# taz.de -- Kommentar Trumps Steuergesetz: Jetzt könnten sie ihn loswerden
       
       > Der US-Präsident konnte endlich einen Sieg erzielen – weitere sind jedoch
       > nicht in Aussicht. Wozu brauchen die Republikaner ihren Trump also noch?
       
 (IMG) Bild: Bye bye Donald?
       
       Auf die Egomanie von US-Präsident Donald Trump ist Verlass. Immer wieder
       twitterte er selbstbesoffen, dass er die „GRÖSSTE“ Steuerreform „ALLER
       ZEITEN“ durch den Kongress bringen würde. Am Wochenende [1][meldete er]
       Vollzug: „Freue mich darauf, das endgültige Gesetz noch vor Weihnachten zu
       unterzeichnen.“
       
       Mit dem Termin dürfte Trump richtig liegen: Mit brachialer Geschwindigkeit
       werden die Republikaner das Steuergesetz durch den Kongress peitschen.
       Trotzdem sollte sich Trump nicht zu früh freuen. Ausgerechnet diese
       Steuerreform könnte sein Untergang sein.
       
       Bei vielen Republikanern im Senat und im Repräsentantenhaus ist Trump
       verhasst. Zu oft hat er seine Parteigenossen brüskiert, beleidigt und
       erniedrigt. Aber bisher brauchten die Republikaner die Unterschrift des
       Präsidenten, um ihr Lieblingsprojekt durchzusetzen: eine billionenschwere
       Steuerreform, die einseitig die Reichen entlastet. Diese gigantische
       Selbstbedienung wollte niemand gefährden.
       
       Aber sobald die Steuerreform verabschiedet ist, wird vielen Republikanern
       auffallen, dass sie den lästigen Trump nicht mehr benötigen. Weitere
       Projekte sind nicht in Sicht, die er noch absegnen müsste. Stattdessen
       dürfte das Thema „Schadensbegrenzung“ aktuell werden.
       
       Trump ist schon lange eine tickende Zeitbombe für die Republikaner, aber
       jetzt wird die Russland-Affäre akut. Trumps ehemaliger Sicherheitsberater
       Michael Flynn hat bereits zugegeben, das FBI belogen zu haben. Klar ist
       auch, dass das Weiße Haus involviert war. Nur Namen hat Flynn noch nicht
       genannt – vorerst.
       
       Für die Republikaner wäre es durchaus attraktiv, ein Impeachmentverfahren
       gegen Trump zuzulassen, sobald die Steuerreform unterzeichnet ist. Sie
       wären ihren Quälgeist los – und könnten bei den nächsten Wahlen behaupten,
       die unpopuläre Steuerreform sei allein seine Idee gewesen. Billionen
       kassieren – und nicht schuld sein. Schöner geht es nicht.
       
       3 Dec 2017
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] https://twitter.com/realDonaldTrump/status/936864840240398337
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Ulrike Herrmann
       
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