# taz.de -- Influencerin Werdetlautmitlaura: Antifa heißt Entertainment
       
       > Auf den ersten Blick wirkt Laura Strutzke wie eine normale Influencerin.
       > Doch ihr Content auf Instagram hat es in sich.
       
 (IMG) Bild: „Werdetlautmitlaura“ will die Reichen stärker besteuern
       
       Antifa ist keine homogene Gruppe, weder im Look noch im Lebensstil. Die
       Studentin und Politinfluencerin Laura Strutzke erinnert uns auf ihrem
       Instagramkanal „Werdetlautmitlaura“ genau daran.
       
       Äußerlich ähneln sie und ihr Videostil vielen Influencer:innen auf
       ihrer Plattform, die in ihrem Content aber über gänzlich andere Dinge
       sprechen und sich teilweise bemühen, so unpolitisch wie möglich zu sein –
       auf Instagram macht das die Eigenvermarktung oft schwieriger.
       
       Es könnte sein, dass Laura es genau deswegen mit ihren Videos mit
       Tiktoktänzen vor schickem Hintergrund immer wieder aus der Nische heraus
       schafft. Denn das ist das Schicksal, was [1][die Antifa-Influencer:innen
       auf Social Media oft fristen]. Influencer:innen, die Sexismus- und
       Kapitalismuskritik betreiben oder den Hashtag #fckafd benutzen, treffen auf
       Instagram und Co. auf Menschen, die nachrichtenmüde und oft auf der Suche
       nach Entertainment statt Bildung sind.
       
       Techkonzerne wie Meta machen es Contentcreatoren schwer. Vor zwei Jahren
       hatte der Konzern angefangen, politische Inhalte aktiv einzuschränken.
       Politinfluencer:innen wie Laura mussten subtiler werden.
       
       ## Tanzen zu Zara Larsson
       
       Laura ist stets gut gelaunt, lächelt und ist oft selbstironisch. In ihren
       Videos stellt sie linke und rechte Positionen gegenüber und kommentiert
       damit den teils absurden Vorwurf, beide seien gleichermaßen extremistisch.
       Das Video hat 3 Millionen Aufrufe.
       
       [2][Sie macht ein Video, in dem sie zu Zara Larsson tanzt.] Auf dem Screen
       steht, dass sie nun bei 36 Grad 9 Stunden arbeiten muss. Gemeinsam mit
       einem eingeblendeten Zuschauerkommentar, der behauptet, sie sei als Linke
       ja arbeitslos, wird daraus ein wirkungsvolles Statement.
       
       In einem Video mit 2,3 Millionen Aufrufen erzählt sie die Geschichte, wie
       viele unserer heute als normal empfundenen Arbeitskonditionen von Linken
       erkämpft wurden. Solche Zahlen sind für antifaschistischen und linken
       Content absolut ungewöhnlich.
       
       In der Öffentlichkeit gibt es zuhauf Vorurteile über Antifaschist:innen.
       Mit ihrem Instagram-Auftritt schafft Laura es, über die Antifabubble hinaus
       mit diesen Vorurteilen aufzuräumen.
       
       8 Jul 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] https://www.instagram.com/rafidkabir.de/
 (DIR) [2] https://www.instagram.com/werdetlautmitlaura/reels/
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Annika Reiß
       
       ## TAGS
       
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