# taz.de -- Sturzflut in Nepal: Zahl der Toten steigt auf über 1.000
       
       > Rettungskräfte suchen Tage nach der Sturzflut nach Verschütteten. Die
       > Zahl der Opfer dürfte weiter steigen. Rund 5.000 Menschen werden noch
       > immer vermisst.
       
 (IMG) Bild: Soldaten der nepalesischen Armee mit der Leiche eines Arbeiters an der Baustelle eines Wasserkraftprojekts in Upper Trishuli
       
       dpa/taz | Nach der gewaltigen Sturzflut im Himalaja ist die Zahl der Toten
       in Nepal und Tibet auf mehr als 1.000 gestiegen. In ihrer jüngsten
       Statistik spricht die Polizei in Kathmandu von 1.007 Toten allein in Nepal.
       China hatte zuvor 16 Opfer auf der tibetischen Seite gemeldet.
       
       Viele Leichen sind den Behörden zufolge bei ihrem Fund völlig entstellt und
       teilweise schon stark verwest. Die Zahl der Todesopfer dürfte in den
       nächsten Tagen und Wochen noch weiter steigen.
       
       Die Zahl der Vermissten stieg laut einem Polizeisprecher in Nepal auf fast
       4.600. In Tibet waren es zuletzt knapp 550. Auch zu Hunderten Ausländern
       fehlt seit der Katastrophe vom vergangenen Mittwoch jede Spur, darunter
       mehreren Deutschen. Eine vierköpfige deutsche Familie war hingegen in den
       Tagen nach der Flut gerettet und mit einem Hubschrauber in Sicherheit
       gebracht worden.
       
       Experten zufolge soll ein massiver Gletscherabbruch eine Springflut
       ausgelöst haben. Die verheerende Sturzflut aus Wasser, Schlamm, Eis und
       Geröll hatte alles mit sich gerissen, was ihr im Weg stand. Betroffen ist
       vor allem Nepal, wo die Flut über mehr als 100 Kilometer das Bhotekoshi-
       und Trishuli-Flusssystem hinunterströmte. [1][Viele Dörfer sind völlig
       zerstört, die Bewohner dort haben alles verloren].
       
       Auch [2][die massiven Bauten am Grenzübergang zu China wurden komplett
       zerstört]. Viel weiter ins Landesinnere kam die Flutwelle aber nicht, weil
       es dort bergauf ging.
       
       Tausende Einsatzkräfte [3][suchen weiter in den Erdmassen und in
       verschütteten Tunneln nach Vermissten]. Die Such- und Rettungsarbeiten
       werden immer wieder von weiteren drohenden Sturzfluten und schlechtem
       Wetter beeinträchtigt.
       
       1 Sep 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] /Himalaja-Flutkatastrophe/!6207816
 (DIR) [2] /Sturzflut-in-Tibet-und-Nepal/!6207765
 (DIR) [3] /Sturzflut-in-Nepal/!6207953
       
       ## TAGS
       
 (DIR) Nepal
 (DIR) Flut
 (DIR) Naturkatastrophe
 (DIR) GNS
 (DIR) Schwerpunkt Klimawandel
 (DIR) Nepal
 (DIR) Nepal
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
 (DIR) Sturzflut im Himalaja: Propaganda statt Aufklärung
       
       Auf nepalesischer Seite können Medienschaffende frei berichten. Das
       chinesisch kontrollierte Tibet hingegen bleibt eine Blackbox.
       
 (DIR) Sturzflut in Nepal: Mehr als 4.400 Menschen gerettet
       
       Nach den verheerenden Sturzfluten laufen die Such- und Bergungsarbeiten
       weiter. Retter kämpfen sich durch Schlamm und suchen nach über 3.000
       Vermissten.
       
 (DIR) Sturzflut in Tibet und Nepal: Eine Flutwelle so hoch wie ein siebenstöckiges Haus
       
       Wie kam es zur gigantischen Sturzflut im Himalaja? Drohen weitere
       Flutwellen? Was zeigen Videos? Und was hat das alles mit dem Klimawandel zu
       tun? Antworten auf die wichtigsten Fragen.