# taz.de -- HIV-Prophylaxe in Brasilien: Behandeln statt verhandeln
> Ein US-Pharmakonzern blockiert den Zugang Hunderttausender Menschen in
> Brasilien zu einer HIV-Prophylaxe. Wie Lula da Silva das ändern könnte.
(IMG) Bild: HIV-Prävention zu den Menschen bringen: Auf der Straße und in U-Bahnhöfen São Paulos gibt es Tests, Prophylaxe und Medikamente
In São Paulos queerer Szene flüstert man sich einen Geheimtipp zu: ein
Medikament, das vom UN-Aids-Programm als „revolutionär“ bezeichnet wird.
Ein Piks, sechs Monate Schutz. Lenacapavir heißt das Wundermittel. Es ist
eine injizierbare Version der Präexpositionsprophylaxe, kurz PrEP, die in
Studien nahezu alle HIV-Infektionen verhinderte. Statt jeden Tag eine Pille
zu schlucken, reichen zwei Spritzen im Jahr. Aber in Brasilien, wo die Zahl
der HIV-Neuinfektionen steigt, gibt es das Medikament noch nicht.
Die Künstlerin Solange do Nascimento Silva hat ein Schlupfloch gefunden:
Sie bekommt das Medikament jetzt schon, über eine Studie. Gehört hat sie
davon in ihrer Ballroom-Community, einer queeren Subkultur bekannt für
Performance-Wettbewerbe und Voguing. Mit langen, übergeschlagenen Beinen
sitzt sie nun in einem Bus der Gesundheitsverwaltung am Largo do Arouche,
einem der LGBTQ+-Hotspots der Stadt, und erhält ihre erste Spritze.
Do Nascimento Silva hofft, dass Lenacapavir ihr den Alltag erleichtert.
Denn als trans Frau muss sie sowieso schon jeden Tag viele verschiedene
Präparate nehmen: Drei Hormone für die Geschlechtsangleichung, und dann
noch PrEP. „Vier Pillen jeden Tag, nur damit es mir gut geht – das ist
schon viel für den Körper“, sagt sie.
233.000 Brasilianer:innen schützen sich bereits durch PrEP [1][vor HIV].
Lenacapavir würde ihr Leben massiv erleichtern. Und gleichzeitig die
steigenden Infektionszahlen stoppen, indem es noch mehr Menschen aus
Risikogruppen einfach und effektiv schützt. Der Preis dafür könnte bei 25
bis 40 Dollar liegen. So viel kostet eine Jahresdosis Lenacapavir laut
Ärzte ohne Grenzen in der Herstellung. In den USA verlangt der Pharmariese
Gilead jedoch 28.000 Dollar. Für das brasilianische Gesundheitssystem ist
das kaum bezahlbar.
## Die Macht über das Medikament
2025 erzielte Gilead einen Umsatz von über 29 Milliarden Dollar, mit einem
Nettogewinn von mehr als 8 Milliarden Dollar. Der Konzern hat in vielen
Ländern ein Patent auf Lenacapavir, so auch in Brasilien. Das gibt ihm die
Macht, darüber zu entscheiden, wo und zu welchem Preis das Medikament
verfügbar ist.
Für Menschen wie Solange do Nascimento Silva, die mit der Angst vor HIV
leben, zählen keine Patente oder Umsatzzahlen, sondern der Zugang zu einem
Medikament, was sich an ihre Lebensrealität anpasst. Lenacapavir ist so ein
Medikament. Es könnte die HIV-Epidemie in Brasilien eindämmen. Nur wie
erreicht es jene, die es dringend brauchen? Und wie könnte eine
Gesundheitsversorgung im Dienste der Menschheit statt des Profits aussehen?
Einst galt Brasilien als Musterschüler in Sachen HIV-Bekämpfung. Das
staatliche Gesundheitssystem führte den garantierten Zugang zu
antiretroviralen Medikamenten für jede:n ein, die Infektionszahlen sanken.
