# taz.de -- US-Präsident droht Medien: Trump weist Berichte über Munitionsknappheit zurück
       
       > Gibt es im US-Militär als Folge des Irankriegs Engpässe bei Waffen und
       > Munition? US-Präsident Trump droht allen, die das verbreiten, lange
       > Strafen an.
       
 (IMG) Bild: Schwindet den USA die Munition? Präsident Trump in Washington am 5. August
       
       dpa | US-Präsident Donald Trump tritt Berichten über angeblich schwindende
       Waffenvorräte im US-Militär als Folge des Irankriegs entgegen – und droht
       Menschen, die dies verbreiten, mit langen Haftstrafen. In einem Post auf
       seiner Plattform Truth Social schrieb er am späten Mittwochabend: „Die USA
       verfügen über gewaltige Mengen an ‚Munition‘, insbesondere bestimmter
       Arten.“
       
       Zudem würden große Mengen hergestellt und bei Bedarf in die USA geliefert.
       Auch ziehe die Verteidigungsindustrie in den USA derzeit die größte Anzahl
       an Produktionsstätten und Fabriken in der Geschichte des Landes hoch.
       „Diejenigen, die diese verräterischen Informationen durchgestochen haben,
       werden gejagt“, heißt es in seinem Post weiter. „Es werden langjährige
       Haftstrafen gefordert werden!“
       
       Über schwindende Waffenvorräte – allen voran bei weitreichenden Raketen
       [1][vom Typ Tomahawk] und [2][Patriot-Abfangraketen], die auch die Ukraine
       derzeit dringend benötigt – hatten unter anderem der US-Sender CNN und die
       Zeitung Washington Post berichtet und sich dabei auf mit der Angelegenheit
       vertraute Quellen berufen. Mögliche Engpässe könnten den
       [3][Handlungsspielraum der USA im Krieg mit dem Iran] einengen, bei dem
       Trump der Zeitung zufolge von einem schnellen und relativ leichten Sieg
       ausgegangen war.
       
       ## „Washington Post“: Konfrontation zwischen Trump und Hegseth
       
       Der Washington Post zufolge forderte Trump bei einem Gipfeltreffen in Camp
       David am vergangenen Wochenende von Verteidigungsminister Pete Hegseth
       Erklärungen zu den „extremen Munitionsengpässen“. Trump habe dabei
       Antworten verlangt, warum er offenbar darüber getäuscht worden sei, so die
       Zeitung. Hegseth habe daraufhin seinen Stellvertreter Stephen Feinberg für
       die Engpässe verantwortlich gemacht – und auch dafür, dass Trump nicht
       umfassend über die Lage informiert worden sei.
       
       Pentagonsprecher Sean Parnell wies beide Darstellungen der Zeitung zufolge
       aber als „erfunden“ zurück. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline
       Leavitt, sagte auf Nachfrage der Washington Post zu der kolportierten
       Konfrontation zwischen Trump und Hegseth: „Das ist zu 100 Prozent Fake
       News.“ Präsident Trump habe das „äußerste Vertrauen“ in Minister Hegseth.
       
       In dem CNN-Bericht, den Hegseth zurückwies, hieß es kürzlich, dass das
       US-Militär seit Kriegsbeginn fast vier Fünftel seines THAAD-Raketenbestands
       im Vergleich zum Vorkriegsbestand aufgebraucht und etwa die Hälfte seiner
       Patriot-Abfangraketen eingesetzt habe. Terminal High Altitude Area Defense
       (THAAD) steht für ein System, das Kurz- und Mittelstreckenraketen abwehren
       kann. Die Denkfabrik Center For Strategic & International Studies (CSIS) in
       Washington schätzte Stand Ende Juli, dass der USA noch bis zu knapp 830
       Patriot-Abwehrraketen zur Verfügung stünden. Vor dem Krieg seien es
       geschätzt gut 2.300 gewesen.
       
       6 Aug 2026
       
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