# taz.de -- Kolumne Freidrehen
(DIR) Erbaut auf Ausbeutung: Protziges Paris
Prachtvolle Gebäude in Frankreichs Hauptstadt sind kein Zeugnis goldener
Zeiten. Damals wie heute: Reichtum entsteht durch Unterdrückung.
(DIR) Idee von deregulierten Ministaaten: Es läuft nicht für Donald Trumps „Freedom Cities“
Trumps Oligarchenfreunde träumen von deregulierten „Freedom Cities“, wo nur
das Geld zählt. Doch es bleibt beim Traum, denn der Präsident liefert
nicht.
(DIR) Flucht vor der Hitze: Wer an den See fährt
Ins kühle Nass springen zu können, muss man sich erst mal leisten können.
Und wenn es danach noch Erdbeeren geben soll, muss die auch wer verkaufen.
(DIR) Sperrung von KI-Sprachmodellen: Im Biergarten mit der Superintelligenz
KI ist ein mächtiges Werkzeug – und wird zum Sicherheitsrisiko werden. Doch
warum warnt die US-Firma Anthropic vor ihrem eigenen Chatbot?
(DIR) Gescheiterte Initiative in Berlin: Warum wir Werbung so lieben
Reklame will uns beherrschen – trotzdem entscheidet sich Berlin gegen eine
werbefreie Stadt. Das liegt auch daran, was Werbung uns gibt.
(DIR) Slapp-Klagen: Wie viel Freiheit braucht Meinung?
Absolute Meinungsfreiheit würde die Pressefreiheit stärken, indem sie
strategische Klagen gegen Medien unmöglich macht. Doch die Sache hat einen
Haken.
(DIR) Alternative zu großen Tech-Konzernen: Unsere allzu gemütliche Abhängigkeit
Ob Apple oder Insta – wir nutzen die großen Plattformen, weil es angenehm
ist. Doch demokratische Alternativen wie Mastodon sollten uns den
Mehraufwand wert sein.
(DIR) Regelbrüche und Autonomie: Bei Rot gehen
Weniger Vorschriften wirken reizvoll. Aber wer Moral nur nach Folgen
bemisst, gerät schnell auf gefährliches Terrain.
(DIR) Demokratietheorie: Was, wenn Demokratie zur „Tyrannei der Mehrheit“ wird?
Demokratie lebt von Mehrheiten – doch was, wenn die Mehrheit irrt? Zwischen
Freiheit und Verantwortung verschwimmen die Grenzen.
(DIR) Ulf Poschardt zur Berlinale: Alle oder keiner
Wer darf welche Filme mit welchem Geld drehen? Und wer darf sich auf der
Berlinale wie äußern? „Welt“-Herausgeber Ulf Poschardt hat mal wieder den
Schuss nicht gehört.
(DIR) Prokrastination: Aus freiem Willen aufschieben
Auch nicht zu entscheiden, bedeutet entscheiden: Kierkegaard und Sartre
erklären, warum Prokrastination mehr mit Freiheit als mit Faulheit zu tun
hat.
(DIR) Debatte um Teilzeit: Die Freiheit der Arbeit und des Geldes
Vor allem männliche Mittsechzigermittelständler sehen ihren Job offenbar
als Verlängerung ihrer Persönlichkeit und ihres Freiheitsgewinns. Warum?
(DIR) Humanitärer Beistand in Krisengebieten: Die Rolle der emotionalen Nähe beim Helfen
Sind wir gleichermaßen dazu verpflichtet, Menschen am anderen Ende der Welt
zu helfen wie Menschen in unserer eigenen Stadt? Über das Beispiel Gaza.
(DIR) Streit um „Decolonizing Christmas“: Wenn Aufklärung zur Gefühlsfrage wird
Wer bei Mohammed-Karikaturen noch die Meinungsfreiheit verteidigt, fordert
im Namen der Christenheit gern mal Zensur. Bei Weihnachten hört der Spaß
eben auf.
(DIR) 50. Todestag von Hannah Arendt: Es braucht Stolz für einen Platz am Tresen
Auch die Kneipe ist kein Reich der Freiheit mehr. Es braucht materielle
Sicherheit, um seinen Platz dort zu finden. Das wusste schon Hannah Arendt.
(DIR) Staatlicher Eingriff in den Wettbewerb: Die beruhigende Lüge vom eigenen Kuchenstück
In den USA haben viele Menschen Angst vor sozialistischer Politik. Dabei
betreiben Staat und Konzerne selbst sowas wie Planwirtschaft.
(DIR) Privatisierung am Gardasee: Die Halbinsel der Espressoschlürfer und Sandalensnobs
Am Gardasee ist ein wunderschönes Stückchen Land seit dem 16. Jahrhundert
in Privatbesitz. Unser Kolumnist findet, dass es allen gehören sollte.
(DIR) Social-Media-Sucht: Von der Freiheit, wollen zu können, was man wollen will
Wem es schwerfällt, vor dem Schlafengehen das Handy wegzulegen, der hat
keinen freien Willen. Ein Plädoyer für das Deinstallieren der Sucht-Apps.
(DIR) EU-Plan zu Chatkontrolle: Überwachung durch die Hintertür
Nachrichten könnten bald mit einer KI auf kriminelle Inhalte geprüft werden
– um Kinder zu schützen. Doch damit steht die Freiheit aller auf dem Spiel.
(DIR) Freiheit und Unfreiheit von Migration: Das Recht zu gehen – und zu kommen
68 Prozent der Deutschen wollen weniger Migration, andere das Gegenteil:
Freizügigkeit. Warum Bewegungsfreiheit mehr ist als eine politische Frage.
(DIR) Nichts den Rechten überlassen: Warum auch Linke Freiheit brauchen
Freiheit – das Lieblingswort der Rechten. Für die Linke ist es an der Zeit,
sich den Begriff zurückzuerobern. Doch was kann der dann bedeuten?