# taz.de -- UN-Bericht zum Klimawandel: Das 1,5-Grad-Ziel wird gerissen
       
       > Das Ziel des Pariser Klimaabkommens lässt sich aus Sicht der Vereinten
       > Nationen nicht mehr halten. Aktuell steuert die Erde auf eine Erwärmung
       > um 2,6 Grad zu.
       
 (IMG) Bild: Kleiner Planet im Weltall sucht dringend nach Kühlung. Die Erde über dem Mond, aufgenommen 1968 aus dem Raumschiff Apollo 8
       
       kna/epd/dpa/taz | Das Ziel, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen,
       lässt sich aus Sicht des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (Unep)
       nicht mehr halten. Die Welt befinde sich auf dem Weg zu einer Erderwärmung
       von 2,6 Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit, heißt es
       [1][in dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der UN-Organisation]. Das
       1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens sei nur dann noch erreichbar, wenn
       die globale Durchschnittstemperatur nach einem zwischenzeitlichen
       Überschreiten dieses Limits wieder abgesenkt werden könne.
       
       „Weltweit zeigen extreme Hitzewellen bereits, dass die Auswirkungen des
       Klimawandels schneller eintreten, heftiger ausfallen und länger anhalten
       werden – was mehr Menschenleben kosten und tiefgreifendere Störungen
       verursachen wird“, sagte Inger Andersen, Exekutivdirektorin des Unep. Es
       bestehe jedoch noch eine Möglichkeit, den Temperaturanstieg unter der
       kritischen Marke von 1,5 Grad zu halten. „Jetzt ist es an der Zeit, unsere
       Klimaschutzbemühungen zu verstärken – und nicht, sie aufzugeben“, betonte
       Andersen bei der Vorstellung des Berichts in Nairobi.
       
       „Die sengende Hitze, die verheerenden Waldbrände und die tödlichen
       Überschwemmungen dieses Sommers sind eine Warnung vor dem, was uns
       bevorsteht“, betonte auch UN-Generalsekretär António Guterres. Deshalb
       müsse es darum gehen, die Überschreitung so gering und die Rückkehr unter
       die 1,5-Grad-Marke so schnell wie möglich zu gestalten, erklärte Guterres.
       
       Aktuell sieht es allerdings nicht danach aus. Dem Bericht zufolge befindet
       sich die Welt dem Bericht auf einem Weg, der zu etwa 2,6 Grad
       Temperaturanstieg im Vergleich zur vorindustriellen Zeit führen würde.
       Vieles deute darauf hin, dass die 1,5-Grad-Grenze bereits in den kommenden
       Jahren dauerhaft überschritten werde. Selbst im optimistischsten Szenario,
       wenn sehr schnell und umfassend reagiert würde, könne der Höchstwert auf
       1,8 Grad über dem vorindustriellen Niveau begrenzt werden, sagte Debra
       Roberts, eine der Autorinnen des Berichts.
       
       2 Sep 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] https://www.unep.org/news-and-stories/press-release/unep-world-set-cross-15degc-global-warming-can-still-limit-adapt-and
       
       ## TAGS
       
 (DIR) Schwerpunkt Klimawandel
 (DIR) António Guterres
 (DIR) Unep
 (DIR) Vereinte Nationen
 (DIR) Erderwärmung
 (DIR) 2-Grad-Ziel
 (DIR) GNS
 (DIR) Schwerpunkt Klimawandel
 (DIR) Schwerpunkt Klimawandel
 (DIR) Schwerpunkt Klimawandel
 (DIR) Schwerpunkt Klimawandel
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
 (DIR) Sturzflut in Nepal und Klimawandel: Nepal will Entschädigung von CO₂-Verursachern
       
       China, USA und Indien sollen sein Land für die Folgen des Klimawandels
       entschädigen, sagt Nepals Außenminister. Zahl der Todesopfer steigt auf
       über 1.100.
       
 (DIR) Erfolg gegen Klimakiller: Superemittent Turkmenistan schließt Methanlecks
       
       In dem zentralasiatischen Land sollen acht Gas- oder Öllecks geschlossen
       worden sein. UNO sieht „Durchbruch“ beim Quick Fix gegen den Klimawandel.
       
 (DIR) Globale Bestandsaufnahme: Korallenriffe haben kaum noch Zeit zur Erholung
       
       Die bisher größte globale Bestandsaufnahme zeigt, dass Korallen weltweit
       stark unter Druck stehen. Damit Riffe sich erholen, brauchen sie Zeit.
       
 (DIR) Gletscherforscher zur Flutkatastrophe: „Gebirge erwärmen sich schneller als der Rest der Erde“
       
       Die Erderwärmung führt zum Abschmelzen der Gletscher. Damit steigt das
       Risiko von Katastrophen wie jetzt in Nepal, sagt der Glaziologe Donovan
       Dennis.