# taz.de -- Entschädigung für Dieselskandal: Vergleich geplatzt, Geld kommt
       
       > Verbraucherschützer und Volkswagen scheitern mit einem Vergleich.
       > Dieselkunden sollen trotzdem ab März Geld von VW bekommen. Aber viel ist
       > es nicht.
       
 (IMG) Bild: Auspuff vor VW-Zentrale in Wolfsburg
       
       Berlin taz/dpa | VW will klagenden Dieselkunden trotz eines geplatzten
       [1][Vergleichsverfahrens] mit Verbraucherschützern eine Entschädigung
       zahlen. Eine mit dem Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) ausgehandelte
       Summe in Höhe von 830 Millionen Euro solle „auch ohne die Unterstützung des
       VZBV“ angeboten werden, teilte Volkswagen am Freitag mit.
       
       Damit nimmt die Aufarbeitung des Dieselskandals um millionenfach
       manipulierte Abgaswerte eine überraschende Wende. VW und VZBV streiten seit
       Ende September vor dem Oberlandesgericht Braunschweig über Entschädigungen
       für [2][vom Dieselskandal betroffene Autobesitzer].
       
       Stellvertretend für die Autobesitzer wollte der VZBV mit einer sogenannten
       Musterfeststellungsklage feststellen lassen, dass VW Dieselkäufer
       „vorsätzlich und sittenwidrig“ geschädigt hat.
       
       Seit Januar wird über einen Vergleich verhandelt, um außergerichtlich eine
       „pragmatische Lösung im Sinne der Kunden“ zu erreichen. Damit sollten
       jahrelange Gerichtsverfahren vermieden werden.
       
       ## In den USA 10.000 Dollar Entschädigung
       
       Der VZBV vertrat in dem Verfahren bis zu 470.000 Personen. VW bietet nun
       pro Kopf rund 1.800 bis 2.100 Euro an, etwa 15 Prozent des Kaufpreises
       abzüglich einer Gebühr.
       
       VW-Kunden in den USA hatten ihren Wagen zurückgeben oder umrüsten lassen
       können. Zudem erhielten sie eine Einmalzahlung von bis zu 10.000 Dollar.
       Der Vergleich dort hat VW etwa 25 Milliarden Dollar gekostet.
       
       Die Gespräche in Deutschland seien geplatzt, weil VW kein transparentes,
       vertrauenswürdiges und für die Verbraucher sicheres System der Abwicklung
       ermöglichen wollte, sagte VZBV-Chef Klaus Müller nach dem gescheiterten
       Vergleich.
       
       VW hatte sich daran gestört, dass eine pauschale Forderung von 50 Millionen
       Euro Vergütung für die VZBV-Anwälte nicht näher begründet worden war. Ab
       Ende März sollen Anspruchsberechtigte aber ihr Geld erhalten.
       
       14 Feb 2020
       
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 (DIR) Kai Schöneberg
       
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