# taz.de -- Russlands Rückkehr in den Weltsport: Kick für den russischen Fußball
       
       > Das Internationale Olympische Komitee hebt den Bann russischer Athleten
       > auf. Die Fifa will dem Beispiel schnellstmöglich folgen.
       
 (IMG) Bild: Bald wieder da? Mit den russischen Kickern könnten auch ihre Fans zurückkehren
       
       Dem internationalen Fußballverband kann es gar nicht schnell genug gehen
       mit der Wiedereingliederung russischer Teams in den internationalen
       Spielbetrieb. Kurz nachdem das IOC beschlossen hatte, [1][russische
       Sportler wieder zu internationalen Wettbewerben zuzulassen], teilte die
       Fifa mit, man wolle umgehend prüfen, wie die Rückkehr Russlands in den
       Weltfußball organisiert werden könnte.
       
       Verwunderlich ist das nicht. Fifa-Präsident Gianni Infantino hatte schon zu
       Jahresbeginn davon gesprochen, dass der Bann gescheitert sei. Zudem hatte
       der Fifa-Rat angekündigt, zu einer Art Jugend-WM im Oktober [2][auch ein
       russisches Team nach Aserbaidschan einzuladen]. Bevor die eigentlich
       zuständige Europäische Fußballunion Uefa sich äußern konnte, hatte der
       Weltverband schon einen Pflock eingeschlagen. Von der andauernden
       Bombardierung Kyjiws durch Russland ließ sich die Fifa nicht ausbremsen.
       
       Russlands Teams sind [3][seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen
       die Ukraine 2022 suspendiert], offiziell aus „Sicherheitsgründe“, um die
       „Integrität des Wettbewerbs“ und den „reibungslosen Ablauf der Spiele“ zu
       ermöglichen. Die anstehende Europapokalsaison würde ebenso wie die nächste
       Spielzeit in der Nations League noch ohne Teams aus Russland stattfinden.
       Da stehen die Teilnehmer schon fest. Zur EM-Qualifikation für das Turnier
       2028, die am Jahresende ausgelost wird, könnte Russland wieder einsteigen.
       
       Entscheiden muss das die Uefa, bei der eine Beschwerde des ukrainischen
       Fußballverbands anhängig ist, in der es um die fußballerischen Aktivitäten
       in den von Russland annektierten Gebiete Krim, Donezk, Luhansk, Cherson und
       Saporischschja geht. Klubs aus den unrechtmäßig besetzten Regionen sind in
       den russischen Ligabetrieb integriert worden. Darunter befinden sich auch
       zwei Klubs, die schamlos unter dem gleichen Namen antreten wie die
       erfolgreichen ukrainischen Klubs Schachtjor Donezk und Zorja Lugansk, die
       aus ihren Heimatstädten vertriebenen worden waren.
       
       Das IOC hat in seinem Beschluss ausdrücklich darauf hingewiesen, dass
       Russlands Nationales Olympisches Komitee keine Aktivitäten in den besetzten
       Gebieten durchführen darf. Nun muss die Uefa, in deren Gremien wie bei der
       Fifa nach wie vor auch russische Funktionäre sitzen, eine Haltung dazu
       finden, dass Klubs aus der Ostukraine in Russland spielen.
       
       8 Jul 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] https://www.olympics.com/ioc/news/ioc-provisionally-lifts-suspension-of-russian-olympic-committee-recommendations-to-ifs-with-regard-to-russian-athletes-participation-no-longer-applicable
 (DIR) [2] /Russlands-Rueckkehr-auf-die-Fussballbuehne/!6191715
 (DIR) [3] https://de.uefa.com/news-media/news/0272-148df1faf082-6e50b5ea1f84-1000--fifa-uefa-suspend-russian-clubs-and-national-teams-from-a/
       
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 (DIR) Andreas Rüttenauer
       
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