# taz.de -- Panikmache der KI-Firmen: Kommt mal wieder runter!
> Tech-Bosse verbreiten Panik: KI könnte demnächst die Menschheit
> auslöschen. Dahinter steckt vermutlich mehr eine Marketingstrategie als
> echte Gefahr.
(IMG) Bild: Keine Sorge, die Slop Maschinen sind keine Gefahr
Noch mal eine fette Flugreise, so nach Neuseeland oder auf die Osterinsel
und Bora-Bora? Oder lassen wir es lieber krachen in einer
Luxus-Wellnessoase? Scheißegal, was das kostet und wie das die Umwelt
versaut, Hauptsache, wir haben es noch mal so richtig glamourös und
gemütlich, bevor wir demnächst alle ins Gras beißen. Denn das werden wir
wohl, zumindest wenn man den Apokalypse-Erzählungen von KI-Bossen folgt.
Weswegen die jetzt in die Welt posaunen: Wir müssen uns (selbst)
regulieren, sonst wird die Menschheit in Kürze ausgelöscht!
Ja, das klingt tatsächlich dramatisch und nach einem
Science-Fiction-Drehbuch, das plötzlich real geworden ist. Aber wir sollten
uns alle mal beruhigen, das Ende der Menschheit ist nicht in Sicht, auch
wenn die großen KI-Firmen das gerade megamäßig suggerieren und der
[1][ChatGPT-Entwickler OpenAI seinen Börsengang] wegen Sicherheitsbedenken
verschiebt. Und ja, KI kann sich selbstständig machen, [2][fast täglich
gibt es Fälle, in denen KI-Agenten Sicherheitsgrenzen überschreiten]. So
wurden KI-Ausbrüche aus angeblich abgeschotteten Bereichen beispielsweise
bei OpenAI und Anthropic bekannt.
Und doch deutet vieles darauf hin, dass hinter der Panikmache der KI-Bosse
auch eine Marketingstrategie steckt. Die Aufmerksamkeit für einen
Börsengang könnte mit einem Weltuntergangsuntergangsszenario kaum größer
sein. Und wer wenn nicht die [3][KI-Firmen selbst könnten ihre eigenen
Systeme regulieren und sogar stoppen?]
Bevor eine künstliche Intelligenz die Welt vernichtet, sind die KI-Firmen
möglicherweise selbst vernichtet, nämlich pleitegegangen. Die Entwicklung
von Modellen, die alles zunichte machen, kostet nicht nur jede Menge Geld,
sondern auch riesige Mengen Energie – in Rechenzentren, die es auch in
absehbarer Zukunft nicht geben dürfte. Trotzdem sind Regulierung und vor
allem Sicherheitsmaßnahmen nötig. Denn KI könnte tatsächlich schon bald
Krankenhäuser, Stromversorger oder Atomanlagen kapern und so die Welt noch
instabiler machen, als sie jetzt schon ist.
14 Sep 2026
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(DIR) Simone Schmollack
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