# taz.de -- Nici Jahn über das Leben auf der Alm: „Mich zieht es nicht ins Tal“
> Für Nici Jahn stand schon als Kind fest, was sie mal werden würde:
> Almerin. Ihr Ziel verlor sie auch in ihrer Zeit als Managerin nicht aus
> den Augen.
(IMG) Bild: Den ganzen Sommer auf der Alm: Nici Jahn
taz: Frau Jahn, was haben Sie öfter zu hören bekommen, seit sie vor drei
Jahren begonnen haben, Ihre Sommer auf der Alm zu verbringen: „Boah, das
möchte ich auch machen!“ Oder: „Jetzt ist sie übergeschnappt?“
Nici Jahn: „Das möchte ich auch machen.“ Das höre ich sehr oft. Wenn ich
den Leuten dann aber meinen Alltag schildere, legt sich die Begeisterung
sehr schnell wieder.
taz: Es ist also aus Ihrem Bekanntenkreis niemand Sennerin geworden?
Jahn: Nein, niemand. Genau genommen müsste man mich übrigens als Almerin
bezeichnen. Eine Sennerin hat klassischerweise Milchkühe auf ihrer Alm und
macht Käse. Ich habe hier aber nur Jungvieh.
taz: Wie bei bei allen Aussteigerträumen verbinden viele Leute mit dem
Sennerinnendasein – Pardon, mit dem Sennerinnen- oder Almerinnendasein –
sehr romantische Vorstellungen. Wie romantisch ist das Leben hier oben
wirklich?
Jahn: Es gibt solche und solche Tage. Wenn es eine Woche am Stück regnet,
der Berg im Nebel versinkt und du wirklich nur ein paar Meter weit siehst,
wenn du dann durch den Regen läufst, in die kalte Hütte zurückkommst, erst
mal einheizen musst und deine Sachen werden trotzdem nicht mehr trocken,
dann hat das nichts mit Romantik zu tun. Und wenn ein Tier stirbt, genauso
wenig. Dann gibt es aber auch Tage, an denen ich mit meinem Hund vor der
Hütte sitze und einem traumhaften Sonnenaufgang zusehe. Das sind die
romantischen Tage.
taz: Wie hat der Tag heute für Sie begonnen?
Jahn: Heute war es relativ entspannt. Ich bin erst um 5.30 Uhr
aufgestanden. Sonst stehe ich meistens um 4.30 Uhr auf. Aber bei einem
Wetter wie heute, wo sich die Sonne kaum sehen lässt, sind die Tiere so
früh auch noch nicht aktiv. Dann gehe ich mit dem Hund meine erste Runde
und schau nach ihnen. Das kann dauern. Ich habe zurzeit 43 Kalbinnen und
vier Jungochsen, die sich auf 83 Hektar verteilen. Da ist man schon mal
zwei bis vier Stunden unterwegs. Ich suche dann die Gruppen, achte auf die
Glocken. Und wenn ich eine Gruppe entdecke, gehe ich hin und kontrolliere,
ob alle da sind, ob sie gesund sind. Solche Runden mache ich mindestens
zwei am Tag, eher drei.
taz: Und wie hätte Ihr Tag vor fünf Jahren ausgesehen?
Jahn: Aufgestanden bin ich damals etwa um dieselbe Zeit. Ich habe im
Bergischen Land gelebt. Dann habe ich mir auch meinen Hund geschnappt und
bin etwa eine Stunde mit dem Auto ins Büro nach Remscheid gefahren. Dort
war ich dann etwa von 6.30 bis 17.30 Uhr, bin wieder nach Hause gefahren
und hab’ mich auf die Couch gelegt.
taz: Was war das für eine Arbeit?
Jahn: Mein Bruder und ich haben eine Kunststoffverarbeitungsfirma, die wir
vor 15 Jahren von unseren Eltern übernommen haben, ein kleiner
Familienbetrieb mit gut 20 Mitarbeitern.
