# taz.de -- +++Nachrichten im Irankrieg+++: Laut Iran derzeit keine Verhandlungen mit den USA
       
       > Donald Trump verkündet nach der Feuerpause neue Gespräche mit Iran.
       > Dessen Außenministerium teilt mit, bisher gebe es keinen Austausch.
       
 (IMG) Bild: Die Straße von Hormus: Sind da am Horizont irgendwo Verhandlungen zu sehen?
       
       afp | Iran führt nach Angaben seines Außenministeriums derzeit keine
       Verhandlungen mit den USA. „Wir verhandeln derzeit nicht mit den
       Vereinigten Staaten“, sagte Außenamtssprecher Esmaeil Bakaei am Montag in
       Teheran bei seiner wöchentlichen Presseunterredung. US-Präsident Donald
       Trump hatte für Montagnachmittag neue Gespräche mit Teheran angekündigt.
       
       Gespräche führe Iran dagegen mit dem Oman über die strategisch wichtige
       Straße von Hormus, sagte Bakaei. „Unsere Verhandlungen sind mit dem Oman,
       um die Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu sichern.“
       
       Trump hatte am Sonntag (Ortszeit) erklärt, die Gespräche mit Iran sollten
       am Montagnachmittag beginnen. Nähere Angaben zum Ort oder zu den
       Teilnehmern machte er nicht. Am Samstagabend hatte der US-Präsident zudem
       angekündigt, die USA und Israel würden vorläufig auf zuvor angekündigte
       Angriffe auf Iran verzichten.
       
       ## Trump kündigt Gespräche an
       
       US-Präsident Donald Trump hat nach dem vorläufigen Verzicht auf weitere
       Angriffe auf Iran neue Gespräche mit Teheran ab Montag angekündigt. „Was
       wir tun, ist, wir sprechen mit ihnen in Form von Verhandlungen“, sagte
       Trump am Sonntag an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One zu
       Journalisten. „Es beginnt morgen Nachmittag.“ Nähere Angaben – etwa zum Ort
       der Gespräche oder zu den Teilnehmern – machte Trump zunächst nicht.
       
       Trump hatte am Samstagabend erklärt, die USA und Israel würden vorläufig
       auf weitere Angriffe auf Iran verzichten. Iran und andere Staaten in der
       Golfregion hätten ihn darum gebeten, weil es eine Einigung auf „Umrisse
       einer Vereinbarung“ gegeben habe, schrieb der US-Präsident auf seiner
       Onlineplattform Truth Social.
       
       Iran bestritt allerdings, um einen Verzicht auf neue Angriffe gebeten zu
       haben. Diese Aussage sei „nichts als eine neue Lüge“, zitierte die
       iranische Nachrichtenagentur Mehr am Sonntag iranische Militärvertreter.
       
       Erst am Freitag hatte Trump Iran mit neuen massiven Angriffen gedroht. „Wir
       werden ihn ganz hart angehen“, sagte er bei einer Kabinettssitzung in Camp
       David über Iran.
       
       ## Trump: Zugeständnis an Saudi-Arabien, VAE und Katar
       
       Am Sonntag sagte Trump an Bord der Air Force One mit Blick auf Iran: „Sie
       wollen natürlich nicht angegriffen werden. Sie kannten das Ausmaß des
       (geplanten) Angriffs, weil sie sahen, wie er sich zusammenbraute.“ Der
       US-Präsident betonte erneut, das geplante Vorgehen gegen Iran wäre „der
       größte Angriff seit dem Zweiten Weltkrieg“ gewesen.
       
       Neben Iran hätten auch Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate
       und Katar ihn gebeten, auf weitere Angriffe zu verzichten, sagte Trump.
       „Wenn die Verbündeten dazu aufgerufen haben, es abzusagen, dann muss man
       irgendwie sagen: ‚Okay, wir werden sehen.‘“ Die Verbündeten hätten zu einem
       Verzicht auf die Angriffe aufgerufen, weil sie davon ausgingen, „dass es
       einen Deal gibt“.
       
       Trump hat wiederholt massive Angriffe gegen Iran angedroht – und diese dann
       angesichts angeblicher Zugeständnisse Teherans wieder abgesagt. Allerdings
       zeichnet sich nach wie vor keine Einigung im Konflikt zwischen den USA und
       Iran ab. Zentrale Streitthemen sind die von Iran weitgehend blockierte
       Straße von Hormus und das iranische Atomprogramm.
       
       Die USA und Iran hatten zwar im Juni ein Rahmenabkommen für einen
       dauerhaften Frieden geschlossen, dieses war aber gescheitert. Mitte Juli
       nahmen die USA ihre Angriffe wieder auf.
       
       ## Iran: „Meinungsaustausch“ findet statt
       
       Der iranische Parlamentarier Hassan Ghaschghawi sagte am Sonntag in einem
       Fernsehinterview, derzeit seien „Bemühungen im Gange“, die Vereinbarung
       wiederzubeleben. „Sie wissen, dass die Hauptfrage die der Straße von Hormus
       ist.“ Es finde derzeit ein „Meinungsaustausch“ zu diesem Thema statt, sagte
       der Abgeordnete, der auch Sprecher des Ausschusses für nationale Sicherheit
       ist.
       
       Die für den weltweiten Erdöl- und Erdgastransport höchst wichtige Straße
       von Hormus ist Brennpunkt im Konflikt zwischen Iran und den USA. Teheran
       hatte die Straße von Hormus nach Beginn des Irankriegs Ende Februar
       blockiert. Iran will zudem Gebühren von durchfahrenden Schiffen erheben,
       was die USA strikt ablehnen.
       
       ## Iran: Vereinbarung mit Oman nah
       
       Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Bakaei, sagte am
       Sonntag, eine Vereinbarung mit dem Oman über eine neue Route durch die
       Meerenge sei nah. „Wir werden eine Übereinkunft über eine Route finden, die
       für beide Seiten akzeptabel ist – weder die nördliche Route, noch die
       südliche Route, sondern eine, die die Souveränitätsrechte beider Seiten
       respektiert und unsere nationalen Interessen und unsere Sicherheit
       garantiert.“ Dies bedeute aber nicht, dass die Meerenge wiedereröffnet
       werde.
       
       Die Straße von Hormus verläuft zwischen Iran und dem Oman. In der Meerenge
       wurde am Sonntagabend eine Explosion nahe einem Tanker gemeldet. Der
       Kapitän des Tankers habe erklärt, dass er eine „Explosion in unmittelbarer
       Nähe des Schiffes“ gehört habe, erklärte die britische Seefahrtbehörde
       UKMTO. Der Tanker und die Besatzung seien in Sicherheit. Der Vorfall
       ereignete sich den Angaben zufolge 20 Seemeilen (37 Kilometer) nordöstlich
       der omanischen Stadt Chasab.
       
       3 Aug 2026
       
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