# taz.de -- Bevölkerungsstatistik: Im Osten nichts Junges
       
       > In Deutschland ist der Anteil junger Menschen an der Gesamtbevölkerung
       > auf einem historischen Tiefstand, vor allem in Ostdeutschland.
       
 (IMG) Bild: Weites, altes Land und die Jugend geht oder: Ostdeutschland, hier Mecklenburg-Vorpommern
       
       rtr | In ‌den [1][ostdeutschen Bundesländern] leben ‌besonders wenig junge
       Menschen. In Brandenburg lag der Anteil der 15- bis 24-Jährigen Ende 2025
       bei 8,8 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern und [2][Sachsen-Anhalt] bei je
       9,1 Prozent und in Thüringen bei 9,2 Prozent, wie das Statistische
       Bundesamt am Montag mitteilte. Im bundesweiten Durchschnitt waren es 10,0
       Prozent, insgesamt lebten 8,3 Millionen Menschen in ‌dieser Altersgruppe in
       Deutschland. „Bereits seit Anfang der 2020er Jahre liegt der Anteil junger
       Menschen an der Gesamtbevölkerung auf diesem Tiefstand“, erklärte das Amt.
       
       Zum Vergleich: Den höchsten Anteil an der Gesamtbevölkerung hatten junge
       Menschen in der ersten Hälfte der 1980er Jahre, als die geburtenstarken
       Jahrgänge der sogenannten Babyboomer im jugendlichen Alter waren. 1983 war
       auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik jede sechste Person (16,7
       Prozent) 15 bis 24 Jahre alt.
       
       Die höchsten Anteile verzeichneten im vergangenen ‌Jahr die Stadtstaaten
       Bremen mit 11,1 Prozent und Hamburg mit 10,5 Prozent sowie das Flächenland
       Baden-Württemberg mit 10,4 Prozent. Auch im EU-Vergleich liegt Deutschland
       mit seinem Wert unter ⁠dem Durchschnitt von 10,7 Prozent. Den höchsten
       Anteil junger Menschen in der EU wies zum Jahresbeginn 2025 Irland mit 12,7
       Prozent auf, den niedrigsten Malta mit 9,4 Prozent.
       
       [3][Ohne ‌Zuwanderung] wäre ‌der Anteil junger Menschen noch geringer. Bei
       der Bevölkerung ⁠ohne Einwanderungsgeschichte lag der Anteil der 15- bis
       24-Jährigen 2025 in Deutschland nur bei 8,5 Prozent. In der Bevölkerung
       ‌mit Einwanderungsgeschichte waren es dagegen 12,2 Prozent. ‌Als Menschen
       mit Einwanderungsgeschichte gelten Personen, die entweder selbst oder deren
       beide Elternteile seit 1950 zugewandert sind.
       
       10 Aug 2026
       
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