# taz.de -- WM-Gastgeber gegen Infantino: Nächster Verband stellt sich gegen Fifa-Plan
       
       > Die Uefa leistet massiven Widerstand gegen den in dieser Woche
       > vorgeschlagenen Investorendeal der Fifa. Nun erhalten die Europäer
       > unerwartete Unterstützung.
       
 (IMG) Bild: Gar nicht so begeistert wie Trump und Infantino ist die nord-, zentralamerikanische und karibische Fußball-Konföderation
       
       dpa | Nach der WM-Boykottdrohung der europäischen Verbände hat
       Fifa-Präsident Gianni Infantino den nächsten schweren Rückschlag hinnehmen
       müssen. Auch der für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik zuständige
       Kontinentalverband Concacaf lehnt die [1][in dieser Woche verkündeten
       Investorenpläne] geschlossen ab, wie der Verband nach einer gemeinsamen
       Sitzung mitteilte.
       
       Damit positionieren sich auch die [2][drei WM-Gastgeber USA, Mexiko und
       Kanada gegen Infantino], der den 211 Mitgliederverbänden Einnahmen in
       vierfacher Höhe in Aussicht gestellt hatte. Mit den 55 Stimmen der Europäer
       und den 35 Stimmen aus Nord- und Mittelamerika dürfte es für den Fifa-Boss
       schwierig werden, überhaupt eine Mehrheit zu erreichen.
       
       Die Fifa hatte mitgeteilt, mit dem potenziellen Verkauf eines Teils ihrer
       kommerziellen Rechte etwa an der WM eine Milliardensumme einspielen zu
       wollen. Laut Berichten setzte der Weltverband eine Frist für die Zustimmung
       zum geplanten Investorendeal und versprach im Gegenzug eine Sonderzahlung.
       Der Stichtag soll demnach der 19. September sein.
       
       ## Verbände kritisierten Verfahren und Frist
       
       Die Uefa hatte ein paar Stunden vorher verkündet, [3][einstimmig alle
       Fifa-Spiele zu boykottieren], wenn der Weltverband an seinem angekündigten
       Plan festhalte. „Europas Position ist eindeutig. Wir werden diesem Modell
       niemals unsere Legitimität verleihen. Niemand hat das moralische Recht,
       etwas zu verkaufen, das er lediglich treuhänderisch für die nächste
       Generation verwaltet“, hieß es von der Uefa.
       
       Einen Boykott drohten die Verbände in Nord- und Mittelamerika zwar nicht
       an. Sie äußerten aber hinsichtlich des fehlenden ordnungsgemäßen
       Verfahrens, der künstlich verkürzten Frist und des Fehlens jeglicher
       Prüfung oder Genehmigung durch die zuständigen Fifa-Gremien ihren Unmut und
       deutliche Kritik.
       
       31 Jul 2026
       
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