# taz.de -- 30 Tote nach Erdrutsch in Guinea: In der Nacht vom Müll verschüttet
       
       > Die Anwohner eines riesigen Müllbergs in Guineas Hauptstadt Conakry waren
       > bereits jahrelang Gefahr und Elend ausgesetzt. Nun kam es zur
       > Katastrophe.
       
 (IMG) Bild: Suche nach vom Müll verschütteten Menschen: Guinea gehört trotz großen Rohstoffreichtums zu den ärmsten Staaten der Welt
       
       dpa | Im [1][westafrikanischen Guinea] sind mindestens 30 Menschen bei
       einem Erdrutsch an einer Müllkippe ums Leben gekommen. Der Müllberg geriet
       in der Nacht zu Sonntag nach schwerem Regen ins Rutschen und verschüttete
       mehrere Häuser in einem Vorort der Hauptstadt Conakry. Mindestens 22
       weitere Menschen wurden nach Behördenangaben verletzt, 6 von ihnen schwer.
       
       Die Such- und Rettungsarbeiten dauerten weiter an. [2][Premierminister
       Amadou Oury Bah] besuchte den Unglücksort und sprach den Betroffenen im
       Namen der Regierung sein Beileid aus.
       
       Örtlichen Medienberichten zufolge hatte die Regierung in den Wochen zuvor
       die Sicherung und Räumung der riesigen Müllkippe im Viertel Dar-es-Salam,
       einer der ärmsten Gegenden von Conakry, geplant. Dort war es bereits 2017
       zu einem Erdrutsch mit neun Todesopfern gekommen.
       
       Guinea gehört trotz großen Rohstoffreichtums zu den ärmsten Staaten der
       Welt. Das westafrikanische Land mit rund 15 Millionen Einwohnern zählt zu
       den weltweit wichtigsten Exporteuren von [3][Bauxit], dem wichtigsten
       Ausgangsstoff für Aluminium. Viele Menschen haben jedoch nur unzureichenden
       Zugang zu Gesundheitsversorgung, Bildung, Strom und sauberem Trinkwasser.
       
       24 Aug 2026
       
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