Doch seit einigen Jahren steigen die Neuinfektionen, gerade unter jungen
Menschen und in queeren Communitys. Ein Grund dafür ist d[2][ie Schwächung
der HIV/Aids-Politik], auch von Politikern wie den Ex-Präsidenten Jair
Bolsonaro, der entgegen wissenschaftlichen Erkenntnissen im Kampf gegen
sexuell übertragbare Krankheiten auf Keuschheitskampagnen setzte. Mit der
jüngsten Präsidentschaftswahl hätte es mit Bolsonaros Sohn Flávio eine
Rückkehr zu dieser Politik geben können.
Welches Potenzial das brasilianische Gesundheitssystem hat, zeigt die
öffentliche Aids-Koordination der Stadt São Paulo. Die Metropole hat sich
in wenigen Jahren einen Namen als Modellstadt der HIV-Prävention gemacht.
Gegen den landesweiten Trend ist die Zahl der Neuinfektionen hier
rückläufig – zwischen 2016 und 2025 ist sie um 56 Prozent gesunken.
Cristina Abbate ist sich sicher, dass das auch an der
Präventionsinfrastruktur São Paulos liegt, die sie mit aufgebaut hat und
koordiniert. Dazu gehört auch der Bus, in dem Solange do Nascimento Silva
ihre erste Lenacapavirspritze bekommen hat. Er tourt mehrmals die Woche
durch die LGBTQ+-Hotspots der Stadt und bietet kostenlose Tests,
Behandlungs- und Präventionsmaßnahmen an. Unweit des Busses steht Abbate
nun vor einem Präventionszentrum in der U-Bahn-Station República und
erzählt von ihrer Ungeduld. „Ich bin bekannt dafür, dass ich es immer eilig
habe“, sagt sie. „Denn während wir hier grübeln, stecken die Leute da
draußen sich an.“
## HIV-Prophylaxe aus dem Automaten
Seit ein paar Jahren verfolgt sie eine Vision: Die HIV-Prävention dahin
bringen, wo die Menschen sind. Sie hatte einen Artikel über ein Pärchen
gelesen, das ein Nagelstudio in einem U-Bahnhof eröffnet hatte, um
berufstätigen Frauen die Maniküre zu erleichtern. Das Konzept ging Abbate
nicht mehr aus dem Kopf. „Wie oft schieben Menschen ihre Tests auf, weil
sie sie zeitlich nicht in ihren Alltag integriert kriegen?“, sagt sie.
Solange Lenacapavir für ihre Patient:innen nur in Studien verfügbar ist,
müssen Alternativen her. Abbate beschloss, eine Präventionsklinik in der
U-Bahn-Station zu eröffnen. Seit Juni 2023 ist sie in Betrieb. Ohne Termin
wird dort auf HIV, Syphilis, Chlamydien und Gonorrhoe getestet.
„Die Idee ist, aus der Praxislogik auszubrechen. Unsere Station ist von 17
bis 23 Uhr geöffnet, wir fangen die Leute hier in ihrer Routine ab,
unterwegs, nach der Arbeit oder vor der Party“, erklärt Abbate. Wer positiv
getestet wird, beginnt sofort mit der kostenlosen Behandlung. PrEP und
Kondome gibt es natürlich auch.
„Siehst du das?“, fragt Abbate, während sie auf ein eingerahmtes Schild
über der Rezeption zeigt. „Das ist die Telefonnummer meines persönlichen
Büros, für Feedback und Beschwerden. So eins hängt in jeder Praxis.“ Eine
Beschwerde habe es noch nie gegeben.
Wer es nicht zur U-Bahn-Station República schafft, kann sich die
HIV-Medikamente auch per Videocall verschreiben lassen. Doch Abbate reicht
das noch nicht. Ihr nächstes Projekt: der PrEPsi-Automat. „PrEP sollte so
leicht zu erhalten sein wie eine Coca-Cola“, sagt Abbate. Mit ihrer
Kollegin Carolina Marta de Matos steht sie an der U-Bahn-Station Luz vor
einem solchen Automaten. Der lilafarbene Lack löst sich schon, obwohl er
erst ein Jahr in Betrieb ist. Mittlerweile gibt es fünf Automaten an
U-Bahnhöfen der Stadt. De Matos generiert per App einen QR-Code, hält ihn
an den Scanner und schwupps, spuckt der Automat eine Packung PrEP und einen
HIV-Test aus.
