# taz.de -- CSU-Politiker Peter Gauweiler: Rente mit 65
       
       > Peter Gauweiler erklärt den Rücktritt von Parteiämtern und seinem
       > Bundestagsmandat. Grund sei die Griechenland-Politik der CSU, die seinen
       > Überzeugungen widerspreche.
       
 (IMG) Bild: Peter Gauweiler, winkend.
       
       BERLIN/MÜNCHEN afp/dpa | Der CSU-Politiker Peter Gauweiler zieht sich im
       Streit um die Griechenland-Politik zurück: Er gebe sowohl sein
       Bundestagsmandat als auch das Amt des stellvertretenden CSU-Vorsitzenden
       ab, erklärte der 65-jährige Politiker am Dienstag in Berlin.
       
       Von ihm sei öffentlich verlangt worden, im Bundestag so abzustimmen, „dass
       ich mich für das Gegenteil dessen entscheide, was ich seit Jahren vor dem
       Bundesverfassungsgericht und meinen Wählern vertrete“, hieß es in der
       Erklärung Gauweilers.
       
       Seinen Mandatsverzicht erklärte Gauweiler nach eigenen Angaben in einem
       Schreiben an Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU), seinen Rücktritt
       als CSU-Vize in einem persönlichen Gespräch mit Parteichef Horst Seehofer.
       Gauweiler hatte dem Bundestag seit 2002 angehört. Zum Parteivize war er im
       November 2013 gewählt worden.
       
       CSU-Chef Horst Seehofer hat den Rücktritt von Parteivize Peter Gauweiler
       mit Respekt zur Kenntnis genommen. „Ich respektiere die Entscheidung von
       Peter Gauweiler und danke ihm für die geleistete Arbeit für unsere Partei“,
       erklärte der bayerische Ministerpräsident am Dienstag in München.
       
       Seehofer kündigte an, dass die CSU ihre Europapolitik weiter am sogenannten
       Europaplan der Partei ausrichten werde. Dieser war 2013 auch unter
       Mitwirkung Gauweilers erarbeitet worden.
       
       31 Mar 2015
       
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