taz: Es gibt ja [1][den Trend zum Downshifting]: bewusst einen Gang
zurückschalten, sich aus dem Hamsterrad verabschieden, einen einfacheren,
weniger materialistischen Lebensstil annehmen …
Jahn: Einerseits trifft diese Beschreibung auf mich schon auch zu. Ich habe
immer aus Spaß gesagt, ich schreibe mal ein Buch: „Von der Geschäftsführung
in den Stall“. Bei mir war es aber trotzdem anders. Klassisch ist es ja
diese plötzliche Erkenntnis, dass man kurz vor dem Burn-out steht, eine
Auszeit braucht, sein Leben radikal verändern muss. Bei mir war das nicht
so. Es war auch keine Selbstfindungsphase. Ich wusste schon immer, dass ich
eigentlich hierher gehöre, dass das meine richtige Welt ist. Meine
bisherige Arbeit war nur das Mittel zum Zweck. Ich habe sie gemacht und ich
glaube, ich habe sie gut gemacht – allerdings nie mit Herz und
Leidenschaft. Aber dieses Leben hier muss man sich leisten können. Ich
verdiene als Almerin nicht genug, dass ich das ganze Jahr davon leben
könnte. Viele machen das ja auch nur für ein paar Wochen, weil es sonst
nicht finanzierbar wäre. Ich wusste aber: Wenn ich auf die Alm gehe, dann
richtig! Dann will ich das für den ganzen Sommer machen. Und das dann für
den Rest meines Lebens.
taz: Seit wann war Ihnen das klar?
Jahn: Für mich war das ein Kindheitstraum. Als Kind war ich schon mit den
Eltern immer in den Bergen. Ich stand vor solchen Almhütten und wusste: Da
gehöre ich hin. Und wenn wir nach Hause gefahren sind, habe ich erst mal
drei Tage geheult und gedacht: Mir zerreißt es das Herz.
taz: Und jetzt finanzieren Sie sich im Winter Ihre Almsommer?
Jahn: Nicht nur im Winter. Wenn Sie später gegangen sind, mach’ ich noch
ein paar Stunden Büroarbeit.
taz: Wie bitte?
Jahn: Ich bin nach wie vor Geschäftsführerin unserer Firma. Aber ich mache
jetzt nur noch Arbeiten, die man auch im Alm-Office machen kann:
Buchhaltung, Steuern, Personalwesen, Löhne, Abrechnungen … Ich habe hier
glücklicherweise ein sehr starkes Mobilfunknetz, deshalb kann ich das alles
am Laptop machen.
taz: Und es war tatsächlich der Berg, der rief? Nicht der allgemeine Traum
von einem naturverbundeneren Leben? [2][Schafehüten] am Deich wäre nicht
dasselbe gewesen?
Jahn: Nein, es sind die Berge. Ich bin mal für drei Tage nach Holland
gefahren. Am ersten Tag war das noch ganz nett. Am zweiten habe ich mir
gedacht: Das ist aber flach hier. Das fand ich langweilig.
taz: Wie sind Sie denn ausgerechnet hier in der Neuhütte gelandet?
Jahn: Es gibt im Internet spezielle Stellenbörsen für solche
landwirtschaftlichen Jobs. Da hat mein Almbauer eine Anzeige geschaltet.
Ich habe ihn angerufen und schon am Telefon gemerkt, dass das menschlich
passt. Es war ihm auch völlig egal, dass ich kein Bairisch spreche.
taz: Und dann sind Sie gleich zum Vorstellungsgespräch hergekommen?
Jahn: Nein, wir waren uns beide so sicher, dass wir das schon am Telefon
alles fix gemacht haben. Und unser Gefühl hat uns nicht getrogen. Ich bin
jetzt den vierten Sommer hier. Und ich bin sicher, es werden noch viele
werden.
taz: Wie sind Sie dann angelernt worden? Von Ihrer Vorgängerin?
Jahn: Nein, die war gar nicht da. Ich bin gleich ins kalte Wasser
gesprungen. Als ich angekommen bin, hat mir Andreas, mein Almbauer,
natürlich das ganze Gebiet gezeigt und mir alles erklärt. Anfangs war ich
noch übervorsichtig. Wenn da eine Kalbin etwas schief geguckt hat, habe ich
ihn gleich panisch angerufen. Er hat das aber alles mit sehr viel Geduld
ertragen. So konnte ich in die Aufgabe hineinwachsen.
taz: Und das Leben auf der Alm: Entsprach es tatsächlich Ihrem
Kindheitstraum?
Jahn: Absolut. Es war für mich alles total natürlich. Da gab es nichts, wo
ich gedacht hätte: Verdammt, das habe ich mir jetzt aber anders
vorgestellt. Es ist wirklich ein Nachhausekommen gewesen. Ich hatte ja auch
keine großen Ansprüche. Mir war es egal, was das für eine Hütte ist.