## Eine alltagsnahe HIV-Bekämpfung
Abbate ist stolz darauf, wie alltagsnah die HIV-Bekämpfung in São Paulo
funktioniert. Gleichzeitig ist sie frustriert, dass sie noch mit
Automatenlösungen arbeiten muss. Schließlich habe man mit Lenacapavir ja
schon längst injizierbares PrEP.
Dass Abbate dieses in ihren U-Bahnhöfen zeitnah anbieten kann, ist vorerst
unwahrscheinlich. Denn die Verhandlungen zwischen Gilead und Brasilien sind
festgefahren. Gilead soll von Brasilien 1.200 Dollar pro Jahresdosis
verlangt haben, so ein Insider zur taz. Die offizielle Zahl ist nicht
bekannt. Laut Medienberichten hat Brasilien maximal 400 Dollar geboten –
also immer noch das Zehnfache der Produktionskosten.
Weil auch Konzerne wie Gilead wissen, dass viele Länder sich die in den USA
gezahlten Mondpreise nicht leisten können, erteilen sie manchen
einkommensschwachen Ländern freiwillige Lizenzen. Die funktionieren so: Der
Patentinhaber erlaubt ausgewählten Pharmaunternehmen, sein
patentgeschütztes Medikament als Generikum herzustellen und günstig zu
verkaufen. 2024 hat Gilead sechs Generikaherstellern solche Lizenzen
erteilt. Diese dürfen Lenacapavir für 120 Länder mit niedrigem
beziehungsweise mittlerem Einkommen produzieren und dort verkaufen. In
Indien soll generisches Lenacapavir so ab 2027 für ungefähr [3][40 Dollar
pro Jahresdosis] verfügbar sein.
Brasilien wurde von der freiwilligen Lizenz ausgeschlossen, obwohl es wie
viele andere lateinamerikanische Länder an Gileads Lenacapavirstudie
teilgenommen hat. Das macht Susana van der Ploeg von der brasilianischen
Aids-Vereinigung Abia wütend. „Stell dir vor, ich habe die Lösung für eine
Gesundheitskrise, von der du und Tausende andere betroffen sind – aber
Zugang bekommst du nur, wenn du es dir leisten kannst“, sagt sie im
Gespräch mit der taz.
Noch vor wenigen Wochen protestierte die auf Patentrecht spezialisierte
Juristin und Aktivistin auf der Aids-Konferenz in Rio de Janeiro gegen
Gileads Patentpolitik. Mit erhobener Faust und einem Megafon forderte sie
eine Zwangslizenz für Lenacapavir. Aktivist:innen neben ihr hielten
Schilder mit der Aufschrift „Lenacapavir: In Brasilien getestet.
Brasilianern vorenthalten“ in die Höhe.
Brasiliens Ausschluss aus der freiwilligen Lizenz begründet Gilead damit,
dass die Lizenz für Länder mit hoher HIV-Inzidenz und begrenzten Ressourcen
gedacht sei. In Brasilien stößt das auf Kritik. Denn während die
HIV-Neuinfektionen weltweit seit 2010 rückläufig sind, sind sie hier im
selben Zeitraum um über 20 Prozent gestiegen.
## Die Zivilgesellschaft macht Druck
Van der Ploeg hat eine andere Erklärung: Brasilien sei ein riesiger Markt
mit einem einzigen Käufer, dem staatlichen Gesundheitssystem. Zudem erteile
das Land bereitwillig – und wie van der Ploeg findet, gegen seine eigenen
Interessen – Patente. Gilead hätte in Brasilien ein leichtes Spiel. Wäre da
nicht die brasilianische Zivilgesellschaft; Menschen wie sie selbst, die
Druck machen. „Gesundheit darf nicht nach den Regeln des Marktes
organisiert werden – und schon gar nicht nach dem, [4][was Gilead gerne
verdienen würde]“, sagt van der Ploeg.
