# taz.de -- Plakatwahlkampf für das Abgeordnetenhaus: Vandalismus im Wahlkampf
       
       > Im Vorfeld der Abgeordnetenhauswahl wurden der Polizei zahlreiche Fälle
       > beschädigter Wahlplakate sowie vereinzelte Angriffe auf
       > Wahlhelfer*innen gemeldet.
       
 (IMG) Bild: In Karlshorst sieht die Welt noch in Ordnung aus: Anfang August sind die Wahlplakate noch unbeschädigt
       
       (dpa) Einen Monat vor der Wahl in Berlin häufen sich Vorfälle mit
       zerstörten Plakaten. Das zeigen aktuelle Zahlen der Berliner Polizei auf
       Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Es kam demnach auch zu Angriffen auf
       Wahlhelfer*innen und Beleidigungen. Die Polizei registrierte bis zum
       17. August insgesamt [1][227 gemeldete Sachbeschädigungen an Wahlplakaten]
       der verschiedenen Parteien.
       
       117 dieser gemeldeten Fälle betrafen laut Polizeistatistik Plakate der AfD.
       Dahinter liegt die CDU (33), gefolgt von SPD (23), Linke (18) und FDP (16).
       Darauf folgen Bündnis 90/Die Grünen (7), das BSW (5). Volt ist mit 3 Fällen
       am wenigsten betroffen. 5 weitere konnten die Ermittler keiner Partei
       zuordnen.
       
       Nach Angaben der Polizei wurden Plakate unter anderem abgerissen, überklebt
       oder beschmiert. In einigen Fällen wurden sie auch angezündet. Einen
       bestimmten Schwerpunkt bei den Formen der Sachbeschädigungen sehen die
       Ermittler nicht. „Derzeit lassen sich keine spezifischen Muster oder
       typischen Formen von Übergriffen erkennen“, teilte die Polizei mit.
       
       Zudem sind den Beamten 6 Fälle von [2][Gewaltdelikten auf
       Politiker*innen oder deren Repräsentant*innen] bekannt. In 5
       Fällen war nach Polizeiangaben die AfD betroffen und in einem Fall die
       Linke. In 8 Fällen sollen auch Wahlkämpfer*innen beleidigt worden sein.
       Den Zahlen zufolge war in 3 Fällen die AfD betroffen, in 2 Fällen Bündnis
       90/Die Grünen, in 2 weiteren Fällen die Linke und in einem Fall die SPD.
       
       ## Übergriffe auf Wahlkampfhelfer
       
       Erst am Wochenende soll ein 57-Jähriger einen Mitarbeiter am AfD-Stand an
       der Schönhauser Allee in Prenzlauer Berg beleidigt haben. Eine
       AfD-Mitarbeiterin stellte außerdem Anzeige, weil ein 41-jähriger Mann sie
       am Arm festgehalten haben soll. Zudem soll er nach Angaben der Polizei
       Infomaterial der Partei zerrissen haben.
       
       Auch die Linke berichtete von einem Angriff auf drei Wahlkampfhelfer im
       Allende-Viertel in Köpenick. Beim Befestigen von Wahlplakaten seien sie von
       zwei Männern beleidigt, bedroht und angegriffen worden. Einer der
       Mitarbeiter wurde verletzt, Wahlplakate wurden beschädigt. Von den
       Ermittlungsbehörden erwarte die Partei „konsequente Arbeit, damit die Täter
       ermittelt und zur Rechenschaft gezogen werden können“.
       
       [3][Am 20. September sind die Berliner*innen zur Wahl zum
       Abgeordnetenhaus aufgerufen], zudem werden die 12
       Bezirksverordnetenversammlungen (BVV) gewählt.
       
       20 Aug 2026
       
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