# taz.de -- Die Wochenvorschau von Anna Klöpper: Hallo, 2017!
       
       > Die Bilder vom Breitscheidplatz wirken noch nach. Schaffen wir es
       > trotzdem, uns am Samstag beschwipst ins neue Jahr zu böllern?
       
 (IMG) Bild: Krach, bumm, peng: Silvester am Brandenburger Tor
       
       Obwohl diese Rubrik lieber nach vorne schaut als zurück – die vergangene
       Woche wirft noch ihren Schatten: Der Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt
       am Breitscheidplatz, bei dem zwölf Menschen starben, diese Bilder wirken
       nach. Vielen wird es vielleicht nicht ganz so leicht fallen, sich am
       Samstag beschwipst ins neue Jahr zu böllern. 2016, du konntest echt ätzend
       sein!
       
       Die Silvester-Feiermeile am Brandenburger Tor öffnet aber auch dieses Jahr,
       schließlich müssen (dürfen? sollen?) wir keine Angst haben, hat auch unser
       Regierender Bürgermeister Michael Müller gesagt. Ab Freitagnachmittag, 14
       Uhr, kann man sich also vor dem Brandenburger Tor die Beine in den Bauch
       stehen und sich dabei an Sekt aus dem Plastikbecher festhalten, wobei einem
       wenigstens die Finger nicht so klamm werden wie an der kalten Bierflasche.
       
       Und nein, die Millionenfrage stellt sich dieses Jahr übrigens nicht: Der
       Veranstalter, die Silvester in Berlin GmbH, sprach in den letzten Jahren ja
       gern von einer Million Besucher auf der „größten Silvesterparty
       Deutschlands“.
       
       Aber so viele hätten auf den knapp zwei Kilometern Festmeile bis zur
       Siegessäule überhaupt nicht Platz, wie ein zahlenbegabter Kollege an dieser
       Stelle einmal ausgerechnet hat. Dieses Jahr spricht aber auch der
       Veranstalter nur bescheiden von „Hunderttausenden“, die sich voll auf DJ
       Bobo und Marianne Rosenberg freuen.
       
       Verschärfte Sicherheitsvorkehrungen, als Nachwehen des Attentats vom
       Breitscheidplatz, wird es aber natürlich geben: Innensenator Andreas Geisel
       (SPD) kündigte ein „sehr professionelles Sicherheitskonzept“ an, das unter
       anderem den Einsatz von 2.400 PolizistInnen vorsieht sowie Betonpoller an
       den Zufahrten zur Festmeile. Wer Knallerbsen schmeißen will, muss das
       woanders tun. Vielleicht sollte man aber auch überhaupt woanders Silvester
       feiern.
       
       Oder das Feiern einfach weitgehend ausfallen lassen und dafür am Sonntag
       mit frischem Kopf ins Neujahrskonzert in der Volksbühne am
       Rosa-Luxemburg-Platz gehen. Die Berliner Indie-Pop-Band Me and my Drummer
       musiziert, und es gibt noch Karten. Hallo, 2017!
       
       27 Dec 2016
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Anna Klöpper
       
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