# taz.de -- Hohe Spritpreise: Automobilclub fordert Senkung der Stromsteuer
       
       > Der ADAC will, dass die Regierung Strom billiger macht. Das würde alle
       > Verbraucher:innen entlasten – und einen Anreiz für E-Autos schaffen.
       
 (IMG) Bild: Es wird höchste Zeit für eine Übergewinnsteuer auf EU-Ebene
       
       afp | In der Debatte um Entlastungen für Autofahrer:innen wegen der
       hohen Spritpreise hat der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) eine
       Stromsteuersenkung gefordert – als Entlastung für alle
       Verbraucher:innen und als Anreiz für den Umstieg auf E-Autos.
       
       „Aus Sicht des ADAC würde eine Stromsteuersenkung auch für private
       Haushalte eine zusätzliche Entlastung für alle Verbraucherinnen und
       Verbraucher darstellen“, sagte eine Sprecherin der Rheinischen Post, „aber
       eben auch einen Anreiz für jene schaffen, die mit dem Gedanken spielen,
       sich jetzt ein E-Auto zuzulegen“.
       
       Für welche Antriebsart sich Verbraucher:innen entscheiden, auch vor dem
       Hintergrund der hohen Spritpreise, sei sehr individuell und hänge von
       vielen Faktoren ab. „Die aktuelle Neufahrzeugförderung kann die Gruppe der
       Menschen, die sich ein neues E-Auto leisten können, vergrößern“, sagte die
       ADAC‑Sprecherin. „Der hohe Anschaffungspreis ist neben mangelnden
       Möglichkeiten für das Laden einer der Gründe, warum Verbraucher zögern“,
       fügte sie hinzu.
       
       Wegen der [1][zuletzt massiv gestiegenen Spritpreise] infolge der weiteren
       Eskalation des Irankrieges ist die Debatte um mögliche Entlastungen für
       Verbraucher wieder entbrannt. Die SPD fordert einen Preisdeckel, der vom
       Bundeswirtschaftsministerium umgesetzt werden müsste.
       
       Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat sich aber dagegen
       ausgesprochen. Sie plädiert dafür, den [2][Spritpreise per Steuerrabatt] zu
       senken. Zudem schlägt sie Direktzahlungen an Geringverdiener vor.
       
       Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) setzt sich für eine Übergewinnsteuer
       auf EU-Ebene ein. Am Freitag will er bei einem Treffen mit seinen
       EU-Kollegen in Dublin über Maßnahmen gegen die hohen Treibstoffpreise
       beraten.
       
       18 Sep 2026
       
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