# taz.de -- Die Wochenvorschau für Berlin: Tanz für Jung und Alt
       
       > Prinzipiell empfiehlt sich Tanzen und der Griff zum guten Sachbuch.
       > Krimi-Potenzial hat dann zum Ende der Woche hin der Untersuchungsauschuss
       > Neukölln.
       
 (IMG) Bild: Tanzen kann befreiend sein. So kann man das beim Purple-Festival sehen
       
       Es ist ja oft so viel los in der Stadt, dass man nicht nur schnell den
       Überblick verliert, sondern sich oftmals gar nicht entscheiden kann was,
       wohin, warum. So bleibt manch eine*r gerne mal zu Hause und greift zum
       Buch. Wobei auch hier die Auswahl immer schwerer fällt. Zumal neben der
       unerschöpflichen Welt der Romane auch der Sachbuchmarkt immer größer und
       vielfältiger zu werden scheint – und nichtfiktionale Bücher teilweise so
       fesselnd geschrieben sind, dass dagegen alles Fiktionale verblasst. Wer
       hier mehr Orientierungshilfe gebrauchen könnte, sei an die Verleihung des
       [1][Sachbuchs des Jahres 2022] verwiesen: Am Montag, 18 Uhr, wird
       Kulturstaatsministerin Claudia Roth im Humboldt Forum den oder die Gewinner
       verkünden. Nominiert sind unter anderem Samira El Ouassil und Friedemann
       Karig mit dem gut lesbaren „Erzählende Affen“ (der Untertitel verspricht
       „Mythen, Lügen, Utopien – wie Geschichten unser Leben bestimmen“) und Natan
       Sznaider mit „Fluchtpunkte der Erinnerung, was der israelische Soziologe
       auch schon in einem [2][taz Talk vorstellte].
       
       Wem das zu gesetzt ist, der sei auf das 6. Internationale Tanzfestival
       Purple verwiesen, das von Montag bis Samstag geht. Seit 2017 will Purple
       vor allem Kinder und Jugendliche für Tanz und Performances begeistern. Es
       gibt ein umfängliches Bühnenprogramm, Werkeinführungen, Gesprächsformate
       und kostenlose Workshops für Schulklassen und Lehrer*innen.
       Festivalstandorte sind die Uferstudios und die Wiesenburg im Wedding, das
       Podewil in Mitte und die Jugendtheaterwerkstatt Spandau. Mehr unter
       [3][purple-tanzfestival.de.]
       
       Am Mittwoch wird es voraussichtlich etwas wilder: Die Jungle World wird 25
       Jahre alt, das muss gefeiert werden – standesgemäß mit einer Party im About
       Blank. [4][„Geburtstagsständchen spielen uns dort Cremant Ding Dong (Gast:
       Juliane Miess) und Acht Eimer Hühnerherzen. Die Türen öffnen um 18.30 Uhr
       und es geht pünktlich um 19 Uhr los“], schreibt die Zeitung selbst.
       Versprochen wird außerdem eine Jubiläumsausgabe am 2. Juni, die von „treuen
       Ehemaligen“ produziert wurde. Wir sind gespannt.
       
       Freitag beginnt dann eine – voraussichtlich länger dauernde – Party ganz
       anderer Art: [5][Der Untersuchungsausschuss „Neukölln“], der an diesem Tag
       [6][zum ersten Mal zusammentritt], hat großes Krimi-Potenzial. Der
       elfköpfige parlamentarische Ausschuss soll sich mit den Ermittlungen und
       möglichen Ermittlungsfehlern im Zusammenhang mit der mehr als 70 Taten
       umfassenden, weiterhin unaufgeklärten rechtsextremen Anschlagsserie
       befassen. Aber Achtung: Die Punkte „Beweisanträge“ und „Beratung des
       weiteren Verfahrens“ sind nicht öffentlich. Los geht der Spaß um 10 Uhr im
       Abgeordnetenhaus.
       
       30 May 2022
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] https://www.humboldtforum.org/de/programm/event/literatur/deutscher-sachbuchpreis-2022-41560/
 (DIR) [2] /Natan-Sznaider/!vn5820610
 (DIR) [3] http://www.purple-tanzfestival.de
 (DIR) [4] https://jungle.world/artikel/2022/19/homestory-19
 (DIR) [5] https://www.parlament-berlin.de/Ausschuesse/19-1-untersuchungsausschuss-neukolln
 (DIR) [6] /Rechte-Anschlaege/!5855542
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Susanne Memarnia
       
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