# taz.de -- +++Nachrichten im Iran-Krieg+++: Kongress-Niederlage für Trump
       
       > Das US-Repräsentantenhaus hat gegen eine Fortführung des Einsatzes in
       > Iran gestimmt. Und Israel und Libanon einigen sich auf Waffenruhe.
       
 (IMG) Bild: Washington, 2. Juni: Protest gegen den Krieg mit Iran vor dem Sitzungssaal des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten
       
       ## US-Repräsentantenhaus stimmt gegen Fortführung des Iraneinsatzes
       
       Das US-Repräsentantenhaus ‌hat sich gegen ‌eine Fortführung des Krieges
       gegen Iran unter Präsident Donald Trump ausgesprochen. Die von den
       Republikanern dominierte Kongresskammer verabschiedete am Mittwoch
       (Ortszeit) eine Resolution zur Begrenzung der präsidialen Kriegsvollmachten
       mit 215 zu 208 Stimmen. Dabei stimmten vier Republikaner gemeinsam mit den
       Demokraten für die Maßnahme.
       
       Mit der Vorlage wird Trump aufgefordert, die US-Truppen aus Iran
       abzuziehen, sofern der ‌Kongress nicht offiziell den Krieg erklärt oder
       einen Militäreinsatz genehmigt. Das Votum gilt jedoch als symbolisch: Die
       Resolution müsste auch den Senat passieren, und es bräuchte
       Zweidrittelmehrheiten in beiden Kammern, um ein Veto des Präsidenten zu
       überstimmen. Zudem ist umstritten, ob solche Resolutionen überhaupt
       verfassungsgemäß sind.
       
       ## Irans Revolutionsgarden bestreiten Angriff auf internationalen Flughafen
       von Kuwait
       
       [1][Nach einem Angriff auf den internationalen Flughafen von Kuwait] mit
       einem Toten und mehr als 60 Verletzten haben Irans Revolutionsgarden
       bestritten, dafür verantwortlich zu sein. Die Untersuchung und Überprüfung
       der Revolutionsgarden zeige, dass deren Luftwaffe „keinerlei Schüsse auf
       dieses Ziel abgegeben hat“, erklärte Revolutionsgardensprecher Hossein
       Mohebi am Mittwoch im Onlinedienst Telegram. Stattdessen machte er die USA
       für den Angriff verantwortlich.
       
       Die Zerstörung des Passagierterminals am Flughafen Kuwait sei „durch einen
       Fehler in den amerikanischen Patriot-Systemen verursacht“ worden, erklärte
       Mohebi, wobei er sich auf das US-Luftabwehrsystem bezog. „Diese schlugen in
       das Terminal ein, nachdem es ihnen nicht gelungen war, iranische Raketen
       abzufangen“, erklärte er.
       
       Zuvor hatten die Garden erklärt, sie hätten „den
       Ali-al-Salem-Luftwaffenstützpunkt in Kuwait“ angegriffen, auf dem
       US-Hubschrauber stationiert seien. Der genannte Luftwaffenstützpunkt liegt
       rund 60 Kilometer von dem Flughafen entfernt.
       
       Bei dem Angriff auf ein Passagierterminal am internationalen Flughafen von
       Kuwait war am Mittwoch ein Mensch getötet worden, 63 weitere Menschen
       wurden nach Angaben des kuwaitischen Gesundheitsministeriums verletzt.
       
       Nach Angaben der kuwaitischen Armee feuerte Iran seit dem Morgengrauen 13
       ballistische Raketen und 17 Drohnen auf Kuwait ab. Das kuwaitische
       Verteidigungsministerium sprach von einer „kriminellen iranischen
       Aggression“. Unter den Verletzten befänden sich „Zivilisten,
       Flughafenmitarbeiter und Reisende“, erklärte ein Sprecher von Kuwaits
       Gesundheitsministerium.
       
       Das indische Außenministerium bestätigte, dass einer seiner Staatsbürger am
       Flughafen getötet worden sei, und verurteilte den Angriff. Wie die
       Nachrichtenagentur AFP aus Flughafenkreisen erfuhr, handelte es sich bei
       dem Todesopfer um einen Reisenden. (afp)
       
       ## Trump stellt rasche Einigung mit Iran in Aussicht
       
       US-Präsident Donald Trump stellt eine baldige Einigung in den Verhandlungen
       mit Iran in Aussicht. Die Gespräche liefen gut und die Unterzeichnung von
       Dokumenten stehe kurz bevor, sagt ‌Trump vor Journalisten im Weißen Haus.
       Ein Abschluss könne bereits am Wochenende erfolgen, auch wenn dies noch
       nicht sicher sei. (rtr)
       
       ## USA übernehmen iranische Bestände an hochangereichertem Uran
       
       Die USA werden nach den Worten von US-Präsident Donald Trump im Rahmen
       eines derzeit diskutierten Abkommens die iranischen Bestände an
       hochangereichertem Uran übernehmen. „Wir werden es uns in nicht allzu
       ferner Zukunft holen“, sagt Trump. Die Uranvorräte Teherans sind ein
       Hauptstreitpunkt bei ‌den Verhandlungen. (rtr)
       
       ## Israel und Libanon einigen sich auf Waffenruhe
       
       Israel und Libanon haben sich nach US-Angaben auf eine Waffenruhe geeinigt.
       Voraussetzung dafür sei, dass die Hisbollah-Miliz das ⁠Feuer vollständig
       einstelle und sich [2][aus dem Gebiet südlich des Flusses Litani
       zurückziehe], teilt das US-Außenministerium nach Verhandlungen in
       Washington mit. Zudem sollen rasch Testgebiete eingerichtet ‌werden, in
       denen ‌ausschließlich die libanesische Armee die Kontrolle übernimmt ⁠und
       nichtstaatliche Akteure ausgeschlossen werden. In der Woche vom 22. Juni
       wollen beide Seiten die direkten Gespräche ‌fortsetzen, um ein umfassendes
       ‌Abkommen zu erzielen. Alle beteiligten Parteien verurteilen laut der
       gemeinsamen Erklärung zudem die iranischen Angriffe in der ‌Region.
       
       Die Abstimmung spiegelt das wachsende Unbehagen über den Konflikt wider,
       [3][der am 28. Februar mit gemeinsamen US-amerikanisch-israelischen
       Luftangriffen auf den Iran begann]. Die US-Regierung rechtfertigt den Krieg
       mit der nationalen Sicherheit und der Notwendigkeit, Iran ‌am Bau einer
       Atomwaffe zu hindern. Die Demokraten werfen Trump dagegen vor, das Land
       ohne klare Strategie in den Konflikt geführt zu haben. Sie verweisen zudem
       auf die stark ⁠gestiegenen Preise für Benzin und Lebensmittel, die sie zu
       einem zentralen Thema für die Kongresswahlen im November machen wollen. Die
       Verabschiedung der Resolution sei ein Wendepunkt, erklärte der
       demokratische Abgeordnete Gregory Meeks. ‌Immer mehr ‌Republikaner hörten
       auf ihre Wähler, die keinen weiteren endlosen ⁠Krieg im Nahen Osten
       wollten.
       
       Der Präsident sah sich zuletzt auch in anderen Bereichen mit parteiinternem
       Widerstand konfrontiert. So machte das Repräsentantenhaus am ‌Mittwoch
       (Ortszeit) ebenfalls den Weg frei für eine ‌Abstimmung über
       Sicherheitshilfen für die von Russland angegriffene Ukraine. Hierbei
       votierten sechs Republikaner und ein Unabhängiger mit den Demokraten. (rtr)
       
       4 Jun 2026
       
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