# taz.de -- Geschichtspolitik
       
 (DIR) Weimer kolonisiert Kolonialgedenken: Wie er’s macht, macht er’s falsch
       
       Kulturstaatsminister Wolfram Weimer verfügt: Die nationale
       Kolonialismus-Gedenkstätte wird in Bremen eingerichtet.
       
 (DIR) Otto-Begräbnis im Magdeburger Dom: Denn er war unser!
       
       Keine kleine Aufgabe, den den Großen genannten Kaiser Otto wieder in den
       neuen Sarg zu kriegen! Geglückt aber ist es. Muss er uns interessieren?
       
 (DIR) Geschichtspolitik in Moskau: Wie in Putins Russland an den 22. Juni 1941 erinnert wird
       
       Zynische Instrumentalisierung des Gedenkens an Hitlers Überfall auf die
       UdSSR: Wo an den Gulag erinnert wurde, inszeniert der Kreml einen neuen
       Kriegskult.
       
 (DIR) Kulturkampf-Vorwürfe in Hamburg-Nord: Der Kommunist ist nicht mehr opportun als Namenspatron
       
       Die Deutschland-Koalition in Hamburg-Nord will einer Geschichtswerkstatt
       den Saft abdrehen. Der Namensgeber Willi Bredel ist ihr plötzlich suspekt.
       
 (DIR) Autorin über Versäumnisse des Gedenkens: „Uns geht es um eine plurale Erinnerungskultur“
       
       Wenn das Gedenken gelungen wäre, wäre die AfD nicht so erfolgreich, sagt
       Hadija Haruna-Oelker. Sie plädiert dafür, alles auf Anfang zu stellen.
       
 (DIR) Hindenburg vom Straßenschild vertrieben: Sozialdemokratisches Hochamt
       
       Zu Bach-Variationen Hindenburg gecancelt: In Hamburg ist nun auch das
       letzte Stück Straße nicht länger nach dem Hitler-Ermöglicher benannt.
       
 (DIR) Freilichtmuseum zeigt „Ley-Bude“: Tiny Houses für das Reich
       
       Die „Ley-Bude“ wurde in den 40ern als Behelfsheim für ausgebombte
       Volksgenoss:innen konzipiert. Eine steht nun im Freilichtmuseum am
       Kiekeberg.
       
 (DIR) Streit um Omri Boehm in Buchenwald: Der Kritiker stört
       
       Der Philosoph Omri Boehm soll nicht in Buchenwald sprechen. Israelische
       Regierungsvertreter werfen ihm „Instrumentalisierung“ des Holocaust vor.
       
 (DIR) Erinnerung an die Märzrevolution: Ein Kampf gegen Windmühlen
       
       In Berlin-Mitte erinnert der „Platz der Märzrevolution“ an die Aufstände
       von 1848. Doch 27 Jahre nach der Benennung fehlt noch immer ein
       entsprechendes Schild.
       
 (DIR) AfD und Erinnerungskultur: Zwischen Tabubruch und Selbstverharmlosung
       
       Die AfD ist offen geschichtsrevisionistisch: Das zeigt sich im Wahlprogramm
       und in vielen Provokationen, kritisiert Historiker Jens-Christian Wagner.
       
 (DIR) Kultur nach der PiS-Ära: Wie steht es um Polens Museen?
       
       Die Zeit der nationalpopulistischen Indoktrination durch die PiS-Regierung
       ist vorbei. Nun gibt es Geld für Kunst statt Posten für Apparatschiks.
       
 (DIR) Möglicher AfD-OB in Sachsen: Pirna tanzt auf Messers Schneide
       
       AfD-Kandidat Tim Lochner hat gute Chancen, am Sonntag der erste
       Oberbürgermeister der AfD zu werden. Ihm hilft das Zerwürfnis im
       demokratischen Lager.
       
 (DIR) Umgang mit NS-Zeit in Polen: Wahlfahrtsort
       
       Die Seligsprechung einer polnischen Familie, die jüdischen Nachbarn half
       und ermordet wurde, wird von der Regierungspartei vereinnahmt.
       
 (DIR) Verhältnis Kolonialismus und NS: Krise der Erinnerung
       
       Der sogenannte neue Historikerstreit berührt eine zentrale Frage: Wie soll
       Deutschland geschichtspolitisch für ein neues Zeitalter aufgestellt werden?
       
 (DIR) Zukunft des Hamburger Bismarck-Denkmals: Zankapfel aus Granit
       
       In dieser Woche beginnen die Workshops zur Kommentierung des umstrittenen
       34-Meter-Standbilds. Und die sind selbstverständlich auch umstritten.
       
 (DIR) Holocaustgedenkstätte Yad Vashem: Effi aus Israel
       
       Ob Jana aus Kassel oder der ultrarechte Effi Eitam, der Leiter der
       Holocaustgedenkstätte Yad Vashem werden soll: Erinnerungspolitik kann jeder
       machen.
       
 (DIR) NS-belastetes Hamburg: Wie umgehen mit den Mitläufern?
       
       Was? Unsere Heidi Kabel? Die Kommission zum Umgang mit NS-belasteten
       Straßennamen rührt an einer lokalen Heiligen – aber nur irgendwie.
       
 (DIR) Diskussion um Hamburger Bismarck-Denkmal: V-Effekt gesucht
       
       Hamburg setzt das größte Bismarck-Denkmal instand – und laut wird die
       Forderung, es abzureißen. Die Stadt wirbt für einen differenzierten Umgang.
       
 (DIR) Hamburg ehrt bis heute Kolonialisten: Rassismus durchzieht die Stadt
       
       Weltweit stürzt „Black Lives Matter“ überkommene Statuen. In Hamburg, das
       vom Kolonialismus profitierte, stehen die steinernen Symbole noch.
       
 (DIR) Rechte Geschichtspolitik: Hilfe gegen Kulturkampf
       
       Was tun gegen Revisionismus? Weil Rechte in Gedenkstätten und Museen
       zunehmend provozieren, wurde am Holocaust-Mahnmal eine Broschüre
       vorgestellt.
       
 (DIR) Shoah-Gedenken und die AfD: Ungebetene Gäste
       
       Wenn Rechtspopulist*innen in Parlamenten sitzen, werden sie auch zu
       offiziellen Anlässen gebeten. In Braunschweig gibt es deswegen Zank.
       
 (DIR) Kritik aus KZ-Gedenkstätte: Feindbild Antifa
       
       Engagement gegen rechts verunglimpft? Pädagog*innen der KZ-Gedenkstätte
       Neuengamme kritisieren Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda.
       
 (DIR) Revisionistischer Brauerei-Besitzer: Historikerstreit in Prenzlauer Berg
       
       Eine finnische Brauerei in Berlin mit Bezug zu einem SS-Veteranenverein ist
       Freitag Thema einer Diskussionsrunde über Geschichtspolitik in Finnland.
       
 (DIR) Kommentar NS-Kriegsopfer: Vergessen, verdrängt, verachtet
       
       Ein Mahnmal für die NS-Kriegsopfer in Osteuropa wäre ein politisches
       Signal. SPD, Grüne, FDP und Union sollten dieses Projekt zu ihrer Sache
       machen.
       
 (DIR) Björn Höcke und das Holocaust-Mahnmal: Geschichtsrevisionisten der Mitte
       
       Rudolf Augstein kritisierte das Mahnmal schon 1998 – in Worten, die denen
       Höckes ähneln. Schon damals fanden viele das Erinnern unbequem.
       
 (DIR) Exhumierung von spanischen Putschisten: Späte Gerechtigkeit
       
       In Pamplona werden Emilio Mola und José Sanjurjo nicht mehr geehrt. Ihre
       sterblichen Überreste wurden aus dem Mausoleum entfernt – die Rechte ist
       empört.
       
 (DIR) Kommentar Stasiakten ins Bundesarchiv: Die Aufarbeitung geht weiter
       
       Die Eingliederung der Jahn-Behörde in das Bundesarchiv ist nicht das Ende
       der „Causa Stasi“. Das Recht der Opfer auf Akteneinsicht bleibt gewahrt.
       
 (DIR) Kommentar Flüchtlinge in Schwerte: So geht Geschichtsklitterung
       
       Flüchtlinge in früherer KZ-Außenstelle: Die Weigerung der Stadt Schwerte,
       die Entscheidung zu überdenken, ist borniert und geschichtsvergessen.
       
 (DIR) Debatte Russlandkritik und Ukraine: Eine begründete Angst vor Moskau
       
       In der deutschen Publizistik betreiben viele einseitig Geschichtspolitik.
       Eine Lösung in der Ukraine läuft auf einen transregionalen Föderalismus
       hinaus.
       
 (DIR) Aufarbeitung in Ungarn: Holocaust-Gedenken ohne Juden
       
       Der Verband Jüdischer Gemeinden Ungarns nimmt nicht an den
       Erinnerungsfeiern zur Shoa teil. Ihr Vorwurf: Ungarn entziehe sich seiner
       Mitverantwortung.