# taz.de -- Neuerung bei Messenger-Dienst: Whatsapp erlaubt Namen
       
       > Nutzer:innen des Dienstes sollen etwa in Gruppenchats nicht mehr ihre
       > Telefonnummer preisgeben müssen. Die Pflicht zur Angabe bleibt aber.
       
 (IMG) Bild: Whatsapp nun jetzt so innovativ wie ein Modem
       
       dpa/taz | Nutzer:innen des [1][Messenger-Dienstes] Whatsapp sollen ihre
       Handynummer gegenüber neuen Kontakten nicht mehr preisgeben müssen.
       Stattdessen führt der Dienst individuelle Benutzernamen ein, über die
       Anwender:innen miteinander in Verbindung treten können. Die weltweite
       Phase zur Reservierung der Wunschnamen startet laut der Meta-Tochter
       Whatsapp in dieser Woche. Genutzt werden kann die neue Funktion allerdings
       erst „später dieses Jahr“.
       
       Bislang war die mit dem Whatsapp-Konto verknüpfte Handynummer für jeden
       Chatpartner sichtbar. Alice Newton-Rex, Vizepräsidentin für
       Produktentwicklung bei Whatsapp, bezeichnet die Neuerung als das „nächste
       große Datenschutz-Upgrade“ des Unternehmens.
       
       Am Grundprinzip des Messengers ändert das aber nichts: Nutzer:innen
       müssen bei der Registrierung immer noch ihre Telefonnummer angeben – und
       immer noch wird diese mit dem Adressbuch von anderen Nutzenden abgeglichen.
       Die angekündigte Änderung betrifft die Situation, wenn man mit neuen
       Menschen in Kontakt tritt. Wer einen neuen Kontakt knüpft, muss dann nicht
       mehr die eigene Telefonnummer weitergeben, um per Whatsapp zu chatten oder
       zu telefonieren, der selbst gewählte Name reicht aus. Um jemanden zu
       kontaktieren, muss man den exakten Nutzer:innennamen der Person
       kennen.
       
       Andere Messenger-Dienste bieten die Funktion, die eigene Telefonnummer zu
       verbergen, schon länger – etwa Signal. Bei Threema ist sogar eine
       Registrierung ohne Telefonnummer möglich, neue Kontakte fügt man etwa über
       das Scannen eines QR-Codes oder die Eingabe einer ID hinzu.
       
       Whatsapp gehört zum Facebook-Konzern Meta und dominiert den Markt der
       Messenger-Dienste mit weltweit rund 3 Milliarden Nutzer:innen. Metas
       Geschäftsmodell beruht maßgeblich auf Werbung und damit verbunden dem
       Sammeln und Vermarkten von Daten der Nutzenden. Im Mai kündigte der Konzern
       zudem neue Bezahlmodelle für werbefreie Versionen von Instagram, Facebook
       und Whatsapp an.
       
       30 Jun 2026
       
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