# taz.de -- Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: AfD weiter vor SPD
> Die AfD liegt in Mecklenburg-Vorpommern in den Umfragen zur Landtagswahl
> vorn. Trotzdem könnte Manuela Schwesig Ministerpräsidentin bleiben.
(IMG) Bild: Sicherlich die schöne Aussicht im Wahlkampf: Im Schweringer Schloss tagt das Parlament von Mecklenburg-Vorpommern
afp | Gut eine Woche vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern sehen
Umfragen die oppositionelle AfD weiter vor der regierenden SPD von
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. In einer am Freitag in Mainz
veröffentlichten Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF kommt die
AfD von Ministerpräsidentenkandidat Leif-Erik Holm auf 37 Prozent. Die SPD
erreicht 34 Prozent.
Auf Rang 3 folgt mit 10 Prozent die mitregierende Linke. Dahinter liegt die
CDU mit 7 Prozent. Die Grünen könnten mit 5 Prozent im Schweriner Landtag
bleiben. Das BSW würde mit 4 Prozent den Einzug in das Landesparlament
verpassen. Die FDP würde ausscheiden; ihr Wert wurde nicht gesondert
ausgewiesen. Befragt wurden von Montag bis Donnerstag gut tausend
Wahlberechtigte in Mecklenburg-Vorpommern. 25 Prozent waren noch unsicher.
Eine Befragung des Instituts Infratest dimap für die ARD [1][hatte am
Donnerstag ähnliche Werte ergeben]. Die AfD kommt dort auf 38 Prozent, die
SPD auf 33 Prozent. Es folgen die Linke mit 9 Prozent, die CDU mit 7
Prozent und die Grünen mit 5 Prozent. Auch hier landet das BSW mit 4
Prozent unter der Fünfprozenthürde. Die FDP wurde auch hier nicht gesondert
ausgewiesen.
Die ARD-Befragung lief von Montag bis Mittwoch. Im Vergleich zu einer in
der vergangenen Woche veröffentlichten Infratest-dimap-Umfrage legte
[2][die AfD] um 3 Prozentpunkte zu, während die SPD sich um 1 Punkt
steigerte. Die Linke verlor 2 Punkte, die CDU büßte 1 Punkt ein. Die Grünen
und das BSW blieben unverändert. Die FDP wurde nicht separat aufgeführt.
## Schwesig deutlich beliebter als Holm
Eine Befragung des Instituts Insa für den Nordkurier vom Donnerstag ergab
indes 36 Prozent für die AfD und 33 Prozent für die SPD. Die Linke folgte
mit 11 Prozent vor der CDU mit 7 Prozent und den Grünen mit 5 Prozent. Das
BSW würde mit 4 Prozent scheitern, die FDP wurde nicht genannt. Die Umfrage
lief von Dienstag vergangener Woche bis Dienstag.
In Mecklenburg-Vorpommern wird am Sonntag kommender Woche gewählt,
zeitgleich findet auch [3][in Berlin eine Abgeordnetenhauswahl] statt. In
Schwerin regiert derzeit eine Koalition aus SPD und Linkspartei, die laut
den Umfragen keine Mehrheit mehr hätte. Politisch und rechnerisch denkbar
ist lediglich ein Dreierbündnis aus SPD, Linkspartei und Grünen.
Laut ZDF würden sich bei einer Direktwahl der Ministerpräsidentin oder des
Ministerpräsidenten 61 Prozent für die amtierende Regierungschefin Schwesig
entscheiden und 28 Prozent für AfD-Herausforderer Holm. Die größte
Zustimmung findet mit 46 Prozent eine rot-rote Koalition. Ihr würde aber
die Mehrheit fehlen.
In der ARD-Umfrage zeigen sich 58 Prozent mit Schwesigs Arbeit sehr
zufrieden oder zufrieden. AfD-Spitzenkandidat Holm kommt auf 27 Prozent
Zufriedenheit. Auch bei der Frage, welche Partei die nächste
Landesregierung anführen sollte, liegt die SPD mit 55 Prozent vor der AfD
mit 32 Prozent.
Die Wahl vom September 2021 gewann die SPD mit 39,6 Prozent vor der AfD mit
16,7 Prozent, der CDU mit 13,3 Prozent und der Linken mit 9,9 Prozent. Auch
die Grünen und die FDP zogen mit 6,3 Prozent beziehungsweise 5,8 Prozent in
den Schweriner Landtag ein. Das BSW trat noch nicht an.
11 Sep 2026
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