# taz.de -- Transfeindlichkeit in Bern: Trans Frau aus Frauenbereich im Freibad abgeführt
       
       > Nach Beschwerden wird eine trans Frau aus dem Frauen-FKK-Bereich eines
       > Schweizer Freibads von der Polizei abgeführt. Der Vorfall löst Protest
       > aus.
       
 (IMG) Bild: Eidgenössisch-transfeindlich: Das Marzilibad zu Bern ließ mithilfe der Polizei eine trans Frau aus dem FKK-Bereich abführen
       
       dpa | In einem Schweizer Freibad haben Polizisten nach Beschwerden von
       Frauen eine trans Frau aus einem [1][FKK-Bereich] abgeführt. Mehrere
       Personen protestierten gegen das Vorgehen vor Ort. Nach Angaben der Polizei
       kam es zu einem Gerangel, bei dem eine Polizistin verletzt wurde. Der
       Vorfall ereignete sich am Sonntagnachmittag.
       
       Das Personal des Marzilibades in Bern soll die trans Frau nach den
       [2][Beschwerden] aufgefordert haben, den Frauenbereich zu verlassen. Sie
       habe sich geweigert, deshalb sei die Polizei gerufen worden, heißt es in
       der Polizeimitteilung.
       
       Nachdem die trans Frau mit zur Wache genommen und dann entlassen wurde,
       habe es eine spontane Solidaritätskundgebung gegeben, die friedlich
       verlief, so die Polizei weiter. Weitere Angaben zum Grund der vorläufigen
       Festnahme machte die Polizei zunächst nicht. Man ermittle zu dem Vorfall.
       
       [3][Trans Menschen oder Transgender] sind Personen, die sich dem
       Geschlecht, das ihnen bei der Geburt zugeschrieben wurde, nicht zugehörig
       fühlen.
       
       ## Stadt: Vorgehen war falsch
       
       Die Stadt Bern kritisierte das Vorgehen. Das Bad habe sich, als Gespräche
       kein Ergebnis brachten, „fälschlicherweise für eine polizeiliche
       Wegweisung“ der trans Frau entschieden. „Die Direktion für Bildung,
       Soziales und Sport bedauert diesen Entscheid ausdrücklich. Sie entschuldigt
       sich bei der betroffenen Person“, teilte sie mit. „Alle Personen, die sich
       als Frau identifizieren und als solche leben, haben Zugang zum freiwilligen
       FKK-Bereich Paradiesli“, betont die Stadt.
       
       30 Jun 2026
       
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