# taz.de -- Radioaktiver Atommüll: Castor-Transport abgebrochen
       
       > Am Mittwochabend sollte erneut ein Castor-Behälter mit Atommüll durch NRW
       > transportiert werden. Wegen Fahrzeugproblemen scheiterte das Vorhaben.
       
 (IMG) Bild: Immer diese technischen Defekte: Castor-Behälter in Jülich
       
       dpa/taz | Der geplante zehnte Transport eines Castor-Behälters mit
       hochradioaktivem Atommüll durch Nordrhein-Westfalen ist wegen eines
       technischen Defekts am Transportfahrzeug abgesagt worden. Der zehnte der
       insgesamt 152 Castor-Behälter verließ nie das Gelände des ehemaligen
       Forschungsreaktors Jülich, wie die Polizei mitteilte. Von dort sollte der
       Atommüll in das Zwischenlager im etwa 170 Kilometer entfernten Ahaus
       transportiert werden.
       
       Eine zeitnahe Reparatur oder ein spontaner Austausch des Spezialfahrzeuges
       seien am Mittwochabend nicht möglich gewesen, erklärte die Polizei. Daher
       wurde entschieden, den Transport nicht wie geplant durchzuführen.
       
       „Von dem Transportbehälter sowie der Ladung ging zu keinem Zeitpunkt eine
       Gefahr aus. Der Defekt beschränkte sich ausschließlich auf die
       Zugmaschine“, erklärte die Polizei. Fahrzeug und Ladung verblieben demnach
       auf dem „gesicherten Gelände in Jülich“. Ein Transport in der vorherigen
       Nacht war noch ohne Probleme verlaufen. An beiden Tagen gab es kleinere
       Proteste.
       
       In Summe handelt es sich bei der Verlagerung der 152 Castor-Behälter um
       einen der größten Atommüll-Transporte auf der Straße seit Jahrzehnten.
       [1][Gestartet wurden die Transporte im März.] Schon im April machte [2][die
       Meldung von Verzögerungen] die Runde. In den Spezialbehältern sind rund
       300.000 Brennelement-Kugeln eingepackt.
       
       Begleitet werden die Transporte in der Regel von einem Großaufgebot der
       Polizei. Die Termine, die genauen Fahrtrouten und Alternativstrecken werden
       aus Sicherheitsgründen nicht vorher bekannt gegeben.
       Umweltschützer:innen kritisieren die Transporte aus dem rheinischen
       Jülich nach Ahaus schon seit Jahren als „[3][gefährlich und unnötig]“.
       
       23 Jul 2026
       
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