) Bild: Musikjournalistin und Autorin Nina Damsch
       
       Wer den Ausdruck „Queen of Rap“ hört, muss unweigerlich an Nicki Minaj
       denken. Den Titel hat sich die US-Amerikanerin selbst gegeben, und als eine
       der schnellsten und erfolgreichsten Rapperinnen weltweit auch verdient.
       
       Doch klar ist, an der Spitze ist nicht nur Platz für eine Frau, und wer
       sich dort in Deutschland so tummelt, damit beschäftigt sich die
       Musikjournalistin Nina Damsch im gleichnamigen Podcast „Queens of Rap“.
       
       Denn obwohl den meisten mittlerweile ohne nachzudenken eine Handvoll
       Rapperinnen einfällt, stehen sie in der Rezeption noch immer im Schatten
       ihrer [1][männlichen Kollegen.] Deswegen lädt Damsch jede Woche eine
       weibliche MC ein, um mit ihr über die Geschichte des Deutschrap, die
       Stellung der Frau in unserer patriarchalen Gesellschaft und das
       Musikbusiness als solches zu sprechen.
       
       Der Podcast beginnt chronologisch, könnte man sagen, denn zu Beginn ist die
       erste Rapperin mit einem Nummer-1-Hit („Du liebst mich nicht“) in den
       deutschen Single-Charts zu Gast: Sabrina Setlur. Die Frankfurterin gilt als
       Pionierin in der Branche, auch wenn sie sich selbst niemals so bezeichnen
       würde.
       
       ## In der Rezeption im Schatten der Männer
       
       „Anmaßend“ fände sie das. „Es gibt bestimmt Frauen, die von Jam zu Jam zu
       Jam gefahren sind. Da kann ich doch nicht sagen, dass ich die Vorreiterin
       bin.“ In dem 30-minütigen Gespräch wird klar, wieso ihr diese Rolle nach
       allem Erfolg und allem Struggle doch zusteht.
       
       Die zweite Folge springt eine Generation weiter, zu Nura. Bekannt geworden
       ist sie mit ihrer Kollegin Juju als [2][HipHop-Duo SXTN] und seit ein paar
       Jahren ist sie solo unterwegs. Im Gespräch erzählt sie, wie ihre Musik über
       die Jahre dezidiert politisch wurde und welche Erfahrungen sie als Schwarze
       Musikerin in Deutschland macht.
       
       Der Gesprächspodcast ist für alle HipHop-Fans ein Muss, für alle anderen
       kann er als unterhaltsame wie lehrreiche Chronik der weiblichen Stimmen im
       [3][deutschen HipHop] dienen. Auch wenn in der ersten Staffel viele Größen
       (badmómzjay oder Juju) zu Wort kommen, ist Potenzial für eine zweite
       Staffel da. Schließlich kann man nie genug „Queens of Rap“ das Mikro
       reichen.
       
       12 Aug 2023
       
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