Solange es nicht reinregnet und ein Bett drinsteht. Und jetzt habe ich die
für mich schönste Almhütte im ganzen Landkreis. Ich bin wirklich jeden Tag
dankbar, hier sein zu dürfen.
taz: Wie sieht es mit Wasser, Heizung und dergleichen aus?
Jahn: Ich habe keine Quelle hier oben, deshalb auch kein frisches
Trinkwasser, sondern nur Regenwasser, das ich abkochen muss. Und wenn es
mal länger nicht regnet, muss der Bauer mit einem Wassertank hochkommen und
die Zisterne auffüllen. In der Hütte habe ich ein Waschbecken mit
fließendem, aber natürlich kaltem Wasser, im Stall ein Plumpsklo. Über eine
kleine Photovoltaik-Anlage bekomme ich Strom für Laptop, Handy und Licht.
Einen Kühlschrank könnte ich damit jedoch nicht betreiben. Ich habe aber
einen kleinen Kellerraum, in dem es auch an heißen Tagen einigermaßen kühl
bleibt. Zum Heizen und Kochen gibt es noch einen kleinen Ofen, in den
allerdings nur zwei Scheite passen, man muss also sehr oft nachlegen.
taz: Und Sie vermissen nichts?
Jahn: Eigentlich nicht. Manchmal, wenn es gegen Herbst hin sechs, sieben
Tage am Stück geregnet hat und ich von meiner Runde zurückkomme, hätte ich
gern einfach heißes Wasser, ohne erst den Ofen anschüren zu müssen. In dem
Moment träume ich dann von einer heißen Dusche. Aber auch nur in diesem
Moment.
taz: Was gehört denn alles zu Ihren Aufgaben als Almerin?
Jahn: Vor allem muss ich mich natürlich um das Jungvieh kümmern. Einmal
täglich muss ich jedes Tier gesehen haben. Mir genügt es aber nicht, wenn
ich die Kalbinnen einmal morgens durchgezählt habe. Bis zum nächsten Tag
wäre mir das zu lang, bis dahin kann ja sonst was passiert sein. Deshalb
mach’ ich abends noch eine Runde. Wichtig ist, dass ich auch nah an jedes
Tier komme und ihren Gang beobachten kann. Dann kann ich recht schnell
feststellen, wenn sich eines zum Beispiel etwas eingetreten oder eine
Nagelbettentzündung hat. Auch Schulterzerrungen kommen öfter vor.
taz: Was machen Sie dann?
Jahn: Dann bringe ich das Rind in den Stall. Die meisten dieser Probleme
kann man mit drei, vier Tagen Ruhe auskurieren. Wenn ich das Gefühl habe,
dass das Tier große Schmerzen hat, kriegt es ein Schmerzmittel. Und wenn es
etwas Dramatisches ist, rufe ich den Tierarzt rauf. Zu meinen weiteren
Aufgaben gehört [3][das sogenannte Schwenden], also das Säubern der Weiden
von Disteln, Brennnesseln und anderem ungewollten Bewuchs. Die Zäune muss
ich auch ständig kontrollieren und gegebenenfalls ausbessern.
taz: Die Tiere sind aber die ganze Zeit draußen. Der Stall dient also
wirklich nur als Krankenstation?
Jahn: Im Prinzip ja. Vor zwei Jahren hatten wir allerdings einen sehr
frühen Winter. Da war ich hier oben eine Woche lang mit den Viechern
eingeschneit. Ein paar konnten wir noch rechtzeitig ins Tal bringen, aber
32 Stück mussten hier im Stall bleiben. Das war nicht ohne. Da habe ich
täglich 17 bis 19 Stunden im Stall geschuftet. Zum Glück hatte ich die
volle Unterstützung meines Almbauers. Das sind so Sachen, die in Erinnerung
bleiben.
taz: Eine andere Gefahr für das Vieh soll ja der Wolf sein. Die Almen
dienen immer wieder als Argument für den Abschuss von Wölfen, da hier ein
Schutz mit Spezialzäunen nicht realistisch ist.
Jahn: Also ich bin noch keinem Wolf begegnet. Ich weiß, dass es da in der
Politik eine hitzige Diskussion gibt. Für mich ist das allerdings kein
Thema. Ich habe auch nicht mitbekommen, dass das unter den Almbauern
intensiver diskutiert würde. Aber vielleicht müssen wir noch mal reden,
wenn er mal da war.
taz: Wem gehören die Rinder auf Ihrer Alm?
