# taz.de -- Klage von Musks Unternehmen xAI: KI darf vorerst Nacktbilder generieren
> Ein US-Gericht in Minnesota wollte gefälschte Nacktbilder von xAI
> verbieten. Musks Firma klagte erfolgreich dagegen, mit Verweis auf
> Meinungsfreiheit.
(IMG) Bild: Elon Musk, CEO des KI-Unternehmens xAI
rtr | Elon Musks [1][KI-Unternehmen xAI] hat am Freitag vor einem
US-Berufungsgericht eine einstweilige Verfügung gegen ein Gesetz im
Bundesstaat Minnesota erwirkt, das die Erstellung von [2][KI-generierten
gefälschten Nacktbildern] verbietet. Das Berufungsgericht in St. Louis
setzte das Gesetz mit seiner Entscheidung vorerst aus und gab damit einem
Antrag von xAI statt.
Elon Musks KI-Unternehmen argumentierte, das Gesetz sei verfassungswidrig,
da es die durch die US-Verfassung geschützte Meinungsfreiheit einschränke.
Das als landesweit erstes seiner Art geltende Gesetz verbietet Betreibern
von Webseiten und Softwareentwicklern, Nutzern die Erstellung realistischer
Bilder zu ermöglichen, die intime Körperteile einer identifizierbaren
Person zeigen, welche auf einem Originalfoto nicht zu sehen sind.
Ein untergeordnetes Gericht hatte den Antrag des Technologieunternehmens im
vergangenen Monat noch zurückgewiesen.
Der US-Bundesstaat Minnesota hatte das Gericht aufgefordert, das Gesetz
nicht auszusetzen. Es solle die Verbreitung von Material über sexuellen
Kindesmissbrauch bekämpfen, das von KI-Produkten wie Musks Grok Imagine in
„erschütterndem Ausmaß“ generiert werde. xAI erklärte hingegen, das Produkt
enthalte „strenge Schutzvorkehrungen“ gegen die Erstellung solcher Bilder
von echten Personen. Das Unternehmen hat damit begonnen, Nutzer zu
verklagen, die seine technologischen Schutzvorkehrungen umgehen.
Mehrere Länder untersuchen zurzeit Maßnahmen gegen xAIs Grok. Die
Europäische Kommission kündigte im Januar eine Untersuchung an. Es
bestünden Bedenken, dass Grok illegale Inhalte, darunter manipulierte
Bilder, verbreiten könne. Die irische Datenschutzkommission leitete im
Februar eine formelle Untersuchung gegen Grok ein. Die französische Polizei
durchsuchte wenige Tage später im Rahmen einer separaten Ermittlung die
Büros von X. Auch Großbritannien und Kanada wollen gegen mithilfe von Grok
generierte sexuelle Bilder und Deepfakes vorgehen.
3 Oct 2026
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