# taz.de -- Berlin Freedom Week: Berlin feiert die Demokratie
       
       > Zum Jahrestag des Mauerfalls bringt Berlins „Freedom Week“ Dissidenten
       > und Oppositionelle aus vielen Staaten zusammen. Ein Schwerpunkt sind
       > Frauenrechte.
       
 (IMG) Bild: Im vergangenen Jahr fand die erste Ausgabe der Freedom Week statt
       
       dpa | Zum zweiten Mal lädt Berlin zum Jahrestag des Mauerfalls am 9.
       November zu einer „Freedom Week“ (Woche der Freiheit) ein. Rund 170
       Veranstaltungen sind bis zum nächsten Samstag geplant. Dazu gehören eine
       große Konferenz, Vorträge, Diskussionen, Lesungen, Führungen und Filme.
       Zahlreiche Dissidenten und Oppositionelle aus vielen Staaten sind dabei.
       
       Höhepunkt der Woche ist die „Berlin Freedom Conference“ am Dienstag im
       Filmtheater Colosseum in Prenzlauer Berg. Experten diskutieren über
       Freiheit, Demokratie und das Leitmotiv „Change is possible“ (Veränderung
       ist möglich). Unter ihnen ist auch der Putin-Gegner und frühere
       Schachweltmeister Garri Kasparow.
       
       Zuvor geht es am Montag im Bundestag um Frauenrechte und demokratische
       Kultur. An dem „Freedom and Security Women Summit“ nimmt auch
       Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) teil. Erwartet werden außerdem
       Oppositionspolitikerinnen und Menschenrechtsaktivistinnen, die etwa aus
       Belarus, Iran, Afghanistan oder Kuba stammen.
       
       Am Montagmorgen ist zum 37. Jahrestag des Mauerfalls eine
       Erinnerungsveranstaltung an der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer
       Straße unter anderem mit dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU)
       geplant.
       
       ## Stasizentrale und Fluchttunnel
       
       Am Wochenende und während der ganzen Woche sind Berlinerinnen und Berliner
       sowie Besucher der Stadt zu zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen
       eingeladen. Berichtet wird von der Geschichte unterirdischer Fluchttunnel
       von Ost-Berlin in den freien Westen.
       
       In der Stasizentrale geht es bei einer Führung um „Frauen im Dienst der
       Staatssicherheit“. Vorgestellt werden auch Berliner Stasi-Gefängnisse. Im
       Spionagemuseum steht eine Diskussion über den deutschen
       Auslandsgeheimdienst BND und dessen neue Befugnisse an.
       
       Am Mittwoch werden im Colosseum einen ganzen Tag lang Dokumentarfilme über
       Mut und Widerstand in Diktaturen gezeigt. Das Motto lautet: „Storys of
       Freedom“. Die Markthalle Neun in Kreuzberg lädt am Donnerstag zum
       „Taiwanese Night Market“. Betont wird die Rolle Taiwans als moderne
       Demokratie, die von China unter Druck gesetzt wird. Am Freitag gibt es eine
       taiwanesische Clubnacht in Friedrichshain.
       
       Schirmherr Kai Wegner betonte: „Berlin kann die Stadt sein, die Hoffnung
       gibt.“ Freiheit sei die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben. Wegner
       erinnerte sich an den Tag und Abend des Mauerfalls 1989 und sagte: „Ich
       stand auf der Mauer. Es war der schönste Tag in meinem Leben.“ Die Menschen
       sollten wissen, dass Wunder geschehen können und die Freiheit am Ende
       siege. Er hoffe sehr, dass diese Konferenz in den nächsten Jahren
       fortgesetzt werde.
       
       6 Nov 2026
       
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