Jahn: Das sind fünf verschiedene Gruppen. Eine gehört meinem Bauern. Die
anderen sind Pensionstiere von unterschiedlichen Höfen aus der Region. Die
meisten werden mal Milchkühe, nur eine Gruppe ist für die Mast. In der
Regel kommen die Rinder zwei Sommer auf die Alm, so im Alter von anderthalb
bis zweieinhalb Jahre. Im zweiten Sommer sind die Kalbinnen dann schon
trächtig.
taz: In einem klassischen bayerischen Kuhstall haben die Tiere ja Namen,
keine Nummern wie in der Massentierhaltung. Kennen Sie alle Namen?
Jahn: Ich habe tatsächlich auch ein paar Tiere mit Nummern, da manche
Bauern ihren Kühen erst nach dem ersten Kalb einen Namen geben. Aber die
meisten haben Namen, und natürlich kenne ich alle auseinander. Etliche
kannte ich sowieso vom letzten Sommer, die anderen habe ich mir am ersten
Tag einmal eingeprägt, und dann wusste ich sie.
taz: Wie eng ist die Beziehung zwischen den Tieren und der Almerin?
Jahn: Ich kann nur von mir sprechen, aber ich mach’ das hier wegen der
Tiere. Um die geht es mir. Ich lege mich auch mal dazu, mache mit ihnen
Mittagspause. Für mich ist das ganz selbstverständlich. Und die Tiere
entwickeln schon auch sehr schnell einen Bezug zu mir. Sie wissen, dass ich
dazugehöre, dass ich auf sie aufpasse. Viele kommen auch regelmäßig zu mir,
um sich ihre Streicheleinheiten abzuholen. Da baut man schon eine enge
Bindung auf. Besonders schlimm ist es natürlich, wenn man ein Tier
verliert.
taz: Passiert das öfter?
Jahn: Es kommt vor. In diesem Sommer ist eins abgestürzt. Nach dem habe ich
neun Stunden im strömenden Regen gesucht. Es war offenbar mit seiner Gruppe
durch einen Zaun gebrochen. Die anderen fünf von der Gruppe habe ich
hinterm Zaun gefunden, aber das sechste habe ich dann erst gemeinsam mit
Andreas gefunden, der heraufgekommen war, um mir zu helfen. Es war in eine
tiefe Schlucht gefallen und sofort tot.
taz: Nimmt Sie das sehr mit?
Jahn: Auf jeden Fall. Ich kannte die Kalbin zwar noch nicht so gut, das
Unglück passierte gleich in den ersten Tagen hier oben. Aber so etwas
beschäftigt mich lange. Und obwohl ich es nicht verhindern hätte können,
fühle ich mich natürlich auch für die Tiere verantwortlich. Oder letztes
Wochenende: Da ist eine Kalbin an Lungenentzündung gestorben. Der Tierarzt
war am Abend noch da und hat sie versorgt, aber es hat nicht mehr geholfen.
Ich bin eine Nacht lang bei ihr gesessen. Aber ihr Zustand wurde immer
schlimmer. Am nächsten Morgen musste der Tierarzt wieder kommen und sie
einschläfern. Sie hatte keinen Namen, aber ich habe sie wegen ihrer Farbe
Kleiner Eisbär genannt.
taz: Wie holt sich ein Rind denn im Sommer auf der Alm eine
Lungenentzündung?
Jahn: Das können wir uns auch nicht erklären. Sie wurde jetzt zur Obduktion
in die Tierklinik gebracht, um das abzuklären.
taz: Wanderer lieben ja Almen. Vor allem, wenn es da was Gscheits zum Essen
gibt, sei es der Kaiserschmarrn auf den größeren Almen oder das
Brotzeitbrettl auf den kleineren. Wie schaut’s hier damit aus?
Jahn: Damit kann ich leider nicht dienen. Da ich hier kein Quellwasser
habe, sind die Auflagen des Gesundheitsamts sehr streng. Bei mir gibt es
nicht einmal Kaffee. Alles, was ich anbieten darf, sind kalte Getränke –
Schorle, Bier, Radler – und die auch nur aus der Flasche. Gläser könnte ich
ja nur mit Regenwasser spülen.
taz: Sind Sie traurig, wenn der Sommer vorbei ist und Sie wieder ins Tal
müssen?
