# taz.de -- +++ Nachrichten im Ukrainekrieg +++: Wadephul will Verhandlungen vorantreiben
       
       > Außenminister Wadephul will mit seinem US-Amtskollegen Rubio Gespräche
       > führen. Großbritannien kündigt an, die Produktion von Raketen zu
       > unterstützen.
       
 (IMG) Bild: Besuch in Charkiw: Außenminister Wadephul trifft den Bürgermeister von Charkiw, Terechow
       
       Bundesaußenminister Johann Wadephul will nach eigenen Angaben am heutigen
       Montag mit seinem US-Kollegen Marco Rubio telefonieren und ihm Eindrücke
       seiner jüngsten Reise in die Ukraine schildern. Er wolle Rubio bitten, im
       Sinne der Ukraine persönlich aktiv zu werden, sagt der CDU-Politiker im
       Deutschlandfunk. Die US-Diplomatie sei in dieser Hinsicht bisher im
       Wesentlichen in den Händen der US-Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff
       gewesen.
       
       „Möglicherweise kann ich ihn (Rubio) selber auch veranlassen, dort noch
       mehr zu machen, aber wir werden auch auf anderen Wegen versuchen, jetzt
       Gespräche anzustoßen.“ Es gebe eine Reihe anderer Länder wie die Türkei,
       viele Golfstaaten und Ägypten, die „einen engeren Gesprächskontakt als
       praktisch alle Europäer zu Russland haben“. Mit diesen Ländern spreche die
       Bundesregierung. Es sei an der Zeit, parallel zur anhaltenden Unterstützung
       der Ukraine auch diplomatisch einen neuen Anlauf ‌zu nehmen. (rtr)
       
       ## Nordkorea will mehr Truppen nach Russland schicken
       
       Nordkorea bereitet nach südkoreanischen Erkenntnissen die Entsendung
       weiterer Truppen nach Russland vor. Es gebe jedoch keine Anzeichen dafür,
       dass eine solche Verlegung unmittelbar bevorstehe, teilt das
       Verteidigungsministerium in Seoul auf Anfrage eines südkoreanischen
       Abgeordneten mit.
       
       Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte Russland vor gut zwei
       Wochen vorgeworfen, den Kriegseinsatz Zehntausender nordkoreanischer
       Soldaten vorzubereiten. Demnach sollten 30.000 bis 50.000 Nordkoreaner auf
       russischem Territorium stationiert werden. Die Schwester des
       nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un, Kim Yo Jong, hatte Selenskyjs
       Angaben zurückgewiesen. Nordkorea und Russland haben ihre militärische
       Zusammenarbeit seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine Anfang 2022
       vertieft. So entsandte Nordkorea 2024 rund 14.000 Soldaten, um an der Seite
       Russlands in der Grenzregion Kursk zu kämpfen. Dort waren überraschend
       ukrainische Truppen einmarschiert. (rtr)
       
       ## Tote durch Drohnentrümmer in Russland
       
       In der südrussischen Stadt Krasnodar sind nach Angaben des örtlichen
       Gouverneurs zwei Kinder durch herabstürzende Drohnentrümmer ums Leben
       gekommen. Neun weitere Menschen, darunter sieben Kinder, seien verletzt
       worden, als die Trümmerteile in der Nacht eine private Kindertagesstätte
       trafen, teilt Gouverneur Weniamin Kondratjew über den Kurznachrichtendienst
       Telegram mit. Zudem stürzten Trümmer auf Wohnhäuser und lösten einen Brand
       in Lagerhallen aus. Auch in der russischen Region Dagestan im Nordkaukasus
       verursachten herabstürzende ‌Drohnentrümmer einen Brand in Lagerhallen, wie
       die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf regionale Behörden
       meldet.
       
       Nach einem Drohnenangriff ist in einem Logistikzentrum des russischen
       Online-Händlers Ozon in der südrussischen Stadt Krasnodar ein Großbrand
       ausgebrochen. Der Betrieb sei eingestellt worden, teilt das Unternehmen
       über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Nach vorläufigen Erkenntnissen
       gebe es keine Opfer. (rtr)
       
       ## Milliardenhilfen aus Norwegen
       
       Norwegen plant für das Jahr 2027 weitere Finanzhilfen für die Ukraine in
       Höhe ⁠von 85 Milliarden norwegischen Kronen (9,2 Milliarden Dollar). Das
       teilt die Regierung in Oslo mit. Die Summe entspreche den Zuwendungen des
       Jahres 2026 und sei für militärische sowie humanitäre Zwecke vorgesehen,
       erklärt Ministerpräsident Jonas Gahr Støre bei einem Besuch in Kyjiw.
       
       Unabhängig davon vereinbaren Finnland und die Ukraine eine Zusammenarbeit
       bei der Entwicklung und Produktion von unbemannten Systemen, wie das Büro
       des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf der Plattform X
       mitteilt. Geplant ist unter anderem ‌ein Gemeinschaftsunternehmen für
       unbemannte Überwasserschiffe. (rtr)
       
       ## Burnham will bei Langstreckenraketen helfen
       
       Der britische Premierminister Andy Burnham kündigt vor seinem
       Antrittsbesuch in der Ukraine Unterstützung für die dortige Produktion von
       Langstreckenraketen an. „Die Sicherheit der Ukraine ist ⁠unsere
       Sicherheit“, erklärte Burnham. Großbritannien erlaube dem europäischen
       Raketenhersteller MBDA, geheime Informationen über britische Bauteile des
       Marschflugkörpers Scalp weiterzugeben, teilt Burnhams Büro mit.
       
       Dies solle Frankreich und der Ukraine helfen, lokale Produktionslinien für
       die Waffe aufzubauen. Burnham wird in Kyjiw unter anderem mit dem
       ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zusammentreffen und ‌eine
       Sitzung der sogenannten Koalition der Willigen leiten, einer Gruppe von
       Unterstützerstaaten der Ukraine. (rtr)
       
       ## Russland greift Charkiw an
       
       Bei einem ‌russischen Angriff am Stadtrand von Charkiw im Nordosten der
       Ukraine wurden nach Angaben des regionalen Gouverneurs drei Menschen
       getötet. Rettungskräfte hätten acht Personen geborgen und in Sicherheit
       gebracht, von denen einige verletzt seien, teilt Gouverneur Oleh Synjehubow
       über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Die Suche nach weiteren
       möglichen Opfern ‌dauere an. (rtr)
       
       24 Aug 2026
       
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