Wenn es nach ihr ginge, würden wir in einer Welt ohne Patente leben. Sie
zählt Beispiele in der Geschichte auf, in denen medizinische Innovationen
nicht patentiert wurden: Wie die BCG-Impfung gegen Tuberkulose 1921.
[5][Oder die Pockenimpfung 1796]. Und als der Erfinder des ersten
Polioimpfstoffs, Jonas Salks, 1955 gefragt wurde, wem denn nun das Patent
für seinen Impfstoff gehöre, soll er geantwortet haben: „Nun ja, den
Menschen, würde ich sagen. Es gibt kein Patent. Kann man etwa die Sonne
patentieren?“
Für Susana van der Ploeg gibt es aktuell nur eine Lösung: die Zwangslizenz.
Dabei behält der Patentinhaber sein Patent und muss angemessen vergütet
werden, aber der Staat erlaubt die Herstellung und den Import des Produkts
auch ohne die Zustimmung des Patentinhabers. Dieses Vorgehen ist durchaus
üblich. Erst vor zwei Jahren erteilte Kolumbien eine Zwangslizenz für das
HIV-Medikament Dolutegravir. Malaysia tat dasselbe 2017 für das
Hepatitis-C-Medikament Sofosbuvir und Russland 2020 für Gileads
Covid-Medikament Remdesivir.
Doch mit Gegenwind ist zu rechnen, von Pharmaunternehmen selbst, aber auch
von Regierungen, die ihre Interessen vertreten. Als Thailand zwischen 2006
und 2008 mehrere Zwangslizenzen erteilte, wurde es von den USA auf eine
Handelsliste für Länder gesetzt, die geistiges Eigentum angeblich nicht
ausreichend schützen. Die US-amerikanische Pharmaindustrie drängte auf
Sanktionen, der Hersteller Abbott beschloss, die Einführung neuer
Medikamente auf dem thailändischen Markt erst einmal zu stoppen.
Für Brasilien [6][wäre es nicht die erste Zwangslizenz]: 2007 erteilte
Präsident Lula da Silva per Dekret ohne die Zustimmung des
US-Pharmakonzerns Merck eine Zwangslizenz für das Aids-Medikament
Efavirenz. Brasilien konnte daraufhin ein Generikum aus Indien beziehen:
Statt 1,59 Dollar kostete die Tablette nur noch 45 Cent.
Susana van der Ploeg will, dass Lula, gestärkt durch seine Wiederwahl, auch
bei Lenacapavir wieder zu diesem Mittel greift. Der Zeitpunkt sei günstig,
denn Brasilien stehe bereits unter Handelssanktionen der USA. Donald Trump
mische sich offensichtlich in die brasilianische Demokratie ein. Deshalb,
meint van der Ploeg: „Genau jetzt wäre es entscheidend, dass Lula zu Trump
sagt: Nicht mit uns.“
Othoman Mellouk, Experte für Arzneimittelpatente und den Zugang zu
HIV-Medikamenten [7][bei der NGO ITPC Global], stimmt zu. Gilead stünde
ohnehin unter massivem Druck der brasilianischen Zivilgesellschaft. „Man
kann Brasilianer:innen nicht als Versuchspersonen für Medikamente benutzen,
und dann sagen: Ihr seid mir egal“, sagt er. „Brasilien könnte eine
Zwangslizenz erteilen, das Medikament selbst produzieren und damit auch
noch andere Länder in der Region versorgen – und zwar deutlich günstiger.“
## Ein kleiner Erfolg für mehr Zugänglichkeit
Mitte September führte der Druck auf Gilead zu einem ersten kleinen Erfolg:
Die Panamerikanische Gesundheitsorganisation Paho kündigte einen neuen
„Weg“ für den Zugang zu Lenacapavir in Lateinamerika und der Karibik an.
Gemeinsam mit Gilead will die Paho die Spritze über einen regionalen
Beschaffungsfonds in 14 Ländern zugänglich machen, darunter auch Brasilien.
