# taz.de -- Proteste in Italien: Gewerkschaften machen gegen Meloni mobil
       
       > Aus Sorge vor Krawallen sind Sicherheitskräfte in mehreren italienischen
       > Städten im Großeinsatz. Auch Schüler und Studierende gehen wieder auf die
       > Straße.
       
 (IMG) Bild: Für eine Mindestrente: Gewerkschaftsdemonstration in Rom am 30. Oktober
       
       dpa | Aus Protest gegen die rechte Regierung von Ministerpräsidentin
       Giorgia Meloni sind in Italien Zehntausende auf die Straße gegangen. Im
       Rahmen eines landesweiten Protesttags kam es zu Demonstrationen in
       Großstädten wie Rom, Mailand und Turin, aber auch in kleineren Gemeinden.
       Insgesamt sind in etwa 50 Städten Kundgebungen geplant, an denen sich
       vielerorts auch [1][Schüler und Studenten] beteiligen.
       
       Zudem rief die Gewerkschaft USB zu Arbeitsniederlegungen in verschiedenen
       Bereichen wie dem öffentlichen Nah- und Fernverkehr und dem
       Gesundheitswesen auf. Aus [2][Sorge vor Ausschreitungen] sind die
       Sicherheitskräfte im Großeinsatz. In Turin kam es am Vormittag zu
       Rangeleien zwischen Demonstranten und Polizei.
       
       ## Demonstranten gegen hohe Rüstungsausgaben
       
       Die Proteste richten sich gegen Melonis Koalition aus drei rechten und
       konservativen Parteien, die in Rom seit 2022 an der Regierung ist. Sie wird
       für eine hohe Inflation von aktuell 4,3 Prozent, niedrige Löhne und hohe
       Rüstungsausgaben verantwortlich gemacht. Die [3][Schüler und Studenten]
       fordern stattdessen mehr Geld für Schulen und Universitäten.
       
       Im öffentlichen Nah- und Fernverkehr hielten sich die Behinderungen am
       Vormittag in Grenzen. Verkehrsminister Matteo Salvini hatte Streiks in
       Transportbereichen wegen des bevorstehenden Feiertags Allerheiligen am 1.
       November per Anordnung verboten.
       
       ## Neue Ausschreitungen befürchtet
       
       In zahlreichen Städten sind verstärkte Kontrollen und Sicherheitsmaßnahmen
       geplant, um Ausschreitungen zu verhindern. In Rom wird etwa das Kolosseum
       besonders geschützt, Italiens meistbesuchte Sehenswürdigkeit, und in
       Mailand der Dom in der Innenstadt. In der Vergangenheit war es nach
       friedlichen Kundgebungen vor allem in Mailand zu schweren Krawallen
       gekommen. An Demonstranten gerichtet gab es Appelle, keine Kapuzen oder
       Helme zu tragen.
       
       30 Oct 2026
       
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