# taz.de -- Studie über Berufsmobilität: Früher war alles konstanter
       
       > Berufliche Mobilität ist immer mehr im Kommen. Laut einer aktuellen
       > Studie ist das sowohl für Beschäftigte als auch für die Wirtschaft eine
       > Chance.
       
 (IMG) Bild: Mobilität ist heute gefragt, nicht nur beim Wechsel des Berufs
       
       kna Die [1][berufliche Mobilität] in Deutschland hat einer Untersuchung
       zufolge in den vergangenen Jahren zugenommen. Der Anteil der Beschäftigten,
       die innerhalb eines Jahres ihren Beruf wechselten, stieg zwischen 2013 und
       2024 um 13 Prozentpunkte, wie aus einer am Montag in Nürnberg
       veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung
       (IAB) hervorgeht. Der Anstieg ist demnach über alle Lohnniveaus hinweg zu
       beobachten, fiel bei Männern aber stärker aus als bei Frauen.
       
       Laut Mitteilung übten 2013 lediglich 12 Prozent der Frauen und 13 Prozent
       der Männer einen anderen Beruf aus als im Vorjahr. Seither sei die Zahl der
       Beschäftigten, die ihren Job wechselten, deutlich gestiegen. So habe sie im
       Jahr 2024 bei Männern 16 Prozent über dem Niveau von 2013, bei Frauen 10
       Prozent höher gelegen. Nach den Worten von IAB-Direktor Bernd Fitzenberger
       kann die hohe berufliche Mobilität die Transformation der deutschen
       Wirtschaft vorantreiben.
       
       Unterschiede zwischen den Geschlechtern zeigten sich im Hinblick auf das
       Lohnniveau, wie es hieß. Für Männer lag demnach die Mobilität in Berufen
       mit niedrigen sogenannten Medianlöhnen am höchsten, sank jedoch mit
       steigendem Lohnniveau. Frauen wechselten vor allem im mittleren Lohnsegment
       häufiger den Beruf als Männer. Ein möglicher Grund dafür sei, dass
       F[2][rauen in diesem Lohnniveau aufgrund von Mutterschaft häufiger eine
       Teilzeitbeschäftigung aufnähmen.] In Berufen mit niedrigen sowie hohen
       mittleren Einkommen sei die berufliche Mobilität deutlich geringer gewesen.
       
       ## Stopp durch Corona
       
       Die Covid-19-Pandemie hat den Angaben zufolge den Anstieg der beruflichen
       Mobilität vorübergehend wieder gebremst. Außerdem zeigte sich, dass das
       auch für wirtschaftlich schwierige Zeiten gilt. Die Aussicht auf bessere
       Beschäftigungs- und Verdienstchancen in einem anderen Beruf spiele für
       einen Wechsel demnach eine größere Rolle als schwindende
       Beschäftigungschancen im alten Job.
       
       Durch den Strukturwandel verändere sich die Nachfrage nach Arbeitskräften,
       erläuterte IAB-Forscherin Mara Buhmann. Wer in einen Beruf wechsele, der
       gerade stark nachgefragt sei, könne damit häufig auch seine
       Verdienstchancen verbessern.
       
       27 Jul 2026
       
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