Jahn: Das ist tatsächlich so. Mein Bauer hat mal gesagt, mich müsse man im
Herbst von der Alm runterzerren. Mich zieht es nicht ins Tal. Ich habe hier
ein Quad, was sehr praktisch ist, um ab und zu nötige Einkäufe zu
erledigen. Aber ich würde nicht runterfahren, um mal einen Kaffee zu
trinken oder ein Eis zu essen. [4][Neulich war unten in Bayrischzell] die
große 950-Jahr-Feier. Aber ich wäre nie auf die Idee gekommen, dort
hinzugehen.
taz: Fallen Sie dann erst mal in ein Loch, wenn Sie wieder daheim sind?
Jahn: Diesen Herbst wird der Kulturschock nicht so groß sein. Anfang des
Jahres bin ich nämlich nach Geitau, ein winziges Dorf am Fuß des Berges,
gezogen. Dort habe ich mich in einem Bauernhof eingemietet, helfe auch beim
Melken und der Stallarbeit. Und dann werde ich auch im Winter die
Büroarbeit aus der Ferne machen. Die Umstellung ist also nicht mehr ganz so
schlimm.
taz: Ende September wird das Vieh dann wieder ins Tal getrieben. Ein paar
Kilometer von hier ist man schon in Landl in Tirol, da ist das jedes Jahr
ein großes Spektakel – für Einheimische wie für Touristen. Bei Ihnen geht
es ruhiger zu?
Jahn: Ja. Bei uns gibt es auch kein fixes Datum für den Almabtrieb. Ich
merke, wenn die Tiere unruhig werden und runterwollen, weil es hier nicht
mehr genug nährstoffreiches Gras gibt. Und dann vereinbaren wir für ein
paar Tage später einen Termin. Da kommen dann von jedem der beteiligten
Höfe ein, zwei Leute, und wir treiben die Kühe geschlossen ins Tal. Unten
machen wir dann noch bei einem Bauern Brotzeit und sprechen über den
Sommer.
taz: Aber die Rinder sind schon rausgeputzt und tragen den klassischen
handgemachten Kopfschmuck aus Blumen?
Jahn: Ich würde sie ja gerne schmücken. Ich habe auch schon bei anderen
Almen mitgeholfen, den Schmuck zu machen, wüsste also, wie es geht. Aber
traditionell darf man die Tiere nicht schmücken, wenn man im Sommer ein
Tier verloren hat. Vielleicht im nächsten Jahr.
8 Aug 2026
## LINKS
(DIR) [1] /Alternative-Arbeitsmodelle/!5651854
(DIR) [2] /Schafe-hueten/!5058085
(DIR) [3] https://www.alpenverein-muenchen-oberland.de/umwelt/mitmachen-engagieren/aktionen-schwenden
(DIR) [4] https://de.wikipedia.org/wiki/Bayrischzell
## AUTOREN
(DIR) Dominik Baur
## TAGS
(DIR) Schwerpunkt Stadtland
(DIR) Alpen
(DIR) Lesestück Interview
(DIR) Viehzucht
(DIR) Alltag
(DIR) Berufe
(DIR) Bergsteigen
(DIR) GNS
(DIR) Reden wir darüber
(DIR) Schwerpunkt Stadtland
(DIR) Schwerpunkt Stadtland
(DIR) Schwerpunkt Stadtland
## ARTIKEL ZUM THEMA
(DIR) Ein Gespräch mit Inga Rumpf zum 80.: „Ich höre überhaupt keine Musik mehr, nicht mal im Auto“
Seit den Sechzigern ist Inga Rumpf im Musikgeschäft unterwegs. Mit Bands
wie Frumpy oder Atlantis hat sie es auch zu internationaler Berühmtheit
gebracht.
(DIR) Gewerkschaftlerin über Solidarität: „Viele Kollegen wussten nichts von unseren Problemen“
Irina Vavitsa kam 1971 nach Deutschland, zwei Jahre später organisierte sie
ihren ersten Streik. Inzwischen, sagt sie, ist Lippstadt ihre Heimat
geworden.
(DIR) Ein Kohlehändler über Beharrlichkeit: „Ich bleibe bis zum Schluss“
Wer in Berlin Kohle braucht, ruft bei Dirk Kögler an. Der Kreuzberger hat
sie im Angebot. Er ist einer der letzten Kohlehändler in der Stadt.