# taz.de -- Hitzewelle im Sommer: Jetzt 16.300 Hitzetote oder noch ein paar Tausend mehr
       
       > Die Zahl der Hitzetoten in diesem Sommer ist laut Robert-Koch-Institut um
       > weitere 500 gestiegen.
       
 (IMG) Bild: Was tun bei Hitze? Joggen vielleicht lieber ganz früh bei Sonnenaufgang
       
       afp/taz | Die Zahl der Hitzetoten in diesem Sommer hat sich weiter erhöht.
       Sie liegt mittlerweile bei geschätzt 16.300, wie aus dem am Donnerstag in
       Berlin veröffentlichten Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts (RKI)
       hervorgeht. Ausgewertet wurden Daten bis zum 23. August. Gegenüber [1][dem
       letzten Wochenbericht] ist die Opferzahl damit nochmals um 500 gestiegen.
       
       2026 ist laut RKI ein Rekordjahr, was hitzebedingte Sterbefälle angeht. Sie
       übertreffen bei weitem alles bisher Dagewesene. Die bislang höchste Zahl an
       Hitzetoten wurde 2018 mit geschätzt 8.900 Fällen registriert.
       
       Die Auswirkungen der Hitze könnten laut RKI sogar noch größer sein als mit
       dem vom Institut zugrunde gelegten Hitzemodell. Denn nach dem
       Übersterblichkeitsbericht des RKI kam es von Mitte Mai bis Mitte August zu
       einer Übersterblichkeit von geschätzten 19.500. Übersterblichkeit bedeutet,
       dass in einem bestimmten Zeitraum mehr Menschen sterben, als das
       normalerweise zu erwarten wäre.
       
       ## Extrem tödliches Wochenende Ende Juni
       
       Allein 9.600 der 16.300 Menschen starben laut RKI in diesem Jahr in der
       besonders heißen 26. Kalenderwoche, also zwischen dem 22. und dem 28. Juni.
       Damals hatte es Rekordtemperaturen von mancherorts mehr als 41 Grad Celsius
       gegeben. An einzelnen Wochentagen waren laut Statistischem Bundesamt nahezu
       doppelt so viele Sterbefälle gezählt worden, als für die Jahreszeit üblich
       wäre.
       
       Die extremen Temperaturen werden von Fachleuten als direkte [2][Folge des
       Klimawandels] gesehen.
       
       Das Ausmaß hitzebedingter Sterbefälle wird vom RKI mithilfe von
       statistischen Methoden durch den Vergleich der Zahl von Sterbefällen in
       Sommerwochen mit und ohne Hitze modelliert. Das ist notwendig, weil Hitze
       allein selten unmittelbar zum Tod führt und daher auf Totenscheinen nicht
       als Todesursache angegeben werden kann. Entsprechend taucht sie auch nicht
       in der Todesursachenstatistik auf.
       
       Die endgültige Bilanz dieses Sommers dürfte noch schlimmer ausfallen. Zum
       einen fehlen noch die Sterbezahlen der letzten drei Wochen. Und der Sommer
       ist keineswegs vorbei. Für das kommende Wochenende werden teilweise nochmal
       bis zu 30 Grad prognostiziert.
       
       3 Sep 2026
       
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