Die taz hat die Paho und Gilead gefragt, zu welchem Preis Lenacapavir über
den neuen Deal angeboten werden soll, welche Abnahmemengen vereinbart
wurden und wann die Spritze in Brasilien verfügbar sein wird. Die Paho hat
bis Redaktionsschluss nicht reagiert. Gilead teilte schriftlich mit, dass
die Preisbedingungen des Abkommens vertraulich seien und der Konzern
Länderpreise je nach Wirtschaftskraft, HIV-Belastung und Kontext des
Gesundheitssystems differenziere.
Othoman Mellouk und Ärzte ohne Grenzen kritisieren die fehlende Transparenz
des Abkommens. „Solange der Preis, die Abnahmemengen und das Lieferdatum
nicht transparent kommuniziert werden, können wir nicht sagen, was der Deal
für den Zugang zu Lenacapavir bedeutet“, sagt Mellouk. Die
Geheimniskrämerei könnte aber auch taktische Gründe haben. Denn wenn Gilead
sich auf einen niedrigeren Preis mit Brasilien einigt und diesen
bekanntgibt, könnten andere Länder ebenfalls einen besseren Preis
verlangen.
Um zu verhindern, dass ihre Verhandlungsposition auf dem globalen Markt
geschwächt wird, nutzen Pharmakonzerne daher die verbreitete [8][Praxis der
„vertraulichen Rabatte“]: Anstatt sich etwa öffentlich auf 400 Dollar
einzulassen, gibt ein Pharmakonzern einen „Buy one, get two for
free“-Rabatt.
Der Käufer bezahlt dann für eine Einheit 1.200 Dollar und bekommt zwei
Einheiten „geschenkt“. So muss der Pharmakonzern nicht zugeben, dass er das
Medikament effektiv für 400 Dollar verkauft, während der Käufer das Produkt
zu seinem Maximalgebot bekommt. Diese Taktik erlaubt es Pharmaunternehmen,
ihre Preise zu differenzieren und wird von der WHO und OECD als
intransparent kritisiert. Durch die individuellen Verhandlungen können
Pharmakonzerne immer dann etwas nachgeben, wenn sich zu viel Druck gegen
sie aufbaut – ohne dass sich an der grundlegenden Machtverteilung etwas
ändert.
Für Solange do Nascimento Silva sind die Preisverhandlungen weit weg, für
sie zählt ihr Zugang zum Medikament. An diesem Abend bleibt sie nach ihrer
ersten Lenacapavirdosis noch ein paar Stunden unter Beobachtung im Bus der
Stadtverwaltung. Die erste Spritze, erzählt sie später, habe sie gut
vertragen.
Sollte Lenacapavir nach Ablauf der Karenzzeit der Studie noch nicht in
Brasilien verfügbar sein, müsste do Nascimento Silva wieder auf Tabletten
umsteigen. Die Spritze ergebe für sie und viele andere trans Personen
einfach mehr Sinn, erklärt sie: „Es verkleinert die Last, die der Körper
tragen muss.“
2 Nov 2026
## LINKS
(DIR) [1] /HIV-Forschung/!6051873
(DIR) [2] https://cadernos.ensp.fiocruz.br/ojs/index.php/csp/article/view/8729/20005
(DIR) [3] https://www.reuters.com/business/healthcare-pharmaceuticals/indian-drugmakers-dr-reddys-hetero-sell-generic-hiv-prevention-drug-40-year-2025-09-24/
(DIR) [4] /Bekaempfung-von-Aids/!6035822
(DIR) [5] https://www.dpma.de/dpma/veroeffentlichungen/meilensteine/besondereerfinderinnen/pasteurimpfen/index.html
(DIR) [6] /Brasilien-bricht-erstmals-Arznei-Patent/!285040/
(DIR) [7] https://itpcglobal.org/
(DIR) [8] https://iris.who.int/server/api/core/bitstreams/4c2e53e0-9845-43d4-933b-86c8c54d43fb/content
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