# taz.de -- Elon Musk finanziert US-Wahlkampf: Eine Viertelmilliarde Dollar für die Republikaner
       
       > Tesla-Chef Elon Musk hat vor den Midterm-Wahlen rund 276 Millionen
       > US-Dollar an die Republikaner gespendet – die bisher größte Spende an
       > Trumps Partei in diesem Wahlkampf.
       
 (IMG) Bild: Elon Musk, der reichste Mann der Welt, bekommt von Donald Trump die National Medal of Science überreicht
       
       dpa | Tech-Milliardär [1][Elon Musk] hat US-Medienberichten zufolge vor den
       wichtigen Zwischenwahlen Anfang November rund 276 Millionen Dollar (knapp
       247 Millionen Euro) an die Republikanische Partei von US-Präsident Donald
       Trump gespendet. Er sei damit der mit Abstand größte bekannte Geldgeber der
       Republikaner [2][im diesjährigen Wahlkampf,] berichteten die New York Times
       und der Sender CNN unter Berufung auf Sprecher Musks.
       
       Ein Großteil der seit Juli getätigten Spenden – etwa 158 Millionen Dollar –
       sei an die Organisation Senate Leadership Fund geflossen – ein sogenanntes
       Super-Pac der Republikaner, das Gelder in unbegrenzter Höhe annehmen und
       sie zur Werbung für bestimmte Kandidaten oder politische Anliegen verwenden
       kann. Das Kürzel „Pac“ steht für „politisches Aktionskomitee“. Mehr als 76
       Millionen Dollar seien zudem an das von Musk gegründete America PAC
       geflossen.
       
       ## Unterstützung bereits vor Präsidentschaftswahl
       
       Musk – der reichste Mann der Welt – hatte im Präsidentschaftswahlkampf 2024
       mehr als 250 Millionen Dollar an Trump gespendet. Das brachte ihm zum
       Beginn von Trumps zweiter Amtszeit im Weißen Haus die Rolle eines engen
       Vertrauten ein. Er war oft an der Seite des Präsidenten zu sehen und wurde
       mit der Kürzung der Ausgaben des Staatsapparats betraut.
       
       Musk und seine Mitstreiter im Kürzungsgremium Department of Government
       Efficiency (Doge) gingen dabei zum Teil äußerst rabiat vor. So wurde die
       Entwicklungshilfe „in den Holzhäcksler geworfen“, wie er das formulierte.
       Es folgten Proteste, die auch auf das Geschäft des von Musk geführten
       Elektroautoherstellers Tesla durchschlugen.
       
       Zur Jahresmitte 2025 folgte der Bruch zwischen Musk und Trump nach einem
       Streit um ein vom Präsidenten vorangetriebenes Steuergesetz. Musk
       behauptete danach öffentlich, ohne seine Hilfe wäre Trump gar nicht
       wiedergewählt worden. Trump sagte, der Milliardär sei nur verärgert, weil
       er Elektroautosubventionen gestrichen habe. Später versöhnten sich Trump
       und Musk zwar, aber das Verhältnis blieb distanziert.
       
       ## Mehrheiten der Republikaner wackelig
       
       Die Abstimmung am 3. November, bei der das gesamte Repräsentantenhaus und
       rund ein Drittel des Senats zur Wahl stehen, wird die Handlungsfähigkeit
       Trumps im Rest seiner Amtszeit stark beeinflussen. Aktuell halten seine
       Republikaner die Mehrheit in beiden Parlamentskammern. Sollten die
       Demokraten ihnen auch nur eine davon abnehmen, können sie Gesetzesvorhaben
       der Trump-Regierung erschweren oder blockieren sowie die Regierung durch
       Untersuchungen in Ausschüssen verstärkt kontrollieren.
       
       13 Oct 2026
       
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