# taz.de -- Drohungen gegen Fußballprofi Juma Bah: Rassistische Pest
       
       > Der FC Augsburg stellt sich nach üblen Beleidigungen mit
       > unmissverständlichen Worten hinter seinen Spieler Juma Bah. So deutlich
       > wird Rassismus selten adressiert.
       
 (IMG) Bild: Hassfigur: Juma Bah verlässt den Platz
       
       Die Botschaft, die der FC Augsburg nach dem 1:1 gegen Union Berlin
       abgesetzt hat, war deutlich: „Heute wurde unser Spieler Juma Bah auf
       Instagram auf widerwärtigste Weise rassistisch beleidigt und mit dem Tod
       bedroht. Auch seine Familie wurde bedroht. Wir sind erschüttert über diesen
       Hass. Und wir stellen unmissverständlich klar: Wir werden ein solches
       Verhalten nicht hinnehmen“, [1][postete der Klub auf seinen Kanälen in den
       sozialen Medien]. Er reagierte damit auf rassistische Beleidigungen gegen
       den Nationalspieler von Sierra Leone auf Instagram.
       
       Michael Ströll, Geschäftsführer des FC Augsburg, hatte zuvor den Screenshot
       eines widerwärtigen Instgrambeitrags veröffentlicht. „Ich werde dich und
       deine gesamte beschissene Familie umbringen“, hieß es da unter anderem
       neben einschlägigen rassistischen Beleidigungen. Und: „Die sollten schon
       längst verbrannt sein, diese Mistkerle, diese schwarzen N*.“ Der FC
       Augsburg kündigte an, rechtliche Schritte einzuleiten.
       
       Die Posts des FC Augsburg wurden [2][von den Accounts etlicher Fanclubs aus
       ganz Deutschland gelikt]. Und auch der 1. FC Union Berlin stellte sich
       hinter die Botschaft des Augsburger Klubs, in der es auch hieß: „Egal
       welche Hautfarbe, Herkunft, Religion oder Nationalität – jeder Mensch
       verdient Respekt, Würde und Sicherheit.“
       
       Die Drohungen gegen Bah, der im Spiel gegen Union nach einem Foul in der
       63. Minute vom Platz gestellt worden war, sind Ausdruck einer rassistischen
       Grundstimmung unter vielen Fans, die sich in den sozialen Medien immer
       wieder Bahn bricht. Auch in anderen europäischen Ligen gibt es das Problem.
       In der Premier League [3][knien die Spieler im Aktionsmonat Oktober vor dem
       Anpfiff nieder], um auf den Rassismus im Fußball und in der Gesellschaft
       aufmerksam zu machen. Der Bundesliga täte eine derartige Aktion gewiss auch
       mal gut.
       
       25 Oct 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] https://www.instagram.com/p/De41Y0mDIEB/
 (DIR) [2] https://x.com/FCAugsburg/status/2114069416430207165
 (DIR) [3] https://www.bbc.com/sport/football/articles/cxyvrndz49v7o
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Andreas Rüttenauer
       
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