# taz.de -- Nach Sturzflut im Himalaya: Retter bergen in Nepal zwei weitere Überlebende
       
       > Die Retter in Nepal können zwei weitere Erfolge verbuchen. Sie finden
       > einen weiteren Arbeiter in einem Tunnel und eine Frau in den Trümmern
       > eines Hauses.
       
 (IMG) Bild: Der chinesische Staatsbürger konnte im Rahmen einer Rettungsaktion am Wasserkraftprojekt Trishuli-3A im nepalesischen Distrikt Rasuwa von Soldaten gerettet werden
       
       Kathmandu ap | Rettungskräfte in Nepal haben [1][zehn Tage nach der
       Sturzflutkatastrophe im Himalaya] zwei weitere Überlebende geborgen. Ein
       chinesischer Staatsbürger sei lebend in einem Tunnel entdeckt worden,
       teilte das Büro von Ministerpräsident Balendra Shah am Samstag mit. Kurz
       darauf meldete die Armee, sie habe in Nuwakot eine Überlebende gefunden.
       
       Nach Angaben der nepalesischen Armee wurde der Chinese in einem 225 Meter
       langen Tunnel entdeckt. Auf Bildern war zu sehen, wie er mit einem
       Hubschrauber ausgeflogen wurde. Ein Militärsanitäter versorgte ihn während
       des Fluges. Das chinesische Staatsfernsehen zeigte, wie zwei Retter den
       Mann aus dem Tunnel trugen.
       
       Damit ist die Zahl der aus dem Wasserkraftprojekt Trishuli Geretteten auf
       drei gestiegen. Am Freitag hatten die Einsatzkräfte zwei nepalesische
       Arbeiter aus einem Tunnel des Wasserkraftwerks Trishuli 3A geborgen.
       
       Die in Nuwakot gerettete Frau wurde schlammverschmiert in einem
       beschädigten Haus gefunden. Die Armee veröffentlichte Bilder, auf denen ihr
       Retter eine Wasserflasche reichen und sie dann in Sicherheit bringen. Nach
       Angaben der Behörden wurde sie in die Hauptstadt Kathmandu geflogen.
       
       ## Hunderte werden noch in Tunneln vermutet
       
       Nach Angaben der Behörden werden in Nepal rund 900 Arbeiter aus zwölf
       Wasserkraftprojekten vermisst, von denen etwa 500 in Tunneln eingeschlossen
       sein könnten, die zur Kontrolle des Wasserflusses bei der Stromerzeugung
       gebaut wurden. Der Verband unabhängiger Stromerzeuger in Nepal geht von
       mehr als 550 vermissten Arbeitern am Wasserkraftprojekt Trishuli 3A aus.
       Etwa 115 von ihnen könnten sich nach Verbandsangaben im Haupttunnel des
       Projekts befinden.
       
       Die Sturzfluten am 26. August wurden nach Einschätzung von Experten von
       einem Gletscherabbruch am 7.227 Meter hohen Langtang Lirung in Nepal
       ausgelöst. Gesteinsmassen und Schmelzwasser verursachten eine verheerende
       Flutwelle in Flüssen in den darunterliegenden Tälern. Die Wassermassen
       zerstörten in der autonomen chinesischen Region Tibet und in Nepal Häuser,
       Straßen, Brücken und kritische Infrastruktur.
       
       Nach Angaben der nepalesischen Katastrophenschutzbehörde kamen mindestens
       1.300 Menschen ums Leben. [2][Mehr als 5.000 Menschen werden vermisst].
       China meldete 31 Tote und 531 Vermisste in der Region Tibet.
       
       5 Sep 2026
       
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