# taz.de -- Alle Artikel von Uwe Mattheiß
(DIR) Jelinek bei den Salzburger Festspielen: Das Unendspiel vom Kapitalismus
Elfriede Jelineks „Unter Tieren“ wird bei den Salzburger Festspielen
uraufgeführt. Molières „Menschenfeind“ mutiert dort zum Battle-Rap in
Alexandrinern.
(DIR) Neue Museums-Direktorin in Wien: Tour de Force sinnlicher Erkenntnis
Das Wiener Museum Moderner Kunst hat mit Fatima Hellberg eine neue
Direktorin. Die zeigt düster-kritische Kunst, weit weg vom
Blockbustermuseum.
(DIR) Tanzperformances im Wiener Burgtheater: Störe meine Kreise nicht
ImPulsTanz Wien: Das Tao Dance Theater begeistert mit „feinster Mathematik“
der Körper und die Choreografin Eun-Me Ahn narrt westliche Blicke.
(DIR) Wiener Festwochen: Ressourcen abfackeln im Spektakel
Der Intendant Milo Rau entmaterialisiert das traditionsreiche
Theaterfestival der Wiener Festwochen zum Medienhype. Der Kunst bekommt das
nicht immer gut.
(DIR) Christoph-Schlingensief-Ausstellung Wien: Die geläuterten Sünder sind längst fort
Angestaute Trauer: Das Wiener Museum für Angewandte Kunst richtet Christoph
Schlingensief eine bisweilen irritierend parareligiöse Retrospektive aus.
(DIR) „Sankt Falstaff“ am Burgtheater Wien: Der Räuber und der Prinz
Wohin mit der Macht? Am Wiener Burgtheater demonstriert Ewald Palmetshofers
„Sankt Falstaff“, warum das Private nicht unbedingt das Politische ist.
(DIR) „Ukrainomania“ am Wiener Volkstheater: Glotzt nicht so neutral
In seiner Revue „Ukrainomania“ am Wiener Volkstheater sucht Jan-Christoph
Gockel nach Joseph Roth. Dabei findet er ungebrochenen Überlebenswillen.
(DIR) Streit in Wien über Aktions-Kunst: Die Entkunstung des Otto Mühl
Der Kunstbetrieb hält am Wiener Aktionismus fest. Überlebende von Otto
Mühls „Aktionsanalytischer Organisation“ haben andere Ideen zu dessen Werk.
(DIR) Wiener Schau zu Modedesigner Lang: Sei ganz du selbst, aber mach was draus!
Helmut Lang hielt das postindustrielle Feeling der 90er in seinem Design
fest. Nun widmet ihm das Museum für angewandte Kunst eine Retrospektive.
(DIR) Ausstellung im Jüdischen Museum Wien: Wie Juden und Jüdinnen weiß wurden
Diese Ausstellung zeigt jüdische Selbst- und Fremdbilder. Sie widerspricht
einem Antirassismus, der jüdische Diskriminierungserfahrungen negiert.
(DIR) Aktivismus, Kunst und Selbstinszenierung: Milo-Rau-Dämmerung in Wien
Prominente Künstler und Intellektuelle wie Elfriede Jelinek widersprechen
dem Leiter der Wiener Festwochen. Der rief dazu auf, für Gaza zu „brennen“.
(DIR) Künstlerin Hito Steyerl analysiert KI: Das digitale Proletariat hält die Bilder am Laufen
Hito Steyerl zeigt in Wien zwei Multimedia-Installationen zur künstlicher
Intelligenz. Dazu gehört auch ihre Verknüpfung mit Katastrophengebieten.
(DIR) Impulstanz Festival Wien: Schweiß und Pathos
Der Schlüssel zur Gegenwart liegt im Archiv. Um Zeitgenossenschaft zu
ergründen, blickt das Impulstanz Festival zurück. Geht es ohne Pina Bausch?
(DIR) Nachruf auf Regisseur Claus Peymann: Der moralische Anstaltsleiter
Er glaubte an die verändernde Kraft des Theaters: Zum Tod des Regisseurs
und Intendanten Claus Peymann, der in Wien und Berlin Spuren hinterließ.
(DIR) Kulturfestival in Wien: Die Kunst der Dauermobilisierung
Bei den Wiener Festwochen sammelt Milo Rau die Widersprüche der Zeit ums
Lagerfeuer. Einige Produktionen versuchen Klassiker im Theater neu zu
erfinden.
(DIR) Rechte und Linke auf der Bühne: Schuldkult kommt in den besten Familien vor
Im Ehebett mit einer Rechten: Bei den Wiener Festwochen läuft Neues von der
Hufeisentheorie. Und ein Reenactment von Elfriede Jelineks „Burgtheater“.
(DIR) Sargnagel am Rabenhoftheater in Wien: Das Fest der rohen Bürgerlichkeit
In „Opernball“ inspiziert Stefanie Sargnagel die Innereien der Wiener
Gesellschaft. Christina Tscharyiski inszeniert den Text für die
Theaterbühne.
(DIR) Theaterstück am Wiener Schauspielhaus: In der Sprache der Großeltern
Der argentinische Autor Guido Wertheimer schreibt in „Die Realen Geister“
über das Trauma der Schoah, das bis in die dritte Generation reicht.
(DIR) Rechte Sprache in Österreich: Die Eroberung der Mitte von rechts
Historiker Thomas Köck protokolliert in seiner „Chronik der laufenden
Entgleisungen“, wie sich die rechtspopulistische Sprache ausbreitet.
(DIR) Die Subversion des Vierzeilers
Clemens J. Setz erzählt in „Das All im eignen Fell“ die kurze Geschichte
der Twitterpoesie und beklagt die Algorithmen